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Ich hab da mal was gebacken – vom Reisen und Brot

Frei nach dem familiären Motto “Wir müssen mehr Weltreisen machen” ™ reisten der Mann und ich kürzlich mit dem Baby nach London. So vier Tage, nur Einkindeltern, hätte ich damals gewußt wie entspannt das sein kann, nur ein Kind und das in der Karre. Egal.

Also wir waren also unterwegs, im Ausland. Das mit dem Ausland ist wichtig, denn in fremden Ländern mutiert der shoppingmuffelige Mann zum Shoppingfan. Wir lieben es beide unbekannte kleine und große Läden zu entdecken. Rumzustöbern was es woanders gibt. Besonders gerne besuchen wir Supermärkte und Buchläden.

So verwundert es kaum, daß wir in London einen der vier Tage dazu nutzen ewig in einem Buchladen rumzulungern. Von der Belletristik zu den Kinderbüchern, bischen bei den Sachbüchern verweilt, ab in die Kochbuchabteilung und ich genehmigte mir noch die Handarbeitsbücher. Der Mann entdeckte dann dieses Buch, welches er mir freudestrahlend unter die Nase hielt.

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Ich dachte zunächst es handelt sich um Pie-Teige, entdeckte aber recht schnell, daß es um Brot und Brötchen geht. Der Autor sagte mir zunächst nichts, scheint aber in Großbritannien recht bekannt zu sein.

Nachdem wir, wieder daheim, unser anderes Mitbringsel, eine ordentliche Magen/Darmgrippe hinter uns gelassen hatten wollte ich eins der aufwändig klingenden Rezepte gerne ausprobieren.

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Es beginnt damit, daß man  aus Hefe, Weizenmehl, Wasser und Salz eine Art Vorteig (white fermented dough) herstellt, der möglichst über Nacht im Kühlschrank bleibt. Am nächsten Tag wird aus diem Teig und mehreren Mehlsorten, mehr Hefe, Salz und Wasser der endgültige Teig zusammengerührt, der nach bestimmten Methoden mehrfach geknetet und gefaltet wird um ihn dann mal im Ganzen und dann geteilt in Brotgehkörbchen aufgehen läßt. Ich hab zwar weder solche Körbchen, noch die erwünschten Backtücher, aber mit den Osterkörbchen der Kinder und den Aussteuerhandtüchern aus Leinen meiner Patentante klappte das auch ganz gut.

IMG_0521Dann bestand die Kunst darin, die aufgegangenen Brotlaibe mithilfe eines Holzbrettes vorsichtig auf das schon im Backofen befindliche Blech zu transferieren. Okay vorher sollte man noch ein nettes Muster reinschneiden, aber das klappte eher nicht so hübsch.

Transferiert bekommen habe ich sie aber und sie behielten auch halbwegs die Form. Lange Zeit änderte sich nichts am Farbton und ich wurde schon recht nervös. Oben auf dem Bild kann man sehen, wie die Farbe in dem Rezept vorgesehen ist. Da aber geschrieben stand, man solle so lange backen bis sie einen dunklen Goldton angenommen haben, kamen sie dann eben raus.

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Nach dem ich sie etwas auskühlen lies, mußte ich natürlich sofort anschneiden um rauszufinden ob mein Experiment gelungen war. Ich hatte bis dato kaum Brotbackerfahrung und die wenigen Versuche, schon vor Jahren oder mit einer Backmischung waren eher enttäuschend gewesen. Wie man sieht, optisch machte das Ganze etwas her, ich war beeindruckt, daß die Krume so richtig nach echtem Brot aussah.

Da der Gatte inzwischen heimgekehrt war, bestrich ich eine Scheibe mit Butter und etwas Salz und im Nullkommanix hatte die Familie, vom Baby bis zum Mann, vor dem Abendbrot einen halben Laib verputzt.

IMG_7387Mir schmeckte es auch ganz gut, es hätte etwas salziger/würziger sein können, aber für mein erstes ernsthaftes Brotbacken nach der langen Zeit, ganz ohne Automat und Fertigmischung war ich zufrieden. Eventuell war das verwendete Salz zu wenig salzig.

