Archiv der Kategorie: Nähkrams

First Day Dress

Neulich, freute sich eine Twitter-Freundin ein Loch in den Bauch, da eine Anleitung auf die sie schon länger wartete endlich verfügbar geworden war. Schnittmuster finde ich immer spannend und so klickte ich ihren Link und bestaunte den First Day Dress. Natürlich setzte sofort der “will ich haben Reflex” ein und bevor ich sie kaufen konnte,schenkte die Freundin  mir die Anleitung.

Relativ zügig fuhr ich mit K1 in die Stadt und ließ sie Stoffe auswählen, denn sie sollte das Kleid bekommen. Sie entschied sich für einen Stoff aus der Summer Loft Serie der neuen Stoffe von Gütermann. Schnitt also ausgedruckt, nur wenig fluchend zusammengeklebt und Zähne knirschend mit dem Zuschnitt angefangen. Kleidung nähen ist ja nicht so meins, ich mache das zwar immer wieder aber fühle mich immer unsicher dabei.

Wie die meisten Anleitungen aus dem englischsprachigen Raum, war auch diese sehr ausführlich beschrieben und bebildert und ihr zu folgen war ein Traum. So konnte ich nach einem Tag nähen das fast fertige Kleid präsentieren. Nur für den Saum hatte die Zeit nicht mehr gereicht. Denn machte ich dann am nächsten Vormittag.

IMG_0234von vorne

IMG_0236von hinten

IMG_0467Hier mal die Stoffe, das Kleid ist komplett gefüttert. Wir wählten einen grünen Voile dafür.

IMG_0189der Rückenausschnitt am lebenden Objekt

IMG_0185der weit schwingenden Rock in Aktion.

Fazit, das Nähen machte viel Spaß. das Kind ist begeistert und trug das Kleid schon mehrfach und auch die Waschmaschine haben meine Nähkünste überstanden. Also wer einen schicken Dress für sein Tochterkind sucht, dem sei dieses Schnittmuster wärmsten empfohlen. Es ist in den Größen 2-10 Jahre erhältlich und kann unter dem eingangs erwähnten link erworben werden.

Mit Nadel und Faden gegen den Alltag

Es war wirklich anstrengend die letzten Wochen hier. Familie und Alltag erforderten viel Aufmerksamkeit. In solchen Phasen brauche ich dann dringend Auszeiten, in denen ich konzentriert nähen kann. Gut, das ungestört konzentrierte Nähen ist auch eher so eine Illusion, da die Kleinste gerne beim Nähen auf meiner Arbeitsfläche sitzt, Stecknadeln anreicht und mir lange Geschichten erzählt. Die Großen hingegen kommen gerne mal dazu und beklagen sich über Ungerechtigkeiten des anderen Elternteils, des Geschwisters oder des Lebens allgemein. Aber zwischendrin ist es wirklich fein mal wieder mit den Händen zu arbeiten und dabei etwas mehr oder weniger erfolgreich zu erschaffen :) Zunächst habe ich mich an ein Quilttop gemacht, welches schon über ein Jahr rumliegt, da fehlen jetzt aber doch noch Teile, darum gibts das nicht mit Bild.

Während ich auf einer Nähzubehörverkaufswebsite rumsurfte wurde ich auf eine Gratisanleitung aufmerksam, die ich einfach nur toll fand. Dieses hier. Ich bestellte mir die Stoffe (inzwischen sah ich, daß es die meisten benötigten auch beim hiesigen Karstadt gibt) und legte los. Das hat wirklich Spaß gemacht, anstatt zu patchen zu applizieren. Herausgekommen ist das hier: IMG_0143Die Rückseite kann ich leider nicht zeigen, da die Kissenfüllung noch zu groß ist und daher der rückwärtige Hotelverschluß unschön aufspringt.

Unterwegs im Namen der Famillie machte ich in einen Abstecher in einen Buchladen und gewohnheitsmäßig schaute ich kurz in der Handarbeitsabteilung vorbei was es so neues gibt. Ich stolperte über das Buch (in der deutschen Ausgabe) und blätterte ein wenig drin rum. Obwohl ich vor einger Zeit noch das Ansicht war, so einen Quatsch mit Handnähen sei nichts für mich, erschien es mir plötzlich verlockend. Die Lösung des Problems nicht nähen zu können, da entweder unterwegs mit den Kindern oder die Unmöglichkeit sich ins Nähzimmer zurück zu ziehen. So was kleines um Papier genähtes ist schließlich transportabel, geht im Bus, im Auto, auf dem Sofa. Diesen Quilt aus dem Buch fand ich besonders hübsch. Ich recherchierte, besorgte mir das Buch im Original, Material, und fing einfach an.

