Archiv der Kategorie: Einfach nur schön

Geburtstagskind

IMG_8479Kaum zu glauben, aber wahr, unser kleinster Sonnenschein wurde gestern zwei. Hier noch im Nachthemd beim Geburtstagsfrühstück mit den Eltern.

Die große Überwindung – Ich hab die Zähne schön.

Zahnärzte und ich, das ist eine Story mit vielen Kapiteln. Im Laufe meines Lebens habe ich schon so einige kennen gelernt, mal mehr mal weniger gute. In meiner Kindheit gab es einen bei uns im Dorf, ich erinnere mich nur schwach, aber der war gruselig. Danach eine andere Ärztin, die immer zuviel roten Lippenstift trug und den auf den Zähnen hatte. Später den Zahnarzt meines Vaters, daran anschließend dessen jungen Kollegen der sich später selbständig machte und dem ich folgte, einen im Studium, einen im Rheinland. Eines war allen gemeinsam, ich ging nie gerne hin. Gut, wer geht schon gerne zum Zahnarzt, die wenigsten die ich kenne.

Nicht gerne hingehen trifft es bei mir aber nicht, ich sterbe tausend Tode wenn ich da hin muß und weiß da muß etwas gemacht werden. Mein Körper wirft die lustigsten Symptome raus, mein Puls rast, ich schwitze und ab und an breche ich vor Anspannung in Tränen aus. Irgendeinen der Zahnärzte begrüßte ich mal mit den Worten “Ich hasse Zahnärzte”, Gott sei Dank wurde ich trotzdem nett behandelt.  Immer kurz bevor irgendwas unwiderbringlich hinüber war raffte ich mich zusammen und ließ es behandeln. Mal mehr mal weniger Vertrauen in den Arzt habend, aber ich hab alles überlebt. Die letzte fiese Geschichte war eine entzündete Zahnwurzel mitten im Urlaub die mir eine dicke Backe brachte und anschließend den Verlust des Zahnes.

Seit wir hier zurück ins unserer Heimat sind habe ich natürlich auch einen Zahnarzt. Ich wähle die ja immer recht pragmatisch aus, ist nicht weit weg, kann man angucken, hat ne Website die brauchbar ist. Da die ersten Besuche dort ok waren ging ich auch immer wieder hin, meist mit kleinerem Kram. Seit irgendwann vor der Schwangerschaft mit der Babytochter war aber klar, da ist so einiges im Argen, was gemacht werden muß, nicht sofort aber absehbar. Das klang aber so umfangreich und beängstigend, daß ich froh war, es wegen der Schwangerschaft und dann Minibaby vor mir herschieben zu können.

Diesen Spätsommer im Anfall von Größenwahn  während ich mal wieder mit einem Kinder wegen irgendwas dort war, und in dem Bewußtsein, wenn ich das jetzt nicht angehe wird es wirklich schlimm machte ich den ersten Termin für die Sanierung. Nur nicht zu weit im Voraus, daß ich den wieder absagen konnte. Mit ein wenig Gejammer auf twitter und recht feuchten Händen, Puls wie ne Dampflock und kleinlaut trabte ich dann brav dorthin. Die Helferin wußte schon Bescheid, daß ich, wie sie sagte “ein wenig nervös” bin (haha, leicht untertrieben) und manövrierte mich in den Stuhl. Dann drei Stunden Abdrücke, Vorbereitungen, Abschleifen der Zähne und son Krempel, ich glaube auf Zahnarztdeutsch heißt das Prep. Türlich weiß mein Doc auch, daß ich nicht wirklich entspannt bin bei der Behandlung und hatte dementsprechend Zeit eingeplant und arbeitete zügig und ruhig, immer im Auge ob ich mal Pause brauche und plauderte mich ein wenig aus der Angst raus. Die Helferin war super fürsorglich, tätschelte mir ab und an den Arm und ich überlebte es tatsächlich. Sprang nicht panisch auf, brüllte niemanden an oder biß in irgendwelche Finger. Nach fünf geschliffenen Zähnen hatte ich kein Bock mehr, war aber merklich ruhiger und nahm den sechsten Abschliff, der kein richtiger, da alte Krone, auch noch mit. Wissend, daß das schlimmste hinter mir lag verließ ich nach der Zeit die Praxis und wartete etwas stolz auf das Abklingen der Betäubung.

Es folgte das Einsetzen der sechs Kronen, was sich auf zwei Termine verteilte und dann sollten noch mal 1,5 Zähne gemacht werden. Obwohl ich wußte, daß das nicht mehr so arg werden kann, war mir am Morgen des Termins blümeranter als vorm ersten Abschleifen. Naja auch das ging in guter Teamwork von Praxisteam und mir vorbei. Inzwischen sind auch diese Zähne fertig, sprich die Kronen eingesetzt und ich bin durch. FERTIG.

Ich schreib das deswegen so detailliert auf, weil es mir verdammt schwer gefallen ist das machen zu lassen, weil jede Faser in meinem Körper sich sträubte und ich am liebsten vor der Praxistür sofort umgedreht wäre. Weil ich im Stuhl einige Male mit aufkommender Panik zu kämpfen hatte und das trotzdem gemacht habe. Weil ich das mit mir ausgefochten und durchgestanden habe. Weil ich mich überwunden habe und der blöden Zahnarztangst sowas wie den Finger gezeigt habe. Nicht, daß ich da jetzt gerne hingehe, aber es ist jetzt ein bischen einfacher, auch wenn ich mich bestimmt nie gerne und freudig in den Stuhl begeben werde. Ich schreibe das auch deswegen auf, weil ich dem Praxisteam dankbar bin, daß sie meine Angst ernst aber nicht zu ernst genommen haben. Daß sie mich da durch gebracht haben und ich jetzt wieder breit grinsen kann. Zumindest meint das der Doc, ich grinse aber nicht gerne breit und außerdem, Hauptsache heile, sind doch nur Zähne ;) Ich schreib das auch auf um Mut zu machen, denen die auch so Angst haben, daß es besser wird, daß die richtige Praxis Gold wert ist und daß es immer noch angenehmer ist das durchzustehen als irgendwann schwarze Zähne zu haben.

Letzendlich wollte ich aber nur sagen, ich bin verdammt stolz auf mich und hab die Zähne wieder schön.

Eine Hütte für mich alleine

In den End-Siebzigern, Anfang der Achtziger Jahre, kurz vor der Trennung meiner Eltern fing meine Mutter ihre persönliche Emanzipation an. Immer mehr Frauenliteratur lag bei uns rum. An einige erinnere ich mich und ein Titel ist mir, neben Häutungen, immer im Kopf geblieben. “Eine Hütte für mich alleine”, genau diese Ausgabe lag bei uns zu Hause rum.

Ich denke nicht, daß dieses Buch ursächlich ist für mein Bedürfnis ein eigenes Zimmer zu haben, aber als mein kleines Büro/Nähzimmer neulich umgestaltet wurde, kam mir immer wieder dieser Buchtitel in den Sinn.

