Archiv der Kategorie: Die lieben Kleinen

Geburtstagskind

IMG_8479Kaum zu glauben, aber wahr, unser kleinster Sonnenschein wurde gestern zwei. Hier noch im Nachthemd beim Geburtstagsfrühstück mit den Eltern.

“Make a wish” im Einsatz

Es macht mich immer und immer wieder sehr glücklich wenn ich auf Fotos sehen, dass die von mir genähten Sachen tatsächlich im Einsatz sind und wertgeschätzt werden und nicht verschämt irgendwo in einer Schrankecke verschwinden. Wobei ich das eigentlich ausschließe, da ich vorher immer frage ob Interesse besteht und meist auch ganz gut einschätzen kann ob der/die Empfänger einen Sinn für Handgemachtes haben. Gestern bekam ich ein Foto von dem kleinen Erdenbürger für den ich den letzten Quilt genäht habe und habe nun die Erlaubnis das Bild mit meiner Leserschaft zu teilen.

DSCF5571 (600x800)Ich finde es steht ihm richtig gut.

Halloween-Kinder

In den letzten Tagen las ich hier und da Kritik daran, daß die Kinder in unserem Land den Brauch aus den USA übernommen haben zu Halloween von Tür zu Tür zu ziehen. Ich sehe das ganz entspannt, klar hier ist Reformationstag, sollte man nicht vergessen, aber nichtsdestotrotz habe ich nichts dagegen wenn meine Brut sich mit Freuden verkleidet, anmalen läßt und ein Reim aufsagend nach Süßigkeiten fragt. Solange sie dabei nicht sinnlos Sachen zerstören oder in gefährliche Situationen geraten, alles kein Ding.

So und nach diesen Worten unsere diesjährigen Bilder.

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Das Söhnchen als Vampir, leider ein bischen glitzerig, weil ich das Gesichtsweiß verwechselt habe :)

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Das Tochterkind als Katze, mit Babytochter auf dem Arm, die es sich nehmen lassen wollte mit ins Bild zu schlüpfen.

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Als Neuigkeit gab es dieses Jahr sogar Deko an der Tür. Die Große wollte unbedingt was basteln und draußen anhängen. Ging ich mit ihr zum Kreativmarkt, beriet ein bischen und half später ein wenig beim Basteln. Die grobe Idee und die Umsetzung stammen von ihr.

Das war es schon,  bis zum nächsten Jahr.

10 years (and two some days) after

Nach einem sehr heißer Sommer, geprägt von Vorfreude und Unsicherheit kam am 24.08. vor zehn Jahren unser erstes, unser ungeplantes Wunschkind auf die Welt. Easy as pie , schlich sie sich einfach ein, war wunderbar unkompliziert auszutragen und kam ohne Komplikation recht fix auf die Welt.

Ab dieser Minute war nichts mehr wie es war. Zwei neue Leben begannen, ihres und meines als Mutter.

War ich vorher Referendarin die grad noch Examen geschrieben hatte, Freundin des Mannes und relativ frei in meiner Zeiteinteilung, verantwortlich für mich und mein Wohlergehen, hatte ich, zackbumm, einen neuen Bestimmer.  Das was ich seit Jahren immer wieder als den Kulturschock bezeichne, der Wechsel von selbst- zu total fremdbestimmt. Essen, Duschen, schlafen, sitzen, einkaufen, Kaffee trinken, egal was, fand nur statt wenn es das neue Menschlein zu ließ. Hatte sie hingegen ein Bedürfnis wurde dieses zumeist umgehend gestillt. Im Gegenzug lernte ich eine ganz neue Art von Liebe kennen, die der Mutter, bedingungslos, immerwährend.

Alles was mir bisher wichtig war rückte zunächst in den Hintergrund, es galt die Bedürfnisse, die der neue Menschen sehr vehement kund tat zu befriedigen, sie nicht kaputt zu machen und am Leben zu halten. Ja so krass fühlte sich das an, nur nichts falsch machen, viel Liebe geben und dafür Sorgen, daß ihr Körper und Seele gedeihen.