Da von dem Vorteig noch einiges übrig war und maximal 48 Stunden aufbewahrt werden konnte, hab ich mich am übernächsten Tag an das Rezept für Bagels gewagt. Es war etwas weniger aufwändig umzusetzen, nur daß der fertig geformte Teig vor dem Backen noch in kochendem Wasser schwimmen mußte. Da der Teig nicht so aufging wie er das bei dem Brotrezept tat, war ich lange skeptisch ob der Vorteig noch gut gewesen war und ob ich alles richtig gemacht hatte. Nach dem Backen und der ersten Verkostung waren hier jedoch wiederum alle begeistert von dem Endprodukt.

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Man hätte sie optisch wohl etwas perfekter hinbekommen können, geschmacklich gab es aber wirklich nichts auszusetzen. Genau das richtige Maß an Fluffigkeit und Zähigkeit, was Bagel ausmacht.

Mein Fazit zu dem Buch? Es ist kein Rezept darin, was man mal eben nebenbei backen kann, aber das sind die Ergebnisse allemal wert. Immerhin ist alles andere um uns herum schon so schnellebig, daß man sich für gutes Brot ruhig ein wenig Zeit nehmen kann/sollte. Die Erklärungen und Anweisungen sind schlüssig und gut zu befolgen, soweit man Englischkenntnisse hat. Außer den eigentlichen Rezepten gibt es den vorgestellten allgemeinen Teil, der Zutaten und Werkzeuge erklärt, aber auch einzelne später gebrauchte Arbeitsschritte rezeptübergreifend mit vielen Bildern darstellt. Zusätzlich liegt dem Buch noch eine DVD bei, auf der sich wohl auch Erklärungen in Bild und Ton befinden, ich habe sie bisher noch nicht angeschaut.

Unter dem Strich, der London Ausflug war schön, das Buch lohnt sich und ich werde bestimmt nochmal Brot backen. Am liebsten würde ich als nächstes den selbst gemachten Sauerteig samt zugehöriger Rezepte probieren.

 

 

 

Nach langer Zeit mal wieder – Deutsche Handarbeitsmagazine gekauft

[Warnung: eigentlich wollte ich nur kurz etwas zu zwei Heften schreiben, die ich neulich erworben habe, um meine Kritik besser zu verstehen habe ich voweg meinen Anspruch und woher der kommt aufgeschrieben, wem das zu lang ist, der scrollt einfach runter, dorthin wo die Bilder sind.]

Ich liebe Magazine, Illustrierte, wie man früher sagte, und ich liebe Handarbeiten. Als ich noch jung war, hab ich mir regelmäßig die Verena gekauft, hab ungeachtet von Maschenprobe, Garnstärke oder was auch immer, munter Modelle nachgestrickt und jedes Heft brav aufgehoben. Da ich ja gerne mal jeden Mist ausprobiere, gab es auch noch andere Hefte, zum Basteln, Häkeln oder was weiß ich. Irgendwann flogen fast alle Ausgaben weg, es entsprach nicht mehr meinem Geschmack und Stricken/Häkeln war mir nicht mehr so wichtig. Außer mal einem sporadischen Paar Socken oder Geschenken für Babys von Freunden geriet das Stricken in den Hintergrund.

Als dann das Tochterkind da war und ich nach Monaten durchwachter Nächte mal wieder klar denken konnte, kam das Bedürfnis, mit den Händen zu gestalten zurück. Ich begann, mich wieder nach Strickmustern umzusehen. Die erste Anleitung, die mich wieder interessierte war eine englische. Da das dazugehörige Buch fand ich unglaublich teuer. Ich war ja nur gewohnt, für ein paar Mark ein Heft zu kaufen. Also googelte ich nach der Anleitung, bzw. nach der Möglichkeit das Buch oder die Anleitung günstiger zu bekommen. Der große Vorteil zu meinen Strickjahren zuvor, damals, als ich noch jung war hatten wir ja nix, auch kein Internet.  Ich fand natürlich nicht die Anleitung (und habe das Buch im Endeffekt dann auch selber gekauft), aber ich entdeckte die Welt der Strickblogs. Da ich nach einer englischsprachigen Anleitung suchte,  hauptsächlich die der amerikanischen Strickblogs. Heissa was für ein Wunderland.