Ich habe das Privileg gehabt ab dem Alter von fünf Jahren ein eigenes Zimmer zu haben. Ich bin als ich auszog in ein Studentenwohnheim gezogen und hatte dort meinen eigenen Raum, ich bin nach knapp sieben Jahren in das Wohnheim des Mannes gezogen und hatte dort auch meinen eigenen Raum. Als wir danach die erste gemeinsame Wohnung bezogen bestand ich auch dort auf mein eigenes Reich. Weder kam mir das wie eine reguläre Erwachsenenwohnung vor (nach gut 25 Jahren mit eigenem Zimmer plötzlich keins mehr zu haben kam mir auch seltsam vor), noch konnte ich die Hälfte der Miete bezahlen. Ich wollte das proportional zur Mietzahlung  gerecht aufteilen, er zwei Räume ich einen Raum. Außerdem wußte ich, daß ich zum einen mehr zu Hause arbeiten/lernen werde, zum anderen wollte ich meine Sachen um mich rum haben und sie nicht in seinem Chaos verschwinden lassen. (mein Chaos ist ein ganz anderes und nie so unordentlich wie seins :))

Irgendwann kam das erste Kind, wir hatten inzwischen ein gemeinsames Schlafzimmer, aber mein Zimmer blieb und ich teilte es mit dem Tochterkind, zumindest ihrem Spielzeug und Wickeltisch. Ein weiteres Kind kündigte sich an und wir zogen aus anderen Gründen in eine neue Wohnung in eine neue Stadt.

Auch in der neuen Wohnung bestand ich auf mein Zimmer. Meinen Ort, meine Sachen, mein Rückzugsort. Interessanterweise nutze ich diesen Raum dann aber kaum, mit dann zwei Kindern war nicht viel Zeit für Rückzug, ich hatte aus Widerwillen gegen den Umzug den Raum kaum eingerichtet und im Grunde standen dann dort nur meine Sachen und ab und an nähte ich dort.

Nach dem Zwischenspiel in der ungeliebten Stadt ging es zurück in die Heimat und wir suchten erneut eine Wohnung, wieder war es mir unglaublich wichtig meine Sachen gebündelt an einem Ort zu haben, mich dort in meine Sachen zurückziehen zu können. Das bitte nicht falsch verstehen, ich habe inzwischen drei Kinder, Familie, ich liebe sie, ich möchte sie nicht missen. Aber genau wie der Beruf des Mannes sich Raum in meinem Leben nimmt, so nehmen die Kinder (und die Familie) noch mehr Raum von mir. Erst in meinem Körper, dann in meinem Leben. Ich bin zu großen Teilen fremdbestimmt, alle Orte um mich herum sind besetzt. Der Mann hat wenigstens immer ein Büro für sein erwachsenes selbst, einen Rückzugsort, wenn auch nicht unbedingt zur Entspannung. Mir bleibt die Wohnung, die aber eben von allen anderen auch genutzt wird. Also kurz gesagt, in der neuen Wohnung reklamierte ich das ehemalige Mädchenzimmer mit seinen knapp sechs Quadratmetern für mich. Inzwischen nähte ich mehr, brauchte einen Platz für die Nähmaschine, für meine Wolle und meine Fotos, Briefe und natürlich auch meine Studienunterlagen, denn bei Einzug stand die Vollendung des Examens noch aus. Und vor das Examen ist nunmal das Lernen angesetzt.

So wurde das Minizimmer mit den Möbeln die irgendwie über waren vollgestellt, eine provisorische nicht besonders große Tischplatte eingebaut und ich nutzte den Raum zum Lernen und später zum Nähen an dem alten Schätzchen, Papierkram machen, während des Minijobs zum Arbeiten oder einfach zum Musik hören. Letztes Jahr dann zog meine neue Nähmaschine ein, für die gab es im Zimmer kein Platz, deswegen lebte sie erstmal auf dem Eßtisch. Im übrigen war mein Stoffvorrat inzwischen gewachsen und belegten die Wohnung, auch dort wo der Platz eigentlich für anderes gebraucht wurde.

Im Herbst bekam ich dann die Idee, daß in das kleine Zimmer mehr Stauraum muß, daß ich eine andere Arbeitsplatte brauche um die Nähmaschine vom Eßtisch zu entfernen und daß der Fußboden sowieso schrecklich ist.

Exemplarisch mal zwei Bilder, die, das muß ich zu meiner Verteidigung sagen, noch während des Ausräumens enstanden, da es sonst nicht ganz so rümppelig war.

IMG_0646Der Blick von der Tür zum Schreibtisch, links das zu tiefe aber zu niedrige alte Regal, rechts an der Wand zwei kleine Billy Regale.

IMG_0642Der Blick durch die Tür auf die gegenüberliegende Wand, die Nähmaschine in ihrem Schränkchen stand immer da, nur die Kisten davor nicht, die wurden nur beim Rumräumen da abgestellt. Man beachte diesen schrecklichen Plastikfußboden.

Ich überlegt also hin und her, hob den Boden an um zu sehen ob vielleicht doch Holz drunter sein, fand aber aber nur eine weitere PVC Schicht. Recherchierte und befand, daß ich einen Linoleum Boden wollte. Um genauer zu sein, nicht einfach irgendeinen, sondern den im Klicksystem zu verlegenden von Meister, die gibt es in so vielen schönen Farben, sind recht einfach einzubringen und haben ein bischen Trittschallkaschierung dabei. Also Muster angefordert, nochmal und nochmal, bis ich mich für eine Farbe entschieden hatte. X-mal versucht das winkelige Zimmer auszumessen, hin und her gerechnet und dann beschlossen, den will ich. Die Entscheidung für das Regal war schwieriger, die Stimme der Vernunft aka DoP schlug Ivar vor, da man es gut anpassen kann. Irgendwie hatte ich trotz aller Vernunft keine rechte Lust das wieder anzuschaffen, nachdem wir unseren Bestand im Zuge diverser Umzüge auf null dezimiert hatten. So wanderte ich durch Möbelläden, suchte im Netz und schaute mir so das ein oder andere System an. Fündig wurde ich dann bei Holzconnection. Mehrere Besuche, wieder hin und her gerechnet. Mit dem Mann gesprochen, Zeichnungen angefertigt, Oberflächen überlegt und keine Lösung gefunden die ich bezahlbar fand. Immerhin hatte ich anfänglich gesagt, dass man mit 500€ doch gut was schaffen könne. Diesen Betrag erreichte ich aber schon fast mit dem Fußboden, wenn ich den kleinen Vorflur mitmachen lassen wollte.

Und dann war da noch die Arbeitsplatte, L-förmig sollte sie werden, damit ich die Nähmaschine da hinstellen kann und trotzdem die Arbeitsfläche frei habe. Ein sehr netter Besuch im Bauhaus war zwar aufschlußreich, aber mit Lieferung, Oberflächenbearbeitung, Fräsen und ähnlichem war die eigentlich günstige Arbeitsplatte gar nicht mehr so günstig.

Im Laufe des Prozesses, nachdem ich wiederholt versuchte den Mann in die Entscheidung mit einzubeziehen und seine Meinung zu bekommen sagte er entnervt, ich solle jetzt mal die Summe X in die Hand nehmen, die Platte und das Regal einheitlich gestalten, sprich von Holzconnection machen lassen und gut sei.

Also berechnete ich neu, entschied nochmal um, besuchte wiederholt den netten Fillialleiter bei HC und traf eine Entscheidung. Gegen Nußbaumanleimer, da die Platte in gleichem Holz zu teuer werden würde und für Buche.