Mit diesem Einschnitt nahm mein Leben eine komplette Kehrtwendung, das was ich vorhatte wurde durch unser Überraschungsgeschenk eingeschränkt, gebremst. Wie oft zu lesen bewegt mich mein beruflicher Stillstand sehr, aber ich habe es nie bereut dieses Kind ausgetragen und geboren zu haben.

Es gibt kaum Worte für all die Freude die sie bereitet, das Lachen, die Liebe, das Staunen, das Verwirren, das sprachlos daneben stehen und der unbändige Stolz auf diesen wunderbaren Menschen der sie ist.

Ich habe noch weitere Kinder, jedes ist auf seine Art besonders, jedes wird genauso unbändig geliebt, aber keins hat mich, mein Leben so verändert wie dieser Mensch der sich vor fast elf Jahren in meinen Bauch wanzte und vor zehn Jahren greifbar wurde.

Danke mein großer Schatz, daß Du mich zur Mutter gemacht hast, eine wütende, enttäuschte, genervte, ungeduldige, geduldige, nachdenkliche, spontane, alberne, ernste, dumme, schlaue,kümmernde, gerechte, ungerechte, manchmal egoistische, unterstützende, glückliche Mutter mit unendlich Liebe im Herzen für Dich, für Euch.

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Auf eigenen Füßen

Daß die Kleinste schon länger läuft ist dem ein oder anderen bekannt. Da sie aber inzwischen Schuhe besitzt, der Schnee geschmolzen ist und der Regen aufgehört hat, haben wir die Freiluft-Lauf-Saison für eröffnet erklärt. Saison ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort, denn bisher lief sie nur drinnen.

So kam es, daß wir vorgestern zum Abendbrot nochmal schnell zum Bioladen wollten und beschlossen, daß sie die kurze Strecke ja auch laufen kann. Also Schuhe angezogen, runter und laufen lassen. War das aufregend, sie war nur am strahlen und so was von stolz.

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Nach einem kurzen Rundgang gestern sind wir dann heute nur mit dem Buggy (statt Kinderwagen) los und ließen sie auf einem unbefahrenen Platz ordentlich das Leben auf eigenen Füßen außerhalb der Wohnung erkunden.

Wir Eltern waren nach gefühlten zwei Sekunden absolut nicht mehr interessant, eher was dort auf dem Platz passierte. Andere Kinder, auf ihren Beinen, auf Fahrrädern oder Skateboards und natürlich der große Bruder mittendrin.

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Natürlich blieb es nicht beim Gucken, denn so ein Platz muß ja auf eigenen Füßen erobert werden.

IMG_7724Immerhin kam sie doch irgendwann zu uns zurück und mit nach Hause.

 

Vor einer Woche ein Jahr

Kaum zu Glauben aber genau so lange ist es her, daß wir ein weiteres Mal reich beschenkt wurden. Unsere zweite Tochter, unser drittes Kind erblickte das Licht der Welt.

Genauso, wie mich ihre Geburt etwas überrumpelte, genau so überrumpelte mich ihr erster Geburtstag. Beide Male bleib das Gefühl, es sei doch noch nicht so weit.

IMG_0511Und so wurde im Handumdrehen aus diesem kleinen zarten Menschlein, auf dem Bild gerade einen Tag alt, ein immer noch zartes und ebenso bezauberndes nicht mehr so kleines Menschlein.

IMG_7411Beim Geburtstagsfrühstück. Erfreut und fasziniert von ihren Ballons, die traditionsgemäß am Stuhl des jeweiligen Geburtstagskindes festgebunden werden. Der typische verschmitzte Gesichtsausdruck, die Neugierde, die Lebensfreude, die sie immer umgibt.

Ein erfülltes Jahr liegt hinter uns, ein Jahr in dem wir sie kennenlernten, in dem sie uns bezauberte, uns bereicherte und unzählige Male zum Lachen brachte. Wir sind so froh und glücklich, daß sie bei uns ist. Ein kleiner entspannter Sonnenschein mit Einschüben von Dramaqueen, wenn der kleine Kopf nicht oder nicht sofort durchgesetzt werden kann.

IMG_7423Sie ist ein Geschenk an uns; von uns ein Geburtstagsgeschenk für sie.