Die Stoffe die ich verwende sind größenteils Reste von irgendwelchen anderen Projekten oder Reste die mir geschenkt wurden. Ein kleines bischen habe ich dazu gekauft, damit farblich mehr Vielfalt gegeben ist. IMG_0145Das ist mein bisheriger Stand, 13 der ca 134 Einheiten habe ich genäht. Mit der Hand, ich!

Die Vorstufe zu so einer Einheit sieht so aus:IMG_0146Kleine Rauten werden um eine Papier- oder Plastikschablone geheftet, dann erst zu einem halben und dann einem ganzen Stern verbunden. Danach werden die bunten Rauten drumrum genäht. Und wenn ich dann alle Einheiten fertig habe werden diese wiederum aneinander genäht. Faszinierend ist, was die richtige Nadel bzw der Faden für einen Unterschied machen bei der Arbeit. Ich habe nun diverse Nähfäden und -nadeln hier, die ich abwechselnd nutze. Ich bin gespannt wie lange das ganze Projekt dauern wird.

Während ich schon an dem Projekt des unendlichen Quilts saß, stolperte ich über diesen Blogeintrag. Ich lese dort schon lange und habe auch die erwachsene Version des Sherwater Kaftans einige mal dort gesehen, war mir aber nicht sicher ob das was für mich ist, ich das hinbekomme und überhaupt. Daher fand ich den Bericht über die Kinderversion verlockend. Nach kurzer Zeit entschied ich mich auch den Originalstoff zu verwenden, da er gut zu fallen scheint, mir aber Liberty oder Voile zu teuer und zu dünn erschien. Es ist eine sogenannte Double-Gauze, zwei Schichten feiner eher offen gewebter Stoff.

Am Samstag kam der Stoff und am späten Nachmittag als aller familiärer Kram erledigt war fing ich an. Ich habe sogar meine ungeliebte Overlock rausgekramt um die offenen Kanten zu versäubern. Der Kaftan besteht aus wenigen Teilen und ist relativ simpel zu nähen. Die Anleitung ist super, wenn man englische Anleitungen gewohnt ist zu lesen. Ich kam ziemlich weit am Abend, auch wenn ich zwischendrin mit der Großen einen Film schaute. Am Sonntag morgen säumte ich noch die Ärmel und dann war ich schon fertig.

IMG_0142Ich bin recht zufrieden, auch wenn es einige kleine Fehler zu finden gibt, wenn man genau hinschaut. Die Laschen zum Festknöpfen der aufgekrempelten Ärmel habe ich weg gelassen, weil ich keine Lust hatte mich mit meiner Nähmaschine um Knopflöcher zu streiten und weil die Tochter die eh als störend empfindet.

Kaum hatte ich das Bild gemacht, kam die Große auch schon an und probierte ihre neue Tunika.IMG_0138

Wie man sieht ist sie mit dem Ergebnis sehr zufrieden und trug das neue Teil gleich gestern und heute zur Schule.

Und nachdem das nun abgehakt ist widme ich mich wieder dem Zusammenfummeln kleiner Stoffrauten.

Ein Geburtstagskissen

Es ist ja nicht so, daß Geburtstage so unvorhersehbar sind, aber mir fiel erst einen Tag vorher ein, womit ich der lieben Simetra zu ihrem runden Ehrentag eine Freude machen könnte. Und daß ich ihr eine Freude machen wollte, war klar, nur was blieb unklar, bis ich in einem alten Blogbeitrag einen Kommentar von ihr fand, der sich auf das der Hebamme genähte Kissen bezog. Ich überlegte hin und her ob ich das Kissen nochmal nähen wollen würde. Eigentlich kein Problem, aber ich war mir nicht ganz sicher, auch wegen der Stoffauswahl. Dann kam mir eine Anleitung in den Sinn, die ich erst kürzlich gelesen hatte und die ich gerne ausprobieren wollte. Ich fragte nach, überlegte und stellte mögliche Farben zusammen. Das Ergebnis sieht so aus:

IMG_0132Die Anleitung war super gut, einige Kleinigkeiten hätte ich mir deutlicher gewünscht, aber ich kam nach einer Anfangsschwierigkeit gut zurecht. Die Wellen sind  in freier Schneidetechnik mit dem Rotarycutter geschnitten. Es macht richtig Spaß zu sehen, wie das alles zusammen kommt.Nach dem Zusammennähen wird das ganze mit Vlies und einer Rückseite hinterlegt und gequiltet. Ich habe es wie in der Anleitung gemacht und mit dem Obertransportfuß enge Linien den Wellen folgend genäht. Dabei habe ich jeweils Garn gewählt, was zu dem Stoff paßt. Leider hat meine Vorderseite durch das Quilten einiges an Breite verloren, so daß mein vorgesehenes bzw. irgendein Standartinnekissen als Füllung nicht mehr paßte. Ich hab dann die Füllung eines meiner Ikea Innenkissen benutzt und kurzerhand ein eigenes Inlet genäht, damit die Hülle ordentlich ausgefüllt ist.