Im Dezember dann der große Tag, ich nahm meine Zeichnungen, die Verkaufsgesprächnotizen und bestellte die Möbel. Im Januar entschied ich, daß der Boden braun wird, auch auf das Risiko hin, daß dadurch der Raum zu dunkel werden könnte, und bestellte diesen auch.

Im Februar war es dann so weit, die Lieferung sollte Mitte des Monats erfolgen. Also suchte ich mir einen Handwerker für die Bodenverlegung und machte den Montagetermin für die Möbel fest. Zeitgleich wollte die Große noch eine Faschingsfeier machen und das Baby seinen ersten Geburtstag feiern. Alles auf einmal ist mal wieder typisch für mich/uns.

Am Abend vor dem Montagetermin für den Fußboden sagte mir der Fußbodenleger ab und war nicht mehr erreichbar, und das obwohl am übernächsten Tag die Möbel kommen sollten, ich die Wohnung mit all dem Kram aus dem Zimmer vollgestellt hatte und überhaupt endlich mal wieder nähen wollte. Irgendwie schaffte ich es dann einen anderen Bodenleger einen Tag später zu bekommen und die Möbelaufbauer sagten dann eh den ursprünglichen Termin ab. Also gab es Freitags Boden und Montags die Möbel. Ich hätte zwar gerne das Wochenende zum Einräumen gehabt, aber nun gut.

IMG_0683 Man erkennt, wie der Raum schon durch den neuen Boden gewann. (Es mußten drei Schichten bzw zwei Schichten alter Boden rausgerissen werden!)

Dann kamen endlich die Möbel und der Raum war nach deren Aufbau plötzlich ein ganz anderer.IMG_0708

Dann folgte das Einrichten, das Zurückschleppen meiner Sachen in das Zimmer, das Aufstellen der Nähmaschine und dank des Rumgenöles der Düsseldorferin das Dekorieren. Zusätzlich hatte meine Mutter in der Woche des Umbaus noch gemeint sie wolle ihren Sesse loswerden, also blieb noch die Überlegung wie der da reinpaßt. Ich hatte im Vorfeld schon gedacht, daß an die Stelle wo die alte Nähmaschine stand eine Sitzgelegenheit hinsollte, damit man da auch mal lesen oder so kann, fand aber bis dato nix passendes.

Lange Rede kurzer Sinn, der meiste Kram ist zurück in dem Raum, es ist ein bischen dekoriert,  vernachlässigen wir mal die Tatsache, daß ein bischen Krempel in der Wohnung rumsteht und schauen lieber wie das Resultat der monatelangen Planungs- und Wartezeit aussieht.

IMG_7670Der Blick von der Tür zu meinem Arbeitsplatz

IMG_7671Der Schenkel der Arbeitsplatte auf dem sonst die Nähmaschine steht, dort unter der Lampe. Die Tüten liegen auf dem Fußhocker vom Sessel auf einem Stapel angefangener Nähsachen.

IMG_7672Der Blick von der Arbeitsplatte zum Regal, die Kartonagen werden noch ausgewechselt, wenn mein Bruder mir endlich welche gebaut hat. Die Stehsammler sind schon neu. Man sieht vielleicht wie die alte Nähmaschine in ihrem Schränkchen nun in das Regal geschoben wird.

IMG_7673Der Blick von der Arbeitsplatte auf die andere Wandseite, den Sessel und die Tür.

IMG_0782Und extra für die Düsseldorferin nochmal die dekorierte Fensteransicht. :)

Auch wenn es in dem Raum gerade etwas kramig ist, ich bin mitten in zwei Projekten, ist er jetzt luftiger und wesentlich ruhiger als vorher, regelrecht gemütlich würde ich sagen. Zumindest so gemütlich, daß plötzlich der Rest der Familie ständig meint sich in diesem Raum aufhalten zu müssen. Der Mann meint das sei jetzt sein Arbeitsplatz wenn er daheim etwas arbeiten muß, die Kinder meinen wechselweise es sei ihr Leseort, Toberaum oder Hausaufgabenplatz, wenn sie nicht eh zu dritt meinen bei mir sein zu müssen wenn ich mich dort zurück ziehe. Ich hab zwar den relativ teuren Umbau damit gerechtfertigt, daß die anderen meinen Raum auch mal nutzen dürfen wenn sie es brauchen, aber das Betonung lag auf mal und meinen.

Aber es ist nunmal so wie es ist und im Grunde zählt nur, daß mir das Endergebnis sehr gut gefällt und die kleinen Baustellen die es noch hat, werden im Laufe der Zeit noch verschwinden.

Mein Sofa

Als ich noch klein und kein Scheidungskind war, fuhr ich öfter mit meinen Eltern zu meiner Oma mütterlicherseits. Die wohnte in Hessen. Das Untergeschoß eines Mehrfamilienhauses war ihr zu Hause. Zu ihrer Hochparterrewohnung gehörte auch ein recht großer Garten in dem unter anderem mit die ersten Laufbilder von mir entstanden.

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In den Garten kam man durch die Tür des Wohnzimmers. Wortwörtlich dem Wohnzimmer, denn dort spielte sich, außer in der Küche, das Leben bei Oma ab. Die gute Stube die sich dem Wohnzimmer anschloß wurde weniger genutzt. Im Wohnzimmer stand der Fernseher, der runde Eßtisch und eben das Sofa.

Dort saß ich wenn wir dort waren, immer in der Mitte, denn ich war ja noch ne halbe Person und die anderen Erwachsenen, Eltern, Tanten/Onkel sollten auch irgendwo sitzen. Wenn wir zu Besuch waren schlief meine Oma auf dem Sofa und gab ihr Ehebett einem der anwesenden Paare. Morgens saß sie dann am Eßtisch, mit ihrem kleinen Standspiegel und ihrem Styroporkopf, vielen Haarnadeln und machte sich ihre Perücke zurecht. Gerne saß ich dabei auf dem Sofa und schaute zu.

Häufigster Grund auf dem Sofa zu sitzen waren jedoch die Mahlzeiten. Frühstück, Kaffee trinken (mit ihrem leckeren Schmandkuchen), Abendbrot (mit ebenfalls leckerem hessischem Brot und Wurscht). Und so lange ich mich erinnern konnte trank ich bei Oma immer Caro aus der roten Kunststofftasse mit der schwarzen Katze die eine gelbe Schleife um den Hals hatte. Leider ging diese Tasse bei dem letzten Umzug meiner Oma vor ihrem Tod verloren.

Wie dem auch sei, ich habe viele Erinnerungen mit um und an das Sofa und Bilder im Kopf wie irgendwer aus der Familie dort mit oder ohne mir sitzt. Bilder die auch im Fotoalbum sind, leider erkennt man da von dem Sofa nicht viel.

Nach dem meine Oma verstarb landete das Sofa samt Tisch und Stühle bei meiner Mutter. Irgendwann trennte sie sich von dem Tisch und den Stühlen und 2005 gab sie das Sofa an mich weiter. Sie hatte es zwischenzeitlich mit einem pflegeleichten, eher nicht so hübschen Stoff beziehen lassen. Das störte mich erstmal nicht, hatte ich doch jetzt das Familiensofa. Nachdem ich zuvor nur meine alte Studentenmatratze hatte, war es purer Luxus nun ein Sofa “für mich alleine” zu haben.