Halloween

Auch meine Brut ist mit dabei, wenn dieses Jahr die Gruselmonster um Süßes betteln gehen. Quasi Last Minute wurden noch ein paar Requisiten eingekauft und seit kurzem sind sie unterwegs. Hier hat bisher noch niemand geklingelt.

 

Graf Dracula und die Vampirbraut.

Während die Monster geschminkt wurden, schnitzte der Mann noch schnell die Deko.

Die ganze Truppe kurz vor dem Abflug.

Bin gespannt wann sie wieder kommen und ob sie was mitbringen.

Andere haben es anders

Heute im Drogeriemarkt meines Vertrauens hatte ich eine Begegnung, die mich bedrückt zurückließ. Während das Söhnchen zur Ergo war, schlenderte ich mit dem Tochterkind und der Babytochter durchs Viertel, bis letztere lautstark kundtat an dem Wechsel ihrer Windel interessiert zu sein. So landeten wir im Drogeriemarkt.

Auf dem Weg zum Wickeltisch fiel mir schon auf, daß da eine Mutter mit einem sehr kleinen Baby im Arm vor den Babyartikeln rumwunderte. Als ich näher kam bemerkte ich, daß sie sich mit einer Bekannten unterhielt. Während des Wickelns konnte ich nicht überhören, daß sie davon erzählte, daß beim Jugendamt war, da die Vaterschaft eingetragen werden sollte. Fand ich nicht weiter wild, hatten wir, da unverheiratet damals beim ersten Kind auch gemacht. Weiterhin erzählte sie dann, daß der Erzeuger im Amt meinte, er sei ja nicht sicher ob es sein Kind sei, daß sähe im ja gar nicht ähnlich, worauf die Jungmutter wohl mit dem Wunsch, ihn umzuhauen, reagierte. Ok, dann doch keine frische Glückseeligkeit zu dritt, sondern eine alleinerziehende Erstmama. Ich war immer noch am Wickeln, als sie völlig ratlos vor der Milchnahrung rumwunderte und ihrer Bekannten erzählte, das Kind würde nicht mehr satt und sie müsse nun zufüttern. Sie war völlig verunsichert, welche Milchnahrung denn die richtige sei. Mit Blick auf das wirklich noch minikleine Kind wunderte ich mich innerlich, wie man so ein kleines Baby nicht satt bekommen könne, wohlwissend, daß es eben Mütter gibt, die nicht oder nicht gut stillen können.

Das wieder saubere und angezogene Töchterchen rechtfertigte kein weiteres Verweilen am Wickeltisch und so zog ich weiter zu den Nagellacken, denn dem großen Töchterchen hatte ich zugesagt dort mit ihr ein wenig rumzuschauen.

Dieses “ich bekomme mein Baby nicht satt” ließ mich aber nicht los. Mein latentes Missionierungsbedürfnis bezüglich Stillen auch nicht. Aber mir war auch bewußt, daß man anderen Mamas nicht reinredet, ungefragt.

Es ist nicht so, daß ich mich in irgendeiner Weise als Expertin für Stillen und Babyernährung sehe. Beileibe nicht. Aber zu präsent ist mir die erste Zeit mit dem ersten Kind in Erinnerung. An ein Baby, das zögerlich zunahm, was mich oft an der Qualität meiner Milch zweifeln ließ. Ein Baby, bei dem ich weinend bei der Kinderärztin saß, weil ich dachte, meine Milch reiche nicht, sei schlecht, ich müsse zufüttern. Ich hatte das große Glück, eine sehr gute und gelassene Kinderärztin zu haben und eine eben so gute Stillberaterin zu kennen. Diese halfen mir über die Zweifel, ermutigten mich weiter zu machen und hatten trotzdem immer als erstes das Wohlergehen des Kindes im Blick und nicht das dogmatische “aber eine gute Mutter stillt”. Deren Erfahrung, Ruhe und Hilfestellungen halfen mir sehr, auch später als das Kind keine Beikost wollte und insgesamt wenig aß und dafür um so mehr stillen wollte. Vor diesem Hintergrund berühren mich immer wieder Mütter, die meinen sie, können nicht stillen oder die Milch reiche nicht. Aus Erfahrung weiß ich nun, daß das selten so ist und es einfach oft nur Hilfestellungen von erfahrener Stelle braucht, um weiter machen zu können, wenn man das will. Aber oft gibt es eben wenig bis keine Hilfestellung und dann kommt mein Helferchen-Gen ins Spiel und möchte am liebsten alles Wissen aus drei Stillzeiten abspulen um der “armen Mama” zu helfen (ob die das nun will oder nicht).

