Projekt Krabbeldecke

Wie erwähnt hab ich ne neue Nähmaschine. Wie das mit neuem Spielzeug so ist, möchte man ja am liebsten dauernd damit rumspielen, in diesem Fall also nähen. Da mein Baby und auch der Rest der Familie aber anderes im Sinn hatte als mir Nähzeit zu gewähren kompensierte ich das mit dem ausgiebigen Lesen von Nähforen, Webseiten und Blogs zu dem Thema. Dabei stolperte ich über die Cathedral Window Baby Playmat.

 Die Konstruktion einfach und genial zu gleich, das Ergebnis beeindruckend und überhaupt eine Technik die ich noch nicht kannte, also etwas, was ich gerne probieren wollte. Alleine schon das Zuschneiden mit dem Zirkelkreisschneider fand ich spannend und so mußte ich einen solchen sofort erwerben. Sofort hiess in dem Fall, das online bestellen keine Option darstellte und nach 3-4 Telefonaten und mittels eines gutmütigen Gattens der mich gefühlt ans andere Ende von der Stadt begleitete, hatte ich einen.
Das gute Stück, sogar günstiger als bei den bekannten online Quellen.
Natürlich reicht es nicht das richtige Werkzeug zu besitzen, Material in Form von Stoffen sollte man auch da haben. Mir fiel dann ein, dass ich einen Layer Cake wie in der Anleitung gefordert in meinem Besitz haben sollte. Als ich den Quilt für die Nichte nähte erwarb ich den, da ich aus der Farbpalette etwas benutzen wollte. Ich wühlte, ich fand und ich stellte fest, er ist noch fast vollständig. Da das Muster der Stoffstücke sehr wild ist und ich die Playmat vergrößern wollte, suchte ich weiter nach einfarbigen Stoffen im Fundus und ergänzte damit das Material.
So legte ich los und schnitt mit dem neuen Kreisschneider die entsprechenden Stücke zu.
60 Stoffkreise
und dann nochmal 60 Kreise aus Vlies.
Das dauerte schon seine Zeit, denn irgendwas ist ja immer, vorallem mit Mann, Kindern und Baby.
Danach wurden jeweils zwei Kreise zusammen mit dem Vlies, rechts auf rechts zusammen genäht.
Hier, man beachte den Nähfuß. Er nennt sich Patchworkfuß und erlaubt das exakte Nähen von 1/4 oder 1/8 inch Nähten.
Hier im Bild, die schönen Nähte die das neue Spielzeug macht.
Interessant wird dann wieder die Wendetechnik. Man zeichnet an einer bestimmten Stelle eine Linie und schneidet diese vorsichtig ein.
Ein Bild der schon gewendeten Kreise.
Eine ziemliche Fummelarbeit, wie man vielleicht anhand des Bildes erahnen kann.
Aus irgendwelchen Gründen habe ich keine Bilder vom weiteren Vorgehen gemacht. Nur kurz, man bastelt eine Pappschablone als Quadrat, legt dieses auf und zeichnet die Linien ein. An diesen Linien werden die Kreise zu Reihen zusammengenäht und diese Reihen dann zu der Decke.
Vier der geplanten sechs Reihen sind hier aneinander genäht und schon auseinandergebügelt. (Die Details der Konstruktion finden sich in dem Link zur Anleitung.)
Bei diesen Schritten bemerkte ich schon, daß trotz den tollen Kreischneiders nicht alle Kreise absolut gleich gelungen waren und somit das genaue Zusammennähen nicht so klappte wie ich das gerne gewollt hätte.
Aber ich bekam alles zusammen und der Frust verstärkte sich, da meiner Ansicht nach die Stellen an denen die Kreisspitzen aneinander treffen hubbelig wurden.
Zum Abschluss der Decke wurden die Kreissegmente noch knappkantig abgesteppt und anschliessend eine knappkantige Naht um die ganze Decke genäht. Ich bin mit meinem Ergebnis nicht wirklich zufrieden, ich sehe, und das sieht wohl jeder der davor steht, dass sich viele Ungenauigkeiten eingeschlichen haben. Das widerstrebt mir, das nervt mich, dazu bin ich zu perfektionistisch um damit glücklich zu sein.
Eine Detailaufnahme, die hoffentlich die Konstruktion etwas verdeutlicht.
Und hier eine Aufnahme der Decke, noch ungewaschen und ungebügelt, aber alle Nähte genäht.
Der Effekt ist schon schön. Ich bin auch stolz, daß ich außer etwas gelben und roten Stoff alles Material aus dem Vorrat verwendet habe. Trotzdem bin ich unzufrieden und hadere mit mir und meinen Fähigkeiten weil soviel Murks zu sehen ist. Und nein ich übertreibe nicht. Außerdem hätte die Decke gut noch größer werden könne, denn obwohl ich zehn Kreise mehr genäht/vernäht habe, ist sie nicht besonders groß.
Die Anleitung ist aber prima geschrieben und der Aufbau der Decke wirklich interessant zu Nähen, darum kann ich das Projekt trotz meiner Unzufriedenheit guten Gewissens weiter empfehlen.
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5 Antworten zu “Projekt Krabbeldecke

  1. Ich finde die Decke richtig richtig schön!

  2. 60 kreise? was eine wahnsinnsarbeit! und wenn sie für dich auch nicht perfekt genug ist, ich finde sie für mich als laien den hellen wahnsinn, echt toll!

  3. Ich bin total begeistert von deiner Decke! Sie sieht echt klasse aus.

  4. Ich seh keinen Murks! Die Decke ist wunderwunderschön!!!

  5. Garnteufelchen

    Wow, die Decke ist wunderschön! Tolle Idee…

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