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Es wurde die Kommandozentrale, auf der ich saß, strickte, mein erstes Kind beaufsichtigte, den positiven Test für Kind 2 abwartete, am Rechner saß und die Familie organisiert. Nach dem Umzug ins Rheinland saß ich oft traurig auf dem Sofa und hatte Heimweh. Die Wehen zu Kind 2 veratmete ich auf dem Sofa. Kehrte mit Söhnchen zu diesem Sofa zurück, der sein Stillkissen dort platziert bekam. Saß plötzlich mit zwei Kindern auf dem Sofa. Kehrte mit dem Sofa nach Hamburg zurück. Verweigerte eine Auslagerung in die Diele, weil es doch schon so abgeranzt sei. Nutzte es weiter als mütterliche Kommandozentrale. Nutzte es während der Examenslernerei als Entspannungsort, las Stellenanzeigen, Absagen,brütete das dritte Kind in meinem Bauch, bis ich auch die Wehen zu Kind 3 dort veratmete und mit der Babytochter aus dem Krankenhaus zurück kam. Wieder ein Kind das sein Stillkissennest auf dem Sofa gerichtet bekam.

Ich hab schon viel mit dem Sofa erlebt. Es ist mein Herzensmöbel. Nur einen Wunsch konnte ich mir lange nicht erfüllen, den Bezug austauschen und das gute Stück aufarbeiten lassen. Immer wenn es schien, es würde finanziell passen kam doch etwas dazwischen. Bis jetzt.

Im November begann ich die Planung. Suchte mir einen Polsterer und einen Stoff. Die Stoffsucherei dauerte ein bischen, ich entschied mich dann für ein entschiedenes Himbeerrot. Das Sofa wurde abgeholt und ich verfiel  zur großen Freude des Nachwuchses nochmal ein bischen ins Studentenleben zurück, als statt des Sofas eine Matratze samt Kissen ins Wohnzimmer zog.

Kurz vor Weihnachten kam mein Schätzchen zurück und ich war erstmal etwas geblendet von der Farbe, doch inzwischen bin ich begeistert und freu mich immer noch sehr, daß ich es endlich geschafft habe das gute Stück aufarbeiten zu lassen.

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Ich hoffe im neuen Gewand wird es mir/uns noch viele Jahre Freude machen. Laut Polsterer hat es zumindest eine hervorragende Qualität, die heute so nicht mehr zu erreichen ist.

Nach langer Zeit mal wieder – Deutsche Handarbeitsmagazine gekauft

[Warnung: eigentlich wollte ich nur kurz etwas zu zwei Heften schreiben, die ich neulich erworben habe, um meine Kritik besser zu verstehen habe ich voweg meinen Anspruch und woher der kommt aufgeschrieben, wem das zu lang ist, der scrollt einfach runter, dorthin wo die Bilder sind.]

Ich liebe Magazine, Illustrierte, wie man früher sagte, und ich liebe Handarbeiten. Als ich noch jung war, hab ich mir regelmäßig die Verena gekauft, hab ungeachtet von Maschenprobe, Garnstärke oder was auch immer, munter Modelle nachgestrickt und jedes Heft brav aufgehoben. Da ich ja gerne mal jeden Mist ausprobiere, gab es auch noch andere Hefte, zum Basteln, Häkeln oder was weiß ich. Irgendwann flogen fast alle Ausgaben weg, es entsprach nicht mehr meinem Geschmack und Stricken/Häkeln war mir nicht mehr so wichtig. Außer mal einem sporadischen Paar Socken oder Geschenken für Babys von Freunden geriet das Stricken in den Hintergrund.

Als dann das Tochterkind da war und ich nach Monaten durchwachter Nächte mal wieder klar denken konnte, kam das Bedürfnis, mit den Händen zu gestalten zurück. Ich begann, mich wieder nach Strickmustern umzusehen. Die erste Anleitung, die mich wieder interessierte war eine englische. Da das dazugehörige Buch fand ich unglaublich teuer. Ich war ja nur gewohnt, für ein paar Mark ein Heft zu kaufen. Also googelte ich nach der Anleitung, bzw. nach der Möglichkeit das Buch oder die Anleitung günstiger zu bekommen. Der große Vorteil zu meinen Strickjahren zuvor, damals, als ich noch jung war hatten wir ja nix, auch kein Internet.  Ich fand natürlich nicht die Anleitung (und habe das Buch im Endeffekt dann auch selber gekauft), aber ich entdeckte die Welt der Strickblogs. Da ich nach einer englischsprachigen Anleitung suchte,  hauptsächlich die der amerikanischen Strickblogs. Heissa was für ein Wunderland.

Die Berührungsangst mit den englischsprachigen Anleitungen war trotzdem groß. Meine Englischkenntnisse schätze ich eher nicht so gut ein und die Fachbegriffe des Strickens waren mir ein Buch mit sieben Siegeln. Mit der wunderbaren Liste von Wolle und Design, meinem Sturkopf und viel Geduld wagte ich mich trotzdem an die Anleitungen und war verfallen. Ein großer Teil der Anleitungen war so viel moderner und hübscher als das, was auf dem deutschen Markt zu bekommen war. Stricken war zu der Zeit als ich wieder anfing in den USA wieder modern, auch für junge Leute, weit ab vom “Oma und Ökos stricken” in Deutschland. Das spiegelte sich wiederum sowohl in den Anleitungen, den Garnen (welch Traumgarne es Übersee gab und gibt) und vorallem in dem Drumherum wieder. Die Strickblogger, dort, unzählige, viele untereinander bekannt, befreundet und Stricktreffen eine normale Sache.

Durch das Lesen vieler amerikanischer Strickblogs wurde ich nicht nur auf Einzelanleitungen, freie Anleitungen im Netz, sondern auch auf amerikanische Strickmagazine aufmerksam. Zeitweise hatte ich drei bis vier davon im Abo. Sie waren jünger, ausführlicher und viel spannender als das was man auf dem deutschen Markt kaufen konnte. Neben den Anleitungen gibt es immer einen redaktionellen Teil, Berichte, Produktvorstellungen, Techniken erklärt.

Ich fröhnte also fröhlich meinem Hobby und das vorzugweise mit Materialien und Inspirationen die nicht aus Deutschland stammten. Doch nicht nur ich, sondern auch einige andere schnupperten in die Strickwelt vom anderen Ende der Welt. In den letzten Jahren haben einige ausländische Garne Einzug in die deutschen Strickläden gehalten. Amerikanische und Britische Anleitungen sind teilweise nun vor Ort zu finden und auch die deutschen Zeitschriften öffnen sich seit einiger Zeit dem moderneren Interessen der jüngeren Handarbeiter.

Trotzdem begeisterte mich nichts so richtig was auf dem deutschen Markt zu bekommen ist und deutsche Strickanleitungen blieben meistens liegen.

Nun stolperte ich letztens im Supermarkt (!) bei den Zeitschriften, die ich trotz aller Möglichkeiten des Internetz immer noch liebe um sie abends im Bett zu lesen, über ein Strickmagazin, der Designerin die mich damals auf den englischen Strickpfad schickte.