Ich riss mich jedenfalls zusammen, ging meiner Wege in dem Laden plauderte mit Töchterchen, bis mir die Erstmama wieder über den Weg lief. Dabei erhaschte ich den ersten richtigen Blick auf das Babygesicht und es war noch kleiner als miniklein. Da war meine Selbstbeherrschung dann schon fast vorbei, ich schaffte es aber noch nur freundlich zu fragen wie alt die Lütte denn sei, zwei Wochen war die Antwort.

Auf dem Weg zur Kasse ratterte mein Hirn, zwei Wochen, die Zeit des Erwachens, die Zeit eines Schubes, die Zeit in der Babys mehr und mehr trinken, die Zeit in der man denkt sie werden nicht satt weil sie öfter trinken, hat ihr das niemand gesagt, wieso sagt ihr das niemand, wieso hilft ihr niemand, sie muß doch nur nach Bedarf immer wieder anlegen, blablabla.

An der Kasse war es dann vorbei mit meiner Wohlerzogenheit und ich erklärte der vor mir stehenden Mutter, daß es normal sei, daß Babys mit zwei Wochen unglaublich Hunger haben. Total bemüht, nicht so ne Allescheckernummer abzuziehen. Was mich dann wirklich umhaute war, daß die Mutter sagte, das Baby hätte heute noch nichts gegessen, es war 16.30 Uhr, und daß es die letzten Tage ein wenig Diät gemacht hätte, denn sie hätte ja nicht genug Milch, aber nun würde sie dem Kind ja was zu essen geben.

Innerlich klappte mir die Kinnlade runter und ich bekam sofort Mitleid mit dem immer noch schlafenden Bündel in ihrem Arm (Und auch mit ihr). Ich fragte mich, wie das sein kann, dass man ein Baby zwei Tage nicht ausreichend ernährt? Ob sie keine Hebamme habe und ob sie, da sie wohl allein erziehend, niemand sonst habe, der ihr zur Seite steht. Wie kann das, wie geht das?

Natürlich kann es gut sein, daß sie an dem Tag die Hebamme sah, die ihr sagte sie müsse jetzt was unternehmen (aber warum wußte sie dann nicht welche Nahrung sie kaufen soll), es kann auch gut sein, daß sie nicht genug Milch produziert, es kann sein, daß sie Eltern und Freunde hat, die ihr unter die Arme greifen. Aber in dem Moment hatte ich nur das Bild der sich tapfer haltenden (so wirkte sie) völlig unerfahrenen Mutter, die sich irgendwie bemüht das mit dem Baby hinzubekommen, aber es irgendwie nicht schafft. Ich hoffe wirklich, sie hat die Unterstützung, die sie braucht. ich wünsche dem Baby, daß es sich gut umsorgt und geliebt fühlt.

Nachdenklich ging ich nach dem Bezahlen meiner Wege und bin immer noch froh, daß ich in schwierigen Situationen fast immer Hilfe hatte oder wußte wo ich sie erhalten konnte.

Kinderkram

Die lieben Kleinen, sind manchmal gar nicht mehr so klein und egal wie groß oder klein sie sind, sie nehmen doch gerne viel Zeit in Anspruch. Das ist auch ein Grund wieso es hier so still war. Eigentlich hätte jedes der drei Prachtexemplare aus gegebenem Anlaß einen eigenen Eintrag verdient gehabt, aber da nun schon einige Zeit verstrichen ist, werde ich das Neuste in diesem Artikel zusammenfassen.