Die Berührungsangst mit den englischsprachigen Anleitungen war trotzdem groß. Meine Englischkenntnisse schätze ich eher nicht so gut ein und die Fachbegriffe des Strickens waren mir ein Buch mit sieben Siegeln. Mit der wunderbaren Liste von Wolle und Design, meinem Sturkopf und viel Geduld wagte ich mich trotzdem an die Anleitungen und war verfallen. Ein großer Teil der Anleitungen war so viel moderner und hübscher als das, was auf dem deutschen Markt zu bekommen war. Stricken war zu der Zeit als ich wieder anfing in den USA wieder modern, auch für junge Leute, weit ab vom “Oma und Ökos stricken” in Deutschland. Das spiegelte sich wiederum sowohl in den Anleitungen, den Garnen (welch Traumgarne es Übersee gab und gibt) und vorallem in dem Drumherum wieder. Die Strickblogger, dort, unzählige, viele untereinander bekannt, befreundet und Stricktreffen eine normale Sache.

Durch das Lesen vieler amerikanischer Strickblogs wurde ich nicht nur auf Einzelanleitungen, freie Anleitungen im Netz, sondern auch auf amerikanische Strickmagazine aufmerksam. Zeitweise hatte ich drei bis vier davon im Abo. Sie waren jünger, ausführlicher und viel spannender als das was man auf dem deutschen Markt kaufen konnte. Neben den Anleitungen gibt es immer einen redaktionellen Teil, Berichte, Produktvorstellungen, Techniken erklärt.

Ich fröhnte also fröhlich meinem Hobby und das vorzugweise mit Materialien und Inspirationen die nicht aus Deutschland stammten. Doch nicht nur ich, sondern auch einige andere schnupperten in die Strickwelt vom anderen Ende der Welt. In den letzten Jahren haben einige ausländische Garne Einzug in die deutschen Strickläden gehalten. Amerikanische und Britische Anleitungen sind teilweise nun vor Ort zu finden und auch die deutschen Zeitschriften öffnen sich seit einiger Zeit dem moderneren Interessen der jüngeren Handarbeiter.

Trotzdem begeisterte mich nichts so richtig was auf dem deutschen Markt zu bekommen ist und deutsche Strickanleitungen blieben meistens liegen.

Nun stolperte ich letztens im Supermarkt (!) bei den Zeitschriften, die ich trotz aller Möglichkeiten des Internetz immer noch liebe um sie abends im Bett zu lesen, über ein Strickmagazin, der Designerin die mich damals auf den englischen Strickpfad schickte.

Die Designs wie man sie von ihr kennt, klar, schlichter, traditionell britisch beeinflußt und schön. Die Anleitungen sind gut verständlich, aber weniger ausführlich wie man das von (den originalen und anderen) englischen Anleitungen kennt. Es gibt einen kleinen readktionellen Teil mit Produktvorstellungen, einem Artikel, einer Fragenrubrik und ein wenig Technik, die man für die Anleitungen braucht. Unter dem Strich kann man sagen ein rundes Magazin, wenn man nur die Anleitungen möchte, mir etwas zu mager aber ich bereue nicht, es gekauft zu haben. Einziger Manko, daß alle Modelle natürlich nur mit Garnen von Debbie Bliss gestrickt wurden und zu den verwendeten Garnen weder die Zusammensetzung noch die Lauflänge/Maschenprobe mitgeteilt wird.