Die Designs wie man sie von ihr kennt, klar, schlichter, traditionell britisch beeinflußt und schön. Die Anleitungen sind gut verständlich, aber weniger ausführlich wie man das von (den originalen und anderen) englischen Anleitungen kennt. Es gibt einen kleinen readktionellen Teil mit Produktvorstellungen, einem Artikel, einer Fragenrubrik und ein wenig Technik, die man für die Anleitungen braucht. Unter dem Strich kann man sagen ein rundes Magazin, wenn man nur die Anleitungen möchte, mir etwas zu mager aber ich bereue nicht, es gekauft zu haben. Einziger Manko, daß alle Modelle natürlich nur mit Garnen von Debbie Bliss gestrickt wurden und zu den verwendeten Garnen weder die Zusammensetzung noch die Lauflänge/Maschenprobe mitgeteilt wird.

Im Zuge der Entdeckung der amerikanischen Handarbeitswelt, schlich so langsam auch das Nähen bei mir ein. Eigentlich zunächst das Erstellen von Quilts. Und das nur weil 2006 bei unserem USA Aufenthalt neben den Strickbüchern ein Quiltbuch stand was mich anlachte. Ich nahm das mal mit und dachte mir, das sei was für später, wenn die Kinder groß sind und ich viel Zeit habe. Lange Rede kurzer Sinn, durch ein anderes Buch animiert begann ich 2007 meinen ersten Quilt und verfiel in dem Jahr dem Nähen. Genau wie beim Stricken war da die bunte Wunderwelt Internet größte Inspiration und Anleitungslieferer. Ich war recht unerfahren im Nähen, läßt man mal außer acht, daß ich in der 9. Klasse Nähen in der Schule hatte, irgendwann mal bockig versuchte Teddys zu nähen und im Studium noch mal einen VHS Kurs besuchte. Ich hatte also kaum genäht, keine Erfahrung und meine Maschine war aus den 60ern. Das hielt mich aber nicht ab, alles mal auszuprobieren, auch mal einen Mantel für das Kind, ein Kleid und diversen Kleinkram. Denn der Vorteil der Anleitungen aus den USA besteht zweifelsfrei darin, daß sie geschrieben werden als wäre man drei Jahre alt. Es wird fast immer alles ausführlich erklärt, sowohl in freien Anleitungen, als in den Büchern oder verkauften Einzelschnittmustern. Toll, genau was ich brauche, sag mir was ich machen soll und ich mache es.

Burda und Ottobre hatte ich dann auch mal gekauft und verzweifelte an den rudimentär beschriebenen Nähanleitungen, wußte oft nicht was die von mir wollen und schmiß den Kram frustriert in die Ecke. Farbenmix probierte ich auch, etwas ausführlicher sind deren Anleitungen schon, aber auch unbefriedigend für mich, als ich noch weniger Erfahrung hatte. Ich blieb also auch beim Nähen dem amerikanischen Markt (und den Blog, ja was für wundervolle es da gibt und erst die Stoffhöker, wow.) treu und nähte vorzugsweise mal hier mal da einen Quilt und diversen anderne Kram.

Nun ist das Nähen ja die heiße Scheiße unter “Muttis” – man näht dem Nachwuchs farbenfrohen möglichst individuellen Kram und wenn man schon dabei ist, macht man auch noch Spielzeug, Alltagskram und auch anderen Dekotüddel. Sehr gut zu beobachten in der deutschen Bloggerwelt, aber auch in den Buchhandlungen. Zum einen findet man einige der Bücher die ich schon jahrelang besitze ins Deutsche übersetzt, zum anderen gibt es plötzlich mannigfaltige Bücher zum Thema Nähen, Quilts nähen, Taschen(!) nähen,  Deko nähen (allen voran Tilda und Klons), Kinderkrams nähen und neuerdings habe ich sogar lustig bunte Einzelanleitungen gesehen. Da war es ja nur eine Frage der Zeit bis sich der Zeitschriftenmarkt bezüglich der Nähmagazine dem Trend anschließt. Neben den bisher klassischen und für mich zu biederen Patchwork/Quiltmagazine fand ich letztens folgendes Heft.

Die verwendeten Stoffe ließen mich das Magazin fast wieder zurück stellen, vieles war mir zu süß, zu niedlich. Aber auch da bin ich mal wieder leicht snobbistisch, verarbeite ich doch am liebsten  moderne Quilting Cottons von, natürlich, dem amerikanischen Markt. Mitgenommen habe ich das Heft dann, weil doch einige Accessoirs und Decken und Klamöttchen als Schnittmuster drin sind, die ich ansprechend finde. Klar, kann man für einiges die Schnitte selber entwerfen, sind oft nicht schwer, aber auch wie beim Stricken, agiere ich lieber nach dem Motto, sag was ich machen soll, ich setze das dann so oder so ähnlich um. Und bei einer Patchworkdecke ist es zB total arbeitserleichternd wenn schon jemand anders die Stoffstückgrößen ausgerechnet hat. Ich hab dann mal die Anleitungen studiert und festgestellt, daß sie Hand und Fuß haben, aber nur, wenn man schon Erfahrung hat. gerade bei den Quilts wird nur Beschrieben wie man das Top näht, aber nicht wie man daraus einen kompletten Quilt generiert. Bei einigen anderen Anleitungen fehlt die Angabe der Nahtzugabe und die Beschreibungen sind in gewohnt deutscher Manier recht knapp gehalten. Also nichts für Nähanfänger, zumindest nicht, wenn sie die Modelle alleine und ohne Hilfe nachnähen wollen. Interessant fand ich, daß die Anleitungen fast alle nicht von der Redaktion des Magazins erstellt wurden, sondern von Inhabern bzw.Mitarbeitern von Patchwork-/ oder Stoffläden. Schön, daß der jeweilige Shop auch mir URL angegeben wird, so daß ich in einer ruhigen Minute diese mal absurfen und inspizieren kann. Für die Modelle kann man auch bei eben diesen Shops komplette Materialpakete bestellen. Find ich gut, wenn man das genau so wie abgebildet nachnähen möchte. Sonst sucht man sich ja einen Wolf, vor allem, weil nur einmal angegeben wurde welcher Stoff von welchem Hersteller verwendet wurde. Unter dem Strich, bin ich auch mit diesem Kauf nicht unzufrieden, hätte mir ein bischen mehr gewünscht, aber das Leben ist ja schließlich kein Wunschkonzert.

Fazit, ich werde bestimmt mal wieder mit offenen Augen die Regale mit Handarbeitsmagazinen anschauen, aber Hauptquelle bleiben für mich die Bücher in Originalsprache sowie die amerikanischen Strick-/Näh-/Quiltmagazine die ich auf Papier und Digital im Abo habe bzw. freie Onlinepublikationen. Für andere, die weniger Snob-Allüren haben als ich, sind diese Hefte aber bestimmt toll und gut zu nutzen. Man kann zumindest ein Blick reinwerfen.

Yesterday Karstadt made my day

Ich näh grad was, etwas was ich hier noch nicht zeigen mag und kann. Einen kleinen Quilt, ich probier da was aus. Dafür brauche ich noch Stoff für die Rückseite und die Einfassung. Das was ich da habe ist nicht genug oder zu klein. Da ich zum Teil Stoffe von Westfalenstoffe verwendet habe, wollte ich etwas von denen dazu kaufen, damit es farblich harmonisch wird. Diese Stoffe gibt es nicht überall. Eine Suche auf der Website brachte viele nette Kruschläde am Rand und um Hamburg herum aber nur zwei die in einer machbaren Entfernung sind. Der eine davon ist ein Stoffladen mit einem eigentlich ganz netten Stoffsortiment, aber eine Inhaberin die ich als launisch und unfreundlich empfinde. (Mein zur Zeit Lieblingsladen führt die Stoffe nicht). Also schaute ich auf der Seite des besagten Ladens wieviel Auswahl sie haben und fand, daß es ausreichend war. Bevor ich mich und das Baby dann aber umsonst antüddelte und den etwas weiteren Weg mit dem Bus auf mich nahm rief ich extra an um nachzufragen ob das Online-Shopangebot dem im Laden entspräche. Ja bis auf eine wenige Ausnahmen sei eigentlich immer fast alles da. Gut genug, fand ich, um den Weg auf mich zu nehmen. Angezogen, Baby eingepackt und los.

