Ich näh mir was – Teil 1

Wie geschrieben, habe ich eine neue Nähmaschine. Eine richtig moderne, so modern, daß sie vom Hersteller in der Anleitung als Nähcomputer, nicht als Nähmaschine bezeichnet wird. Ich dachte mir, mit so einem schicken Teil, kann ich es vielleicht doch mal versuchen ein Bekleidungsstück für mich zu versuchen.

Ich lese gerne das Blog von Ashley. Und da ich sie schon länger lese, bekam ich mit wie sie sich eine Tova nach der anderen näht. Als sie die neueste Version aus Liberty Tana Lawn vorstellte, und in eben diesem Artikel erwähnte, daß es zum einen die Anleitung inzwischen als PDF runterladbar ist und ein sew-a-long bei Kerry gibt, mußte ich mal schauen. Dort sah ich, daß sie zu jedem Nähschritt Bilder und Erklärungen verfaßt hat und beschloß, mit soviel Hilfe kann ich das auch versuchen, denn die Tunika gefiel mir schon immer gut.

Eigentlich kann ich ja nur Quilts und Kissen und Taschen und Tiere und das nichtmal so gut wie ich gerne würde, aber jetzt will ich es wissen. Immerhin habe ich schonmal einen Mantel und ein Kleid für das Tochterkind hinbekommen.

Damit ich nicht mittendrin aufgebe quasi also zur Motivation habe ich beschlossen den Nähprozess in Bild und Ton Text hier festzuhalten und die geneigte Leserschaft an meinem Erfolg oder Scheitern teilhaben zu lassen.

Weil ich ja immer gerne die Latte höher hänge habe ich mich nicht für eine normale Baumwolle als Material entschieden sondern gleich ein bischen was “glitschiges” ausgewählt. Einen Voile Stoff aus der Little Folks Kollektion von Anna Maria Horner.

Lange Vorrede kurzer Sinn, fangen wir an. Ich lud die Anleitung und bestellte den Stoff und druckte dann erstmal Unmengen an Papier aus. Da das Format der Anleitung dem US letter entspricht durfte ich zunächste alle auf DIN A4 gedruckten Einzelteile zurechtschneiden.

Dank Quiltlineal und Cutter ging das einigermaßen zügig.

Dann hieß es alle Teile zusammenzupuzzlen und zu kleben.

Als das geschafft war, ging es ans genaue Ausschneiden

Es gibt Momente, da bin ich wirklich froh, daß der Altbau in dem wir leben so große Räume und damit große Fußbodenflächen hat. Bis hierher war alles recht einfach, man mußte zwar genau arbeiten, was etwas Zeit in Anspruch nahm, aber viel verkehrt machen ging bis dato nicht.

Nächste große Herausforderung war das richtige Anordnen bzw. Stecken der Schnittmusterteile im Fadenlauf auf dem Stoff. Voher noch kurz den Stoff gebügelt, alles an den Webkanten ausgerichtet im Bruch ausgebreitet und glatt gestrichen um dann die Teile auszulegen, so daß es ungefähr der Skizze in der Anleitung entsprach.

Dann schön vorsichtig auf den Knien drumrum rutschen, blos nix verschieben und vorsichtig feststecken ohne dabei zuviel Krumpeln in den Stoff zu machen.

Auch das meisterte ich recht erfolgreich, so daß ich noch am gleichen Abend anfing die Teile zuzuschneiden. In letzter Zeit war ich immer recht unzufrieden wenn ich doppelagigen Stoff mit der Schere schnitt. Ich scheine eine Schere nicht gerade halten zu können und das untere Teil wird somit nie identisch mit dem obenliegenden. Also griff ich diesmal todesmutig zum Rollschneider. Immerhin hatte ich andere schon oft sagen hören, daß das auch mit Schnittmustern gut funktionieren würde.

Was soll ich sagen

Wenn man schön langsam und konzentriert mit gutem Licht arbeitet, klappt es tatsächlich. Alle Teile ließen sich gut schneiden, auch die Rundungen, vor denen ich großen Respekt hatte, schaffte ich ohne größere Verluste und die ganz fisseligen Ecken schnitt ich mit der kleinen Stickschere.

Soweit der erste Eintrag zu diesem Projekt, Fortsetzung folgt.

>Teil 2

About these ads

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s