Im Zuge der Entdeckung der amerikanischen Handarbeitswelt, schlich so langsam auch das Nähen bei mir ein. Eigentlich zunächst das Erstellen von Quilts. Und das nur weil 2006 bei unserem USA Aufenthalt neben den Strickbüchern ein Quiltbuch stand was mich anlachte. Ich nahm das mal mit und dachte mir, das sei was für später, wenn die Kinder groß sind und ich viel Zeit habe. Lange Rede kurzer Sinn, durch ein anderes Buch animiert begann ich 2007 meinen ersten Quilt und verfiel in dem Jahr dem Nähen. Genau wie beim Stricken war da die bunte Wunderwelt Internet größte Inspiration und Anleitungslieferer. Ich war recht unerfahren im Nähen, läßt man mal außer acht, daß ich in der 9. Klasse Nähen in der Schule hatte, irgendwann mal bockig versuchte Teddys zu nähen und im Studium noch mal einen VHS Kurs besuchte. Ich hatte also kaum genäht, keine Erfahrung und meine Maschine war aus den 60ern. Das hielt mich aber nicht ab, alles mal auszuprobieren, auch mal einen Mantel für das Kind, ein Kleid und diversen Kleinkram. Denn der Vorteil der Anleitungen aus den USA besteht zweifelsfrei darin, daß sie geschrieben werden als wäre man drei Jahre alt. Es wird fast immer alles ausführlich erklärt, sowohl in freien Anleitungen, als in den Büchern oder verkauften Einzelschnittmustern. Toll, genau was ich brauche, sag mir was ich machen soll und ich mache es.

Burda und Ottobre hatte ich dann auch mal gekauft und verzweifelte an den rudimentär beschriebenen Nähanleitungen, wußte oft nicht was die von mir wollen und schmiß den Kram frustriert in die Ecke. Farbenmix probierte ich auch, etwas ausführlicher sind deren Anleitungen schon, aber auch unbefriedigend für mich, als ich noch weniger Erfahrung hatte. Ich blieb also auch beim Nähen dem amerikanischen Markt (und den Blog, ja was für wundervolle es da gibt und erst die Stoffhöker, wow.) treu und nähte vorzugsweise mal hier mal da einen Quilt und diversen anderne Kram.

Nun ist das Nähen ja die heiße Scheiße unter “Muttis” – man näht dem Nachwuchs farbenfrohen möglichst individuellen Kram und wenn man schon dabei ist, macht man auch noch Spielzeug, Alltagskram und auch anderen Dekotüddel. Sehr gut zu beobachten in der deutschen Bloggerwelt, aber auch in den Buchhandlungen. Zum einen findet man einige der Bücher die ich schon jahrelang besitze ins Deutsche übersetzt, zum anderen gibt es plötzlich mannigfaltige Bücher zum Thema Nähen, Quilts nähen, Taschen(!) nähen,  Deko nähen (allen voran Tilda und Klons), Kinderkrams nähen und neuerdings habe ich sogar lustig bunte Einzelanleitungen gesehen. Da war es ja nur eine Frage der Zeit bis sich der Zeitschriftenmarkt bezüglich der Nähmagazine dem Trend anschließt. Neben den bisher klassischen und für mich zu biederen Patchwork/Quiltmagazine fand ich letztens folgendes Heft.