Als wir ankamen bemerkte ich die fehlende Bank vor der Tür um dann den Aushang im Fenster zu sehen, daß der Laden noch diese und nächste Woche geschlossen sei, wtf. Ich hatte doch extra angerufen, gesagt, daß ich später vorbei komme, wieso hat sie (die Inhaberin) nix gesagt? Mir dämmerte, daß wohl eine Rufumleitung vom hiesigen in den recht neuen Laden im Rheinland bestehen muss. Trotzdem hätte man doch evtl. sehen können woher ich anrufe und mich informieren können.

Ok ich schluckte meinen leichten Ärger hinunter und beschloss, daß es von dort wo ich war nun auch kein Akt wäre noch in die Innenstadt zu fahren, was ich im Vorfeld eigentlich ausgeschlossen hatte, da im Alsterhaus die Auswahl an Westfahlenstoffen nicht so groß ist und die restliche Auswahl an Stoffen entweder sehr teuer oder unpassend ist. Egal, ich war unterwegs und ich hatte eine Mission, den fehlenden Stoff zu erlangen.

Angekommen im Alsterhaus fuhr ich frohgemut in die Handarbeitsabteilung und sah schon von weitem, daß die Regale wo diese Stoffe sonst liegen anders aussah. Nämlich so:

Völlig konstertiert, mit wirrem Haar, dem Kinderwagen, irrem Blick und müder Stimmt, fragte ich das anwesende Verkaufspersonal was denn mit ihren Westfalenstoffen passiert sei. Ich bekam eine eher patzige Antwort, daß die gezählt würden, da man mit denen gerade Inventur mache. Häh? Was? Im Oktober? Paah. Naja man sagte mir ich könne ja morgen wieder kommen, was ich mit einem meinerseits von Müdigkeit getragenen auch eher patzigen und leicht entrüsteten “Nääää, ich fahr doch nicht morgen nochmal quer durch die Stadt”, begleitet vom demonstrativen Kinderwagen vor mir hermanövrieren beantwortete. Es kann sein, dass ich ein gleichgültiges Schulterzucken wahr nahm, oder auch nicht. Zumindest fühlte ich mich etwas vor die Wand gelaufen. Man versuchte noch, eher unmotiviert mir was anderes zu verkaufen und ich ließ mich auf ein Stück Tilda Stoff ein, der das passenden Grün für die Einfassung zu haben schien. Ich verließ den Laden und obwohl von Schlafmangel leicht erschöpft und dazu unterzuckert, da ich ja nicht vorhatte so lange unterwegs zu sein, machte ich mich auf zu Karstadt um dort in der recht gut ausgestatteten Stoffabteilung nochmal zu schauen. Wenn ich einmal eine Mission habe, will ich die auch durchziehen. Diese lautete, nicht ohne Stoff zurück und so kehrte ich kurz beim Kaffeehaus meines Vertrauens ein, holte mir einen Kuchen und einen Kaffee zum mitnehmen und trottete weiter. Das zwischenzeitlich etwas unleidliche Baby schlief nun.

Ankunft Karstadt, zwei Verkäuferinnen, ein umlagerter Schneidetisch, ein geflöhter Tisch der Stoffe von Free Spirit, keine braunen Tilda Stoffe und die restlichen Patchworkstoffe eher zu piefig. Ich parkte das Baby am Tisch, stellte den Kaffee daneben und wuselte durch die Stoffe, mein Probestück des Quilts in der Hand, mal hier mal dort anlegend, mal einen Stoffballen rauszerrend um ihn dann genervt wieder zurück zu stopfen. Nebenbei hörte ich schon wie trotz des Andrangs die beiden Damen der Abteilung immer noch nebenbei einen guten Rat mit verkauften und super freundlich blieben.

Endlich war der Schneidetisch leer, in den letzten Zügen hängend fragte ich die eine der beiden Fachfrauen ob der Stress nun vorbei und sie mir helfen könne. Ich erklärte mein Anliegen, legte mein Probestück vor und beschrieb was ich mir als ergänzenden Stoff vorstellen könne. Nebenbei ließ ich noch meinen Frust los, wegen des geschlossenen Stoffladens und der leer geräumten Regal im Alsterhaus, zeigte sogar das obige Foto. Konnte sie gar nicht fassen die gute Frau, daß dort wegen der Stoffe Inventur gemacht würde. Egal, sie schien es nun als ihre Mission anzusehen mich glücklich zu machen. Rannte hier hin, dorthin, zog mich hinter sich her, wühlte unter den Tischen und versuchte mit mir etwas passendes zu finden. Beratschlagte, überlegte wie man die gewünschte Kombination hinbekommen könnte und war mehr als nur bemüht. Ganz großes Kino. Im Endeffekt passte keiner der braunen oder roten Stoffe wie es mir gewünscht hatte. Aber wir fanden etwas hübsch neutrales für die Rückseite. Als ich dann noch erwähnte aus der Westfalen Serie einen Stoff zu haben, den ich aber wegen des Rosa-Anteils nicht in dem Quilt verwenden wollte, sagte sie, daß das Quatsch sei und bestärkte mich den schon vorhandenen zu nutzen. Ich ging dann also nur mit dem Rückseitenstoff, keine große Summe, aber ich war glücklich.

Normalerweise bestelle ich viele meiner Stoffe, kaufe gerne im Stoffladen “um die Ecke” oder anderen kleinen Läden dieser Art. Zu Karstadt gehe ich meist nur wenn ich Kurzwaren brauche oder einen einfach Standardstoff. Trotzdem ist mir voher schon aufgefallen, daß gerade die zwei Damen die dort gestern waren, einen mit Leib und Seele beraten. Nix mit anonymen Warenhaus, Personal unmotiviert und unfreundlich. Es war fast so als wäre ich im kleinen Laden um die Ecke. So stelle ich mir Servie vor, so liebe ich das und so komme ich auch immer wieder, selbst wenn Karstadt nicht unbedingt die Stoffe führt die meine erste Wahl sind.

(Obwohl die sehr bemüht sind auch moderne und gewünschte Stoffe ins Sortiment zu bekommen und dort und vorallem im Alsterhaus dem neuen Trend, wir nähen uns Schnickeldi aus teuren Stoffen folgen und inzwischen einen Teil Stoffe anbieten, die es sonst nur in kleineren speziellen Stoffläden gab)

Danke liebe Damen aus der Stoffabteilung im Karstadt, ihr habt mir den Tag gerettet und ich bin mit einem Lächeln im Gesicht aus der Stadt gefahren.

