Archiv der Kategorie: Grünzeugs

Eine Blume, eine Blume

Ich gebe zu, ich war sehr skeptisch als ich im Dezember diese Blumenzwiebel aus dem Ikea mitnahm. Es stand zwar drauf, daß es mal eine Amaryllis werden soll, aber ich bin was Ikea Pflanzen angeht nicht besonders optimistisch.

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Nichtsdestotrotz pflanzte ich die Zwiebel in die mitgelieferte Erde, füllte etwas auf und goß regelmäßig. Irgendwann kam ein bischen Grün, wurde mehr und vor einer guten Woche entdeckte ich tatsächlich zwei Knospen. (Eine fiel einem Wutanfall eines hier wohnenden Kindes zum Opfer). Gestern dann öffnete sich die verbliebene Knospe und ich finde die Blüten wunderschön,.

Vom Wachsen und Gedeihen

Der guten Hege und Pflege in diesem Haushalt ist zu Verdanken, dass der erste Sprössling nun acht Jahre zählt. Ich kann es kaum fassen, aber es entspricht der verbrieften Realität.

Großes, stolzes, hübsches Mädchen und dazu auch noch meins :)Das Bild ist vom Geburtstagsfrühstück letzte Woche und wurde von ihr zur Veröffentlichung frei gegeben.

Meinen braunen oder auch mal grünen Daumen hab ich hier schon ab und an erwähnt. Meiner Bockigkeit ist es zu verdanken, dass wir auf dem hinteren Balkon eine Versuchsanordnung haben, aka wir züchten Tomaten und Paprika.

Hier hätten wir exemplarisch einige Tomaten. Insgesamt sind es drei Pflanzen und diese tragen gut 30 Tomaten bisher von denen zwei zu erröten begonnen haben. Das sind schon doppelt soviel wie letztes Jahr, da wurde nur eine Tomate vor Frosteintritt am Stengel rot.

Dies sind die Paprika die ich auf Wunsch der Tochter ausgesät und hochgepäppelt habe. Trotz kritischer Anmerkung der DoP, dass ich viel zu spät dran sei, haben die vier Pflanzen nicht nur geblüht, sondern produzieren nun auch noch mindestens vier Paprika. Bin mal gespannt wann die geerntet werden können und ob sie schmecken.

Bilderlos wächst und gedeiht dagegen mein Bauch oder besser der Inhalt. Schaun wir mal.

 

 

Balkon 2011 – die Suche nach dem perfekten Pflanzenmarkt

Ich weiß nicht ob ich mal von meinem Talent berichtete, den meisten meiner Pflanzen eine eher kurze und oder trübe Lebenszeit zu verschaffen. Vor einiger Zeit beschloß ich, daß das so nicht weiter geht.

Letztes Jahr säte ich Tomaten und Blümchen auf dem Balkon, mittelprächtig erfolgreich. Außerdem erwarb ich eine Clematis und einen Feuerdorn mit der Intention, diese definitiv über den Winter zu bekommen. Tomaten gibt es dieses Jahr auch und die Clematis trieb nach dem Winter neu aus, nachzulesen hier. Der Feuerdorn lebt leider nicht mehr (Danke Winter), ebenso die zuvor noch fröhlich austreibende Hortensie. Die Tomaten sind inzwischen gewachsen, genauso die aus Saat gezogenen Paprikapflanzen.

Dieses Jahr wollte ich alles etwas durchdachter angehen. Ich erwarb ein Buch!Ein wirklich schönes Buch mit tollen Anregungen und Grundzügen an Pflanzenwissen, Sorten, Variationen, Standort und Pflege. Ich fand einige tolle Zusammenstellungen da drin, sah aber wenige der verwendeten Pflanzen in einer Gartenabteilung der üblichen Baumärkte.

Indem großen Kasten präsentiert sich das Pflanzensortiment “Pink Paradise”. Das soll mal so aussehen. Bestellt habe ich es bei der Gärtnerei Pötschke. Denn die hatten das ja schon praktisch zusammengestellt und schicken die Pflanzen ab einer gewissen Größe nach Hause. Ich bin soweit zufrieden, mal sehen ob ich der Mischung auch noch die Üppigkeit die das Produktfoto aufweist abtrotzen kann. (Leider läßt das aufscheinende helle Abendlich die Farben und Anzahl der bereits offenen Knospen verblassen)

Links daneben steht in einem lila Eimer ein Schopflavendel den ich so wie er da ist bei Garten Gudewer vor Ort erstanden habe. Ein Anbieter der in den Elbvororten ansässig ist (was, laut Mann schon alles sagt) und schöne gepflegte Pflanzen anbietet, nettes, wissendes Fachpersonal hat und inzwischen fast mehr edles Gartenzubehör aller Art anbietet als Pflanzen. Bemerkenswert ist deren Weihnachtsmarkt an den Adventswochenenden, aber das ist grad nicht Thema.In diesem Balkonkasten befindet sich das Pflanzensortiment “Romantischer Schattenmix”, den hatte ich zwar nicht bestellt (wieder Pötschke), durfte ihn aber behalten bei gleichzeitiger Nachsendung des ursprünglich bestellten Sortiments.  Ich hoffe bei entsprechernder Pflege sieht er dann auch mal so aus.

Schaut man aus dem Eßzimmer, sieht es auf dem Balkon ungefähr so aus.Man beachte meine (äh) Bank, die ist sehr gemütlich und läd zum Verweilen bei grünem Ausblick ein. Aber vorenthalten habe ich noch den Anblick zu den Seiten.