Die verwendeten Stoffe ließen mich das Magazin fast wieder zurück stellen, vieles war mir zu süß, zu niedlich. Aber auch da bin ich mal wieder leicht snobbistisch, verarbeite ich doch am liebsten  moderne Quilting Cottons von, natürlich, dem amerikanischen Markt. Mitgenommen habe ich das Heft dann, weil doch einige Accessoirs und Decken und Klamöttchen als Schnittmuster drin sind, die ich ansprechend finde. Klar, kann man für einiges die Schnitte selber entwerfen, sind oft nicht schwer, aber auch wie beim Stricken, agiere ich lieber nach dem Motto, sag was ich machen soll, ich setze das dann so oder so ähnlich um. Und bei einer Patchworkdecke ist es zB total arbeitserleichternd wenn schon jemand anders die Stoffstückgrößen ausgerechnet hat. Ich hab dann mal die Anleitungen studiert und festgestellt, daß sie Hand und Fuß haben, aber nur, wenn man schon Erfahrung hat. gerade bei den Quilts wird nur Beschrieben wie man das Top näht, aber nicht wie man daraus einen kompletten Quilt generiert. Bei einigen anderen Anleitungen fehlt die Angabe der Nahtzugabe und die Beschreibungen sind in gewohnt deutscher Manier recht knapp gehalten. Also nichts für Nähanfänger, zumindest nicht, wenn sie die Modelle alleine und ohne Hilfe nachnähen wollen. Interessant fand ich, daß die Anleitungen fast alle nicht von der Redaktion des Magazins erstellt wurden, sondern von Inhabern bzw.Mitarbeitern von Patchwork-/ oder Stoffläden. Schön, daß der jeweilige Shop auch mir URL angegeben wird, so daß ich in einer ruhigen Minute diese mal absurfen und inspizieren kann. Für die Modelle kann man auch bei eben diesen Shops komplette Materialpakete bestellen. Find ich gut, wenn man das genau so wie abgebildet nachnähen möchte. Sonst sucht man sich ja einen Wolf, vor allem, weil nur einmal angegeben wurde welcher Stoff von welchem Hersteller verwendet wurde. Unter dem Strich, bin ich auch mit diesem Kauf nicht unzufrieden, hätte mir ein bischen mehr gewünscht, aber das Leben ist ja schließlich kein Wunschkonzert.

Fazit, ich werde bestimmt mal wieder mit offenen Augen die Regale mit Handarbeitsmagazinen anschauen, aber Hauptquelle bleiben für mich die Bücher in Originalsprache sowie die amerikanischen Strick-/Näh-/Quiltmagazine die ich auf Papier und Digital im Abo habe bzw. freie Onlinepublikationen. Für andere, die weniger Snob-Allüren haben als ich, sind diese Hefte aber bestimmt toll und gut zu nutzen. Man kann zumindest ein Blick reinwerfen.

Wochenendschnipsel

Außer Einkaufen und den Markt besuchen stand dieses Wochenende noch einiges mehr an.

Samstag war wir nachmittags im Theater und sahen “Der kleine Vampir”

Die Kinder, die durch Fernsehen und Kino wesentlich kürzere Erzählstränge und mehr Action gewohnt waren, waren sehr begeistert und erzählen immer noch von der Vorstellung.

Weil das Theaterstück so gut ankam, ich es aber ein wenig albern inszeniert fand und außerdem (wie auch bei Filmen) der Ansicht bin, man muß das Buch zur Geschichte kennen, wurde anschliessen eben dieses erworben.

Sonntagmorgen fuhren wir schnell mal aufs Land um noch einen Kürbis zu bekommen, den wir voher in der Stadt nicht auftreiben konnten.

Am Sonntagnachmittag war das große Kind zu einer Halloweenparty eingeladen.Obwohl unscharf, finde ich das Bild trotzdem so nett, dass er hier eingestellt werden muß.

Kurz vor der Party mussten noch Kekse für die Halloween-Feier in der Schule gebacken werden.

Während Töchterchen feiern war, labte sich der Rest der Sippe an Kuchen und Torte von Cafe Schmidt. Wir waren in der einen Filliale schon zweimal Frühstücken und heute holten wir in der neusten Leckereien für den Nachmittag.

Zwischendurch fand ich noch Zeit, das kürzlich fertig gestellte Paar Socken zu fotografieren

Sonntagabend gab es Kürbissuppe.
Die Hauptzutat wurde natürlich stilecht ausgehölt und aufgestellt.

Außerdem wurde noch das Schlafzimmer aufgeräumt, ein Kleiderschrank entrümpelt, dem großen Kind eine Winterjacke gefunden (endlich, hurra) und trotz Zeitumstellung ausgeschlafen. Unter dem Strich ein durchaus er- und angefülltes Wochenende.