Sonntagsausflug am Mittwoch

Seid wir unmotorisiert sind, fahren wir an freien Tagen nicht mehr so weit um den Kindern etwas zu bieten bzw. sie auszulüften, meistens machen wir schon noch irgendwas aber fürs Blog oft unspannend. Der heutige Ausflug bot aber mal wieder Futter fürs Blog in Bildform.

Dieser vereinheitlichte Feiertag begann damit, daß wir aus dem Bett heraus die historische Parade der Hochbahn sehen konnten. Sprich es wurden bis 12.00 Uhr alte Wagen auf der Linie, die am Haus vorbei führt, fahren gelassen. Anschließend wurden die alten Wagen in einer U-Bahnstation zur Besichtigung ausgestellt. Im Zuge des Kinder Auslüftens und zur Bespaßung der Großen hier, fuhren wir in eben jene U-Bahnstation.

Viel zu Erzählen gibt es dazu eigentlich nicht, es war spannend zu sehen, es war ermüdend anstehen zu müssen, aber auch erheiternd. Man konnte beim Warten und Besichtigen Menschen einer älteren Generation zuhören wie sie von ihren Erlebnissen mit diesem oder jenem historischen Modell erzählten. Das hatte was.

Und da ich noch nicht so alt bin und diese Wagen nicht mehr fahrend erlebt habe, belasse ich es dabei euch einfach ein paar der geschossenen Bilder zu zeigen.

Ich habe noch ein paar mehr Bilder, wer mag kann diese hier anschauen. Apropos Bilder, eines muß ich noch anmerken. Gerade an/in den ganz neuen bzw. ganz alten Wagons war es zeitweise sehr voll, eng und wuselig. Trotzdem oder gerade deswegen nahmen ein Großteil der Anwesenden unglaublich Rücksicht wenn man ein Foto machen wollte, blieben stehen, gingen aus dem Bild oder zeigten einem eine noch eine bessere Position für das gelungene Bild. Schön.

Sophie und wir

Als meine großen Kinder noch Babies waren, also im technischen Sinne, denn meine Babies bleiben sie natürlich immer, da war mir die Giraffe Sophie kein Begriff. Entweder war sie damals grad in unserem Land nicht angesagt oder zu teuer oder aus Sparsamkeit war ich nicht in den richtigen Läden, die diese als unverzichtbares Babyspielzeugs anbot.

Im Laufe der letzten Jahre trat sie dann ab und an in mein Bewußtsein, mangels Babies aber nicht nachhaltig und beeindruckend genug. Nun habe ich aber wieder ein klitzekleines Baby und dieses bekam zur Geburt von der lieben Maria unter anderem eben diese Giraffe geschenkt.

Kurz zuvor ging im Internet herum, das Ökotest das possierliche Tierchen als gesundheitsgefährdend einstuft und davon abrät es zu benutzen. Darauf entbrannte ein Rechtsstreit zwischen dem Hersteller und Ökotest. Lange Rede kurzer Sinn, ich war verunsichert, ob das neueste Baby im Haushalt nun ungefährdet an der Giraffe nuckeln darf. Kurz darauf wurde bekannt, daß inzwischen ein freiwilliger Rückruf des Produkts besteht und somit wand ich mich an den Vertrieb in Berlin und erfragte was zu tun sei, da ich ja schlecht das Geschenk vor Ort umtauschen konnte. Dieser erklärte mir, daß ich direkt bei Ihnen tauschen könne. Also schickte ich Sophie auf Reise und bekam nach einer guten Woche ein Exemplar der neuen, den deutschen Grenzwerten entsprechenden Charge zurück. Ohne Umverpackung und weiteres Anschreiben. Egal, Giraffe da, Giraffe nicht mehr böse. Kind und Eltern glücklich.

Weil besagtes Kind die Giraffe ins Herz geschlossen hat, kam sie mit in den Urlaub. Lange Rede kurzer Sinn, dort ging sie verloren. Ich hasse es wenn ich etwas nicht finden kann, also stellten wir alles auf den Kopf, das Auto, das Hotelzimmer, leerten alle Taschen aus, krochen unter das Bett und suchten in der Lounge unter den Sofas auf denen wir gesessen hatten. Nix. Da der Mann mich kennt, bot er an, nochmal auf den Berg hochzufahren auf dem wir Tage zuvor waren um dort auf dem Parkplatz nachzusehen ob sie dort aus dem Auto gefallen war. Nix. Letzter Hoffnungsschimmer war die Tankstelle auf dem Weg nach Innsbruck, dort rief ich an, ebenfalls erfolglos.

Um das Kind oder auch die Mama wieder glücklich zu machen, beschlossen wir am folgenden Tag auf der Rückreise am geplanten Zwischenziel Zürich eine neue zu kaufen. Vorsorglich riefen wir den uns dort bekannten Spielwarenladen an, wurden versichert, daß Sophie dort verfügbar wäre.

Als wir dort am nächsten Tag ankamen, fand ich die Giraffe, versuchte aber aus der Verkäuferin noch rauszubekommen ob es sich denn nun um neue Chargen handele, da wir in Deutschland ja der Ansicht seien, dass das seit fünfzig Jahren bestehende Produkt nun plötzlich böse sei. Sie meinte es sei alles aus neuer Produktion und wir kauften eine neue Sophie.

Tage später daheim, schaute ich nochmal auf der Rückrufseite des Vertriebs nach und die Giraffe hatte keine, der als unbedenklich eingestuften Chargennummern. Na toll. Also rief ich abermals bei Elements for Kids an um nachzufragen wie es denn mit unserer Nummer sei. Natürlich böse. In Erwartung nun die Giraffe noch einmal auf Reise nach Berlin zu schicken wollte ich schon auflegen, aber man belehrte mich, daß inzwischen der Austausch nur noch über die Firma consider.it in Bremen erfolgt und ich mich dorthin wenden müsse.

In Erwarung unfreundlich abgebügelt zu werden wählte ich die angegebene Nummer und wurde unglaublich nett behandelt, man bat mich unter anderem darum meine email Adresse mitzuschicken, damit man mir den Eingang des Spielzeugs bestätigen kann, damit es nicht verloren geht. Außerdem wurde sofort mein Name notiert, damit sie auf den Empfang der Giraffe warten und diese bei Eintreffen abhaken kann. Dann wurde mir zugesagt wie schnell ich mit der Rücksendung rechnen kann und sich freundlich verabschiedet.

Ich schickte also unsere dritte Sophie auf Reisen und harrte der Dinge die da kamen. Ein zwei Tage nach Versand kam die angekündigte Mail. In dieser wurde mir mitgeteilte wann genau sie den Ersatz abschicken und mit wem. Zusätzlich bekam ich eine Nummer genannt an die ich ich wenden könnte, falls es zu Verzögerungen kommen sollte oder keine Sophie bei mir eintrudelt.

Noch einige Tage bekam ich eine originalverpackte neue Sophie aus der nach deutschem Recht unbedenklichen Charge und einen sehr netten Brief dazu, in dem mach sich bei mir (!) bedanke und uns viel Freude mit dem neuen Produkt wünschte. Wow

So nun haben wir also die vierte Sophie im Haus und ich hoffe, daß diese nun nicht mehr verloren geht, ausgetauscht werden muß oder sonstiges passiert, denn das kleinste Kind hier mag sie wirklich gern.