K2
Das Söhnchen ist seit Anfang August ein Schulkind. Höchste Zeit wie ich finde, der braucht einfach mehr Anreiz und Arbeit für seinen Kopf. So richtig es war ihm statt Vorschule ein weiteres Jahr Kindergartenspielzeit zu gönne, so nötig war nun der Wechsel in die Schule. Bisher geht er gerne hin, erzählt auch mal was, macht Hausaufgaben halbwegs zuverlässig und viel mehr weiß ich noch nicht. Es steht aber ein Lehrergespräch auf dem Zettel, da werden wir mehr erfahren. Die Einschulung der Großen war viel emotionaler für mich, wahrscheinlich weil ich das erste Kind, mein Baby los schickte. Diesmal war es gefühlt schon Routine und das was ich ihm mit auf dem Weg geben wollte entspricht dem, was ich auch dem Tochterkind gewünscht habe. Darum kann ich guten Gewissens auf den Eintrag von damals verlinken.

Wie auch schon bei der Großen habe ich auch diesmal die Schultüte selber gebastelt, auch wenn der Mann meinte das tue nicht Not. Der Sohn fand es aber wichtig und ich meinte, wenn einer selbstgemacht bekommt, dann auch der andere. Große Motivation hatte ich zwar nicht, zwischendurch war ich kurz davor alles hinzuwerfen, im Endeffekt war ich dann aber doch voll dabei und zufrieden mit dem Ergebnis.

K1
Mein erstes Baby, mein immerwährendes Baby, meine inzwischen so große und oft selbständige Tochter. Genau dieses Kind, ist Ende August 9 Jahre alt geworden. In Worten NEUN. Ich verstehe ich inzwischen den Spruch “Wo ist nur die Zeit geblieben” immer besser. Ich habe eine neunjährige Viertklässlerin, wie kann das sein. Aber nun zu ihr. Der Beginn des neuen Schuljahres war für unspektakulär, einzig die Aussicht auf die Klassenfahrt Ende September sorgt für eine Aufregung.  Wir haben ihr eingeschärft, daß sie dieses Schuljahr etwas konzentrierter arbeiten muß, denn obwohl sie ein schlaues Mädchen ist, verschusselt sie gerne und ist nicht immer so aufmerksam bei der Sache wie es notwendig wäre um die ihr angemessene Leistung auch zu bringen. Wenn sie aber die freie Auswahl an weiterführenden Schulen haben möchte, dann muß sich das nunmal auch in ihren Noten wiederspiegeln. Noch sind wir alle halbwegs entspannt, ich hoffe das bleibt so und es kommt nicht im Laufe des Schuljahres zu größeren Auseinandersetzungen bezüglich der Noten/ des Zeugnisses. Und nein wir sind nicht überehrgeizig, sie selbst möchte gut sein, aber oft eben sich nicht so richtig anstrengen.

Zum Geburtstag bekam sie eine eigenen richtige Kamera geschenkt und war total begeistert (ich wiederum, da wir damit erstmal den Wunsch nach einem Smartphone abfedern konnten). Die ersten Tage sah man sie eigentlich nur hinter der Linse, sie fotografierte so ziemlich alles was sich nicht wehrte. Jetzt ist es nicht mehr lang bis zur Klassenfahrt und ich bin gespannt was sie für Bilder mitbringt.

Das ist jetzt kein Beautyshot, aber zeigt meine durchaus quatschige Tochter recht genau. Schicke Brille wie eine Große, Grimasse wie ein eher kleine. (Außerdem bin ich etwas vorsichtig geworden was Bilder von ihr angeht, da obskure Suchanfragen  auf dem Blog auftauchten.) Man merkt, daß das Kind langsam auf der Schwelle zum Teenager steht, aber noch sehr hin- und hergerissen ist. An einem Tag anziehen wollen wie ein verhinderter Popstar, am anderen eher kindliche Verhaltensweisen. Nunja da müssen wir jetzt alle durch.