(Ich weiß, daß die Qualität der Bilder diesmal eher unterdurchschnittlich ist, aber entweder lags am Mobilphone oder daran, daß ich ohne Blitz fotografieren mußte)

Wir haben ein neues Buch – 365 Ideen zum Malen und Zeichnen

Bei La Belle las ich neulich von diesem Buch und war recht begeistert.

Das klang ansprechend und so, als wären mal neue Ideen drin, wenn die Kinder mal wieder nicht wissen was sie malen oder wie sie sich beschäftigen sollen. Am Wochenende warf ich dann im örtlichen Buchladen einen Blick in das Buch. Ich war nicht enttäuscht und konnte auch das Tochterkind anstecken mit meiner Begeisterung.

Dieses Projekt wollte das Tochterkind dann heute unbedingt ausprobieren.

Die Seiten und Anleitungen sind äußerst liebevoll gestaltet und gut nachzuvollziehen. La Belle hat noch zwei weitere Projekte in dem Artikel fotografiert, wer noch mehr sehen mag.

Zurück  zum heutigen Projekttag. Es wurde nicht nur versucht das obige Bild zu malen, sondern auch die Idee Farbe mit dem Strohhalm zu verpusten wurde ausprobiert. Aber seht selbst:

Das Blümchenbild und ein Pustebild mit Monstern der Tochter.

Das Pustebild vom Sohn.

Wie in der Anleitung vorgeschlagen ergänze die Tochter ihre Bilder mit Pastellölkreide, die ich ihr extra passend zu dem Buch noch geschenkt hatte, da die für diverse Bilder dort benötigt wird.

Ich finde die Investition hat sich gelohnt, mit ein bischen Hilfe meinerseits waren die Kinder heute eine ganze Zeit beschäftigt und glücklich. Von der Autorin gibt es noch einige andere Bücher, ich werde mal stöbern, welche davon schon ins Deutsche übersetzt wurden. Die Originalreihe nennt sich Usborne Activity Books. Jetzt wo die kalte Jahreszeit bevorsteht…

Fazit: Daumen hoch für das Buch

Maaamaaaaaa, wieviel, wie lange, wie schwer …?

Der Sohn ist schon immer sehr wißbegierig. Zur Zeit fragt er ständig wieviel sind x Meter, wieviel sind y Kilogramm oder wieviel Sekunden haben 3 Stunden. Vorzugsweise wenn wir unterwegs sind und man kein anschauliches Beispiel zur Hand hat oder zu beschäftigt ist vernünftig darüber nachzudenken.

Gestern kamen wir an einem Buchladen vorbei in dessen Schaufenster mir folgender Titel ins Auge stach:

Dieses Buch mußten wir uns einfach noch ansehen gehen. Egal, dass ein Kind eigentlich dringend mußte, das andere nur noch heim wollte und der Bus in 3 Minuten fahren sollte. Wir also rein, das Buch aus dem Fenster holen lassen und auf die Treppe in dem eh schon engen Eingangsbereich gesetzt.

So saßen wir da und blätterten in dem Buch. Es ist in fünf Kapitel unterteilt. Länge, Höhe, Breite, Fläche, Gewicht, Temperatur und Zeit. In jedem Kapitel werden die Maße bildlich erklärt. Sehr zur Freude meines Sohnes wird 10cm unter anderem als die Länge es eines Pommes einer bekannten Fastfoodkette dargestellt und 10km zur Freude der Tochter als 13x Band 7 von Harry Potter (gebunden). Die jeweiligen Bilder sind lustig, aber deutlich, entsprechen Alltagsdingen ihrer Welt und so erhält das Kind eine sehr gute plastische Vorstellung davon was wie groß, schwer oder breit ist, aber auch wie lange etwas  dauert etc.

Unnötig zu erwähnen, dass ich das Buch dann gekauft habe, das müssende Kind anschliessen im Supermarkt auf Toilette war und wir zwei Busse später nach Hause gefahren sind. Nach dem abendlichen Vorlesen, eben auch dieses Buches, hörte ich die Lütten noch eine Zeit kichernd sich selber damit weiter beschäftigen.