Oh, laß mich mal den Produkttest schreiben – Bowers & Wilkins P3

Weil so unglaublich viele Menschen in diesem Internetz drin meinen, es ist interessant was der Mann schreibt und das auch noch lesen, sprich sein Blogg eine recht gute Reichweite hat, werden ihm immer mal wieder Sachen zugeschickt. Die gönn ich ihm auch meistens, ich meine, was soll ich mit nem Buddelschiff oder dämlichen Einmalrasierern oder diesem ganzen Schnatter? Wirklich, ein USB Stick oder Turnschuhe in seiner Größe, nö, kann er gerne haben. Aber wenn es an diese tollen glänzenden ausgefeilten Spielzeuge geht, da werd ich nervös. Letztes Jahr war Bower & Wilkins schon so nett ihm (nicht ganz uneigennützig natürlich) In-Ear-Plugs (Name vergessen, aber der Klang ist genial – nachträglich jetzt doch nach dem Namen geschaut) zu überlassen. Meine bis dahin von mir geschätzten waren für mich daraufhin abgeschrieben, der Klang war im Vergleich plötzlich unspektakulär.

Monatelang gab es immer wieder Diskussionen wenn ich mir mal seine schicken B&W Teile ausleihen wollte, das seien seine und er bräuchte die ja so dringend für die Dienstreisen. Paah dabei hör ich viel lieber Musik als er. Dies endete übrigens damit, daß er letztens lapidar meinte, er hätte sie mir doch geschenkt. Okay, das muß nonverbal erfolgt sein, aber ich sträube mich nicht.

Den Grund dafür habe ich nun gerade auf den Ohren. B & W ist nämlich nochmal so freundlich gewesen dem Mann ein schickes Gadget zukommen zu lassen. Und weil der Mann manchmal ein guter Mann ist und weiß wie sehr ich es liebe neues technisches Spielzeug auszupacken durfte ich das Paket öffnen.

Ich wußte ja nicht was mich genau erwartet, war aber davon ausgegangen, daß es diesmal ein Headset sei, fürs iPhone. Somit war ich zunächst über die Größe der Verpackung erstaunt. Ein schicker mattschwarzer Karton auf dem die P3 abgebildet sind.

Sehr hübsch und vom Design erinnert es mich an die Verpackungen von Apple, die ähnlich minimalistisch dafür aber recht stylisch daher kommen. In diesem Moment dämmerte es mir, daß es sich nicht um ein Headset handelt sondern um so Mickey Mäuse über die ich mich, wenn ich damit Leute auf der Straße sehe immer lästerlich amüsiere. Nun gut, dann eben nix, was ich dem Mann abschwatzen kann. Trotzdem öffnete ich den Karton und schaute mal.

Och ja doch, macht was her. Schönes, stabiles case, Die Kopfhörer gar nicht so riesig, ansprechendes Aussehen was mich an die 60er Jahre erinnert und dazu noch zwei kleine feature die mich Spielkind sehr erfreuen.

Man kann die Ohrmuscheln einklappen und außerdem sind sie in der Länge verstellbar, passen somit auf den Dickkopf vom Mann und auch auf meinen zarten Schädel.

Soweit zur Optik, die überzeugt, aber mit Optik alleine kommt man ja bei Kopfhörern nicht weiter, außer man trägt diese nur um als der ultimative Hipster auf der Straße aufzufallen. Diese Rolle werde ich aber auch mit den schicken Teilchen nie erfüllen könne, so mit drei Kindern um mich rum und meistens im angeschmuddelten (danke Kinder) Muttioutfit.

Genug geschwafelt, jetzt also zum Praxistest. Ausgefaltet und als erstes in mein Macbook geprökelt. Aufgesetzt und festgestellt, daß sie sich angenehm tragen, nicht zu schwer, schön weich, nichts drückt. Auf der oben verlinkten Website kann man sich auch durchlesen wie toll die Polsterung ist welche supidupi Klangeigenschaften sie hat. Aber sowas muß man ja individuell bewerten. Hier, paßt, sitzt, nervt nicht. Dann hab ich mir mal was mit spotify rausgesucht und gelauscht. Hmm fehlt ein bischen der “Wumms” wie ich den von den In-Ear-Plugs gewohnt bin. Also wechselte ich mal die App und testete Musik in Itunes, schon besser. Richtig gut war der Klang bei von mir gerippter Musik. Da ich aber der Ansicht bin, daß das McB nicht die beste Tonausgangsqualität hat und die P3 ja für unterwegs gedacht sind, setzte ich meine Testreihe mit dem iPhone fort.

Wie auch schon die In-Ear-Plugs erfordern diese Kopfhörer bei der Ausgabe mehr Lautstärke als meine alten eines anderen Herstellers. Aber der Klang ist dann wirklich wunderbar. Die P3 lassen mehr Umgebungsgeräusche hören, was aber auch logisch ist, da sie ja auf und nicht in dem Ohr sitzen. Auch nach längerem Musikgenuß bekam ich keine Ohrenschmerzen vom Klang und bei der richtigen Auswahl der Quelle, gab es auch schön definierte Bässe zu hören, ohne, daß die höheren Töne untergingen. Alles in allem kann ich nur sagen Daumen hoch.

Wie ich vorhin auf der Website nachlas, ist das weiterhin mitgelieferte Kabel nicht als Austausch/Ersatzteil zu verstehen. Das montierte Kabel ist nämlich doch mit Mikrofon versehen, so daß die P3 als Headset mit dem iPhone genutzt werden können. Das andere Kabel enthält kein Mikro und ist somit zur Nutzung an Mp3 Playern oder dem iPod gedacht. Da gerade niemand mit mir telefonieren will, konnte ich die Mikrofunktion nicht testen. Was ich aber getestet habe ist, wie man das Kabel austauscht. Wieder so ein Highlite für Spielkinder wie mich.

Man nimmt einfach das Pad vom Kopfhörer und darunter befinden sich die Stecker für das Kabel. Easypeasy und hasslefree.

Unter dem Strich kann ich nur sagen, wie auch die C5 überzeugen mich die P3 sehr. Im Alltag werde ich die sicherlich nicht oft aushäusig nutzen, denn wer die Brut dabei hat, sollte doch noch akkustisch mitbekommen was um ihn geschieht. Aber wenn man(n) mich läßt bin ich nicht abgeneigt mir diese daheim aufzusetzen um bei Anwesenheit des anderen Erziehungsbrechtigten eine Auszeit von der Dauergeräuschkulisse Nachwuchs zu nehmen, bzw. Musik zu hören, eine Serie auf dem Rechner zu gucken, ohne den Rest der Familie damit zu belästigen.

Danke Bowers & Wilkins, daß ihr dem Mann ein Testexemplar zukommen lassen habt und ich hoffe es stört euch nicht, daß ich mir die Produktbewertung unter den Nagel gerissen habe, das war natürlich ganz uneigennützig.

Und wer jetzt neugierig geworden ist und sich auch mal was gönnen möchte, der darf gerne diesen direkten Link zu einem bekannten Anbieter klicken.

Söhnchen so

“Mama, weist Du was Du bist?”

Ich: “Deine Mama?”
Er: “Die beste Mama”

(soweit bekannt, das sagt er öfter, wenn er Fernsehen, Eis, Süßigkeiten usw. möchte)

Ich: “Ja, das sagst Du mir öfter”
Er: “Weißt Du auch wieso?”
Ich:”nö”
Er”Weil Du immer für mich da bist, und Papa auch”

hach …