Rechts, Tadaaah, meine über den Winter gepflegte Clematis, inzwischen mit eigenem Rankgitter und Windrad. Sie steht auf einem Ikea Hocker auf dem sich noch ein Kasten mit noch lebenden Stiefmütterchen befindet. Links sieht man einen Teil eines Sommerjasmins auf dem Stämmchen, der auch einen eigenen Ikea Hocker hat.

Rechts jetzt auch mit Clematis. Und man beachte die Begonie los hingucken. Also nochmal in groß, ist die nicht toll?

Die mußte gestern einfach mit, genau wie die blaue Hortensie auf einem der oberen Bilder. Links neben der Begonie steht wie erwähnt meine zweite Clematis, diesmal eine dunkelrot blühende. Alle drei Pflanzen erwarb ich gestern in einem neuen Gartenmarkt auf den mich der Mann aufmerksam machte. Natürlich beschwerte er sich trotzdem, dass er dann da auch hinfahren mußte. Es handelt sich dabei um Pflanzen Kölle (Walddörfergegend, spricht auch für sich). Boah war das faszinierend, groß und eine unglaubliche Auswahl an gepflegte Pflanzen, welche teilweise in den eigenen Baumschulen gezogen werden. Gartengedöns und Dekokrams gibts natürlich auch, aber ich blieb beim Erwerb von Pflanzen, die ich eigentlich nicht mehr brauche, weil ich es kann und weil ich sie so schön fand.

Es wird ja behauptet ich kümmere mich nur noch um den vorderen Balkon und der hintere sei Parkplatz für gerade nicht mehr blühende Pflanzen, fast tote oder die Gemüsezucht. Um das zu widerlegen zeig ich noch welches Sortiment ich (ebenfalls bei Pötschke) für den Balkon bestellt und gepflanzt habe.

Das ist die “Gute Laune” Mischung. Soll mal so daher kommen. Ich dachte mir, es ist hübsch wenn man beim Aufwachen aus dem Fenster schaut und ein sonniges Meer an Gelb/Orangetönen erblickt. (Ja an dem Meer arbeite ich noch)

Außerdem stehen auf dem hinteren Balkon noch mehrere Erdbeerpflanzen, die Tomaten- und Paprikapflanzen, die von vorne verbannten Geranien und die Nelken. Alles jetzt nicht sooo spektakulär, daß ich den Artikel noch mit mehr Bildern beschweren wollte.

Wenn man mich diesen (Früh-) Sommer sucht, dann schaut mal auf dem Balkon vorbei, wo ich fleißig giesse, dünge und trockene Blüten auszupfe. Und nein den perfekten Pflanzenmarkt hab ich nicht gefunden, aber mehrere die sich gut gegenseitig ergänzen und was macht es schon pro Saison mehrfach quer durch die Stadt zu fahren.

Neuanfänge

Auch wenn die Welt grad einige Krisenherde hat und manch einer das nahe Ende herbeischreit, so bin ich doch überzeugt es geht weiter und irgendwie wird alles gut oder zumindest besser. Zeigt die Natur doch jedes Jahr, daß nach dem vermeintlichen Ende der Neubeginn folgt.

Diese etwas pathetisch anmutenden Sätze dienen als Versuch der gekonnten Überleitung zu meinen Erfolgen mit der Pflanzenwelt. Man könnte sagen, dass ich in den letzten Jahren nicht unbedingt mit einem grünen Daumen geglänzt habe. trotz der Freude an Pflanzen. Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an meine Tomatenpflanzen vom letzten Jahr. Diese kamen spät, wurden monstergroß und die Früchte mußte ich vor dem Frost grün abnehmen.

Ich lasse mich ja nicht so leicht entmutigen und habe dieses Jahr erneut Tomatensamen gekauft und präsentiere das Ergebnis von einer Woche Keimung.

Dieses Jahr habe ich sie früher ausgesät, eine andere (Balkon)Sorte gewählt und bin gespannt wie und ob es erfolgreich wird.

Dann war da noch meine Liebe zu Clematis. Bei mir im Elternhaus gab es eine hölzerne Rankwand an der Terasse die mit blauen Clematis und roten Rosen beflanzt war, wunderschön. Seit ich in erwachsenen Wohnungen wohne versuche ich zumindest eine Clematispflanze zu kultivieren. Leider war ich immer so erfolgreich, dass spätestens nach dem Winter die Pflanze tot und ich frustriert war. Oft auch schon vor dem Winter.

Letztes Jahr habe ich nochmal in eine Pflanze investiert, und mich ein bischen besser über Standtort, Pflege, Beschnitt und vorallem Überwinterung informiert. Daher kann ich mit Freude folgendes Bild präsentieren.

KNOSPEN, sie treibt wieder aus!

Und dann war da noch die Hortensie, bei der ich sehr unsicher war und die arg angeschlagen aussah nach dem Winter. Todesmutig hatte ich sie zurück geschnitten und:

Auch sie treibt aus.

Ich freu mich dermaßen, und ich finde es zeigt die Superkräfte der Natur und des Lebens. Es geht doch immer weiter :)

Und weil der Quilt für meine Mutter sich der Endphase nähert, momentan warte ich noch auf Nachschubstoffe (Im ersten Anlauf genug zu bestellen wäre zu einfach), kann ich ja mal was neues anfangen.

Hier ein Teil der Stoffe, es handelt sich um eine Jelly Roll, die aus vorgeschnittenen Stoffstücken besteht. Es wird ein Babyquilt werden. Mehr kann ich dazu öffentlich nicht sagen. Erzählen kann ich aber, daß die Jelly Roll gut sechs Wochen unterwegs war, was mich schon leicht nervös werden lies. Nun ist sie da, die anderen Stoffe brauchten nur 10 Tage über den großen Teich und dieser Tage kann ich mit dem Zuschnitt beginnen.

Alles wird gut :)