Unter dem Strich, ein voller Erfolg und dem Sohn fällt es nun leichter sich Sachen vorzustellen. (Der Tochter auch, aber die ist mit dem Thema gar nicht so beschäftigt gewesen)

31 Elefanten oder wie lang sind 100 Meter, geschrieben von Mireia Trius und Oscar Julve. Aus dem Spanischen übersetzt von Ana Maria Montfort. Erschienen im Verlag Knesebeck 2011.

Traum-Reise-Begleiter

Wie berichtet plane ich meine Traumreise. Dazu ist einige Recherche notwendig. Um alles relevante festzuhalten habe ich meinen Buchbinderbruder gebeten mir ein Buch zu fertigen, das dann auch mit auf die Reise soll. So eben bekomme ich eine Mail mit folgendem Inhalt

Es handelt sich um eine indiviuelle Anfertigung nach meinen Wünschen und ich bin begeistert, habe grad Tränen in den Augen.

Also wie immer Werbung für das Brüderchen und ein riesiges Dankeschön von mir!!!

Traum-Reise-Realität

An verschiedenen Punkten in meinem Leben hatte ich vor ins Ausland zu gehen. Während der Schulzeit, danach, im Studium, danach, im Referendariat und wiederum danach. Private, familiäre, finanzielle und andere Gründe verhinderten dies jedesmal. Es hält mich aber nicht davon ab von einem solchen Auslandsaufenthalt zu träumen. Ein Ziel meiner Träume sind die USA. Dieses Land (wie viele andere auch) macht mich unglaublich neugierig und ich möchte es entdecken. Die zwei Reisen die ich bisher dorthin unternahm reichten nicht ansatzweise aus um diese Neugier zu befriedigen, was auch daran liegen mag, dass sie nur zwei Städte beinhalteten.

Mein Bild von den USA besteht aus einer wilden Mischung von Bildern und Eindrücken. Einerseits geprägt von Serien wie “Unsere kleine Farm” bis hin zu “Gossip Girl”, diversen Filmen, Büchern, Berichterstattungen aus den Medien, den Erzählungen des Mannes und letztendlich auch meinen eigenen zwei Aufenthalten dort. Ich möchte diese Bilder “in echt” sehen, verifizieren, abgleichen, neu sehen, selber sehen. Fantasie und Realität auf einen möglichen Nenner bringen.

Der große Traum wäre ein Aufenthalt dort, der mindestens die Länge eines halben, wenn nicht gar ganzen Jahres dauern würde. Da dies absehbar außerhalb jedweder Realität liegt, bleibt der fast so große Traum eine längere Reise mit dem Auto durch diverse Staaten zu unternehmen. Dabei möchte ich nicht (nur) die allseits beliebten und besuchten Ziele abklappern, sondern abseits der Trampelpfade kleine Dinge wahrnehmen und entdecken. Hier mal anhalten, dort mal aussteigen, spontan länger bleiben oder auch sofort weiter fahren.

Als ich den Film Elizabethtown das erste mal sah war ich tief berührt, nicht allein der Plot, das Set-up, die Bilder, die Musik sondern besonders der in dem Film statt findende Roadtrip (zweiter Abschnitt) zogen mich in ihren Bann. Ganz persönlich ausgesuchte Ziele, die aus individuellen/historischen Gründen Anlaufpunkt sind und zum kurzen oder etwas längeren Verweilen einladen. Wieso ich das erwähne? Weil mich dieser Film die vage Idee einer Rundreise konkret denken ließ und mit einigen der dort besuchten Punkte interessanten Zwischenstops ausformuliert.

Die letzten Tage hatte wir Besuch aus den USA, Familie,  Grund und Anlaufpunkt meiner bisherigen Aufenthalte dort. Natürlich war nicht die komplette Familie hier, aber der “Papa”. Eine unerschöpfliche Quelle an Wissen und Lebenserfahrung und so kam ich irgendwann darauf mit ihm über eine solche Reise zu sprechen.