K3
Meine kleinste, die ihrem in der Schwangerschaft verpaßten Spitznamen Rockerbaby alle Ehre macht. Ich nenne sie inzwischen das Turbobaby. Nachdem sie im Urlaub mit grad fünf Monaten meinte in den Vierfüßler gehen zu müssen und kurz danach ihre Methoden austestete vorwärts zu “morphen” ist sie mit sechs Monaten vorsichtig am Krabbeln üben gewesen. Morgen wird sie schon sieben Monate (waaah?) und sie krabbelt seit einer guten Woche recht flüssig und wird jeden Tag schneller und sicherer. Ebenso sitzt sie seit ein zwei Wochen frei, voher noch aus dem Vierfüßler abgestützt und neuerdings zieht sie sich an allem hoch und steht da rum. Nebenbei hat sie vor zwei Wochen zwei Zähnchen rausgedrückt. Den familiären Magen/Darm Infekt hat sie halbwegs übersprungen, dafür aber den brüderlichen Schnupfen aufgegriffen und an mich weiter gegeben. Weil das Leben so aufregend ist momentan stillt sie auch mehr. Die Einführung von Beikost war noch nicht so erfolgreich, sie quittiert jeglichen Versuch mit Würgen und Ablehnung. Auf Anraten der Hebamme haben wir nun mal Getreide-Milchbrei probiert, ein bischen besser geht der schon und wir bleiben dran. Körperlich ist sie immer noch auf der zarten Seite, aber der Kinderarzt war bei der U5 zufrieden und meint sie liegt auf den Kurven in der Mitte. Ansonsten ist sie immer noch weitestgehend das fröhliche entspannte Baby was sie schon immer war, genervt allerdings wenn sie nicht bekommt/kann was sie will und zusätzlich dezimiert sie gerade ihr Schlafbedürfnis.

Wache Strahleaugen und wer genau hinschaut, der sieht auch die zwei Zähnchen.

Das war es jetzt erstmal im Großen und Ganzen, ich hab bestimmt irgendwas vergessen, aber für einen Überblick sollte es genug sein.

 

Die Wurfprämie – oder so

Seid ich denken kann erinner ich mich daran, daß meine Mutter zur Geburt ihrer zwei Kinder von meinem Vater eine Perlenkette geschenkt bekam. Für mich eine weiße, für meinen Bruder eine grüne. Deshalb setzte sich bei mir im Hinterkopf fest, daß die Mutter zur Geburt eines Kindes ein Geschenk zu bekommen hat bekommt. Man könnte zwar argumentieren, das größte Geschenk sei doch das neue Leben, aber, so ein Geschenk zu so einem schönen Anlaß hat ja auch was.

Zu der Geburt unseres ersten Kindes bekam ich eine praktische Wickeltasche mit lauter Alltagsdingen für das neue Baby. Nett gedacht, aber irgendwie ja nix für mich. Trotzdem nutzte ich die Tasche recht lang, es war ja auch der Gedanke der zählt.

Zur Geburt vom Sohn bekam ich auch irgendwas, so Schnickeldi, ein kleines filzgebundenes Fotoalbum und an den Rest erinner ich mich nicht mehr so genau. Es hatte als keinen tiefen Eindruck hinterlassen.

Da man nicht immer stumm erwarten soll, sondern auch mal sagen kann, was man sich so sehr wünscht, machte ich dem Mann und Kindsvater diesmal recht deutlich klar, daß ich zur Geburt unseres dritten Wunders gerne ein Schmuckstück, einen Ring hätte.

Wir schauten ein bischen rum, ich fand alles nullachtfuffzehn oder zu teuer und landeten dann bei dieser Goldschmiedin. Die angebotenen Ringe auf der Website gefielen mir schon recht gut, aber _der_ Ring war nicht dabei. Also entwarfen wir einen gemeinsam, der den gleichen Stein wie in meiner Halskette erhalten sollte. Nach dem Eintreffen des Steines vervollständigten wir den Auftrag und es hieß warten. Da ich mir gewünscht hatte, daß alle Namen meiner unserer Kinder in den Ring graviert werden, dauerte es ein bischen länger, aber nun ist er fertig und bei mir. Ich präsentiere hiermit also meine Wurfprämie (so nennt meine gute Freundin Katja die Geschenke zur Geburt ihrer Söhne)

Es ist nicht nur ein schöner Ring mit einem Topaz, nein er kommt auch in einer äußerst hübschen Verpackung.

Und auf Wunsch einer einzelnen Dame auch ein Bild an der Hand.

Ist er nicht toll geworden?