Dies wiederum führte dazu, daß ich den Uralt-Atlas des Mannes aus dem Regal zog, den mit dem er damals durch die USA gefahren ist. Das Wissen unseres Besuchs anzapfend kamen so einige sehenswerte Ziele zusammen. Damit ich diese Ziele im Zusammenhang sehen kann steckte ich meine Stecknadeln jeweils hinein.

Wie man unschwer erkennen kann, braucht man sehr viel Zeit und Geld um all diese Ziele unter einen Hut zu bekommen. Limitiert durch die Schulferien und die finanziellen Mittel wurden aus dem einem geplanten Trip zwei. Die Westküste entspringt dem Wunsch des Mann nach Berkeley zurück zu kehren und mir die Gegend nahe zu bringen und meinem Wunsch selber zu sehen was seit Jahren beim Erzählen darüber seine Augen so zum Strahlen bringt. Da dies aber mein(e) Traum(reise) ist, die ich gerne mit der Familie teile, habe ich beschlossen die Ostroute vorzuziehen.

Bosten, New Hampshire, Nantucket, the Hamptons, Philadelphia, Washington, Williamsburg, rüber nach Ashville/NC, Nashville, Memphis, evtl. Elizabethtown und über kleinere Orte zum Ankerpunkt Des Moines wo die Familie lebt.

Startpunkt für die Westour wäre San Francisco, von dort nach Berkeley, eventuell Ausflüge in die Umgebung, runter nach Los Angeles, nach Santa Fe, Monument Valley, Grand Canyon, Las Vegas, Salt Lake City und der Rest ist noch wesentlich unklarer, aber Endpunkt wäre wieder Des Moines.

Für mich ist der Ausflug an die Westküste und zurück in den mittleren Westen noch recht vage, da er nicht die Priorität hat. Meine Ziele an der Ostküste durch den Süden zurück nach Des Moines sind konkreter, nicht zuletzt durch zwei Bücher aber auch durch die Orte in denen wir bei Leuten übernachten können.

Bei den Büchern handelt es sich um diese zwei:

Das “Ost-Buch” schenkte ich dem Mann als er letztes Jahr nachWashington flog. Zur Einstimmung und zur vorherigen Lektüre um Ideen zu bekommen, was er eventuell in der kurzen freien Zeit dort anstellen könnte. Am Ende hab ich mehr in dem Buch gelesen, bin in den tollen Bildern versunken und hab die liebevollen Texte, die jeweils einen kurzen historischen Abriß skizzieren, aber auch die momentanen Gegebenheiten darstellen genossen. Und so war nach einem (planenden) Abend mit dem Besucher klar, ich möchte aus dieser Serie noch eines, welches die Ostküste betrifft. Nach bisherigem Anschauen kann ich es sagen, daß es genauso gut ist.

Mir war wichtig nicht ein Buch zu bekommen, welches breitgefächert ist und pro Destination zwei Tipps gibt, sondern eher lokal begrenzt und somit ausführlicher beschreibt. Soweit ich das bisher beurteilen kann, liefert diese Serie von den Autoren genau das. Mir ist auch klar, daß sie nicht genug Informationen enthalten um den Trip konkret zu planen, aber dafür gibt es Büchereien und das Internet und für eine grobe Skizze reichen sie mindestens.

Und somit bin ich fast am Schluß meines Eintrage angekommen. Denn ich habe mir fest vorgenommen im kommenden Jahr einen detaillierten Plan zu erstellen, wo ich wie hin möchte, wo man übernachten kann, wie das finanziell zu bewältigen ist und in welchem Zeitrahmen. Auch wenn es in meinem direkten Umfeld Stimmen gibt, die der Ansicht sind, daß ein solcher Trip nie statt finden wird, lasse ich es mir nicht vermiesen zu planen.

Es ist immer richtig seine Träume konkret zu formulieren, so weit wie möglich die Umsetzung zu planen und festzuhalten. Denn nur wenn man weiß was man will, seinen Traum genau vor Augen hat, kann man anpassen, relativieren und dann reale Lösungen zur Realisierung finden.