IMG_0133Für die Rückseite habe ich mich für einen simplen Hotelverschluß aus zwei der verwendeten Stoffe entschieden. Die Autorin der Anleitung hatte ihr Kissen mit einem Reißverschluß genäht. Ich nähe aber zum Einen nicht gerne Reißverschlüsse und zum anderen konnte ich mir schwer vorstellen wie das ordentlich funktionieren soll, an die dreilagige Vorderseite einen Reißverschluß anzunähen. Um die Nähte innen noch etwas zu schützen, habe ich die Außenhülle zum Schluß noch einmal knappkanitig abgesteppt und dann folgte der obligatorische Waschgang um den endgültigen Look zu bekommen und die Haltbarkeit der Nähte zu testen.

Da eine andere Freundin meinte das ganze hat so etwas von einem Hippiekissen, bzw. sieht aus wie aus den Siebzigern, war ich dann doch unsicher ob meine Stoffwahl gefallen würde. Nach der Fertigstellung dauerte es noch etwas bis ich einen Karton hatte und mich aufraffte und alles zur Post brachte. Aber inzwischen ist es angekommen und gefällt. Vorallem dem reizenden Nachwuchs, wie ich auf Beweisfotos feststellen konnte.

 

 

Ein Hase und eine Decke

Der Vollständigkeit halber zeig ich mal grad, was ich so um Ostern rum fertig gestellt habe. Mein Schwager und seine Frau erwarteten Nachwuchs. Mit Verkündung der Schwangerschaft stellte ich die Beiden vor die Wahl ob sie einen Quilt oder eine Strickdecke zur Geburt haben wollten. Sie entschieden sich für eine gestrickte Babydecke und nach dem wir uns auf eine Farbe einigen konnte, legte ich los. Gerade rechtzeitig am Tag der Geburt wurde das gute Stück fertig. IMG_8823 Ich bekomme gerade nicht mehr zusammen welches Garn ich verwendet habe. Aber die Anleitung ist das Prairie Blanket, welches ich schonmal für Joris strickte. Nadelstärke diesmal meine ich 3,75. Interessanterweise ging die Strickerei flotter von der Hand, was eventuell am Garn lag, ein reines Merinogarn. Laut heutiger Post ist die Decke täglich in Gebrauch. :) Als sich zu Ostern mein Bruder mit Familie ankündigte, hatte ich die Idee den beiden Nichten ein Häschen zu nähen. Ich hatte auch noch geeigneten Stoff da, irgendwelche Fleecestoffe, die ich aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen angeschafft hatte. So setzte ich mich Karfreitag hin und fluchte nach kurzer Zeit, denn dieses fisselige mit diesen eher rutschigen Stoffen machte mich irre. Also keine Hasen. Da der eine aber nun schon angefangen war, riß ich mich Ostermontag zusammen und fummelte das Vieh zusammen. Kaum fertig entriss es mir die Kleinste und schleppte es fort. IMG_0127Ich hatte extra Pellets besorgt um den Hasen zu stopfen, damit er auch sitzen kann. Da ich aber die weichen gekauft habe funktioniert das dann halt doch nicht. IMG_0128Man beachte das puschelige Schwänzchen in Kontrastfarbe. Die Babytochter hat das Häschen übrigens Pups getauft. Dies mag daran liegen, daß eines ihrer momentanen Lieblingsbücher Pipikack ist und da sagt der Hase am Ende “PUPS”.  Anleitung über Sew Mama Sew, Stoffe, wie gesagt, aus dem Fundus. Als Füllung eine Mischung aus weichen Pellets von Glorex und dem Inner Kissen von Ikea.

Caifornia Dreamin – The neverending Quilt

Irgendwann im Spätsommer 2010 stolperte ich über das California Dreamin Schnittmuster für einen Quilt. Es wurde auf der Freespirit Website angeboten. Da diese nun zu Coats gehören, scheint es die Seite mit den freien Mustern so nicht mehr zu geben aber hier ist der link zu der Anleitung (pdf).

Während eines Besuches meiner Mutter bot ich ihr an einen Quilt zu nähen und dieser hier gefiel ihr. Da er im Original aber zu klein als Bettüberwurf ist, beschloß ich zwar der Anleitung zu folgen, aber soviel weiteren Stoff anzunähen bis die gewünschte Größe erreicht war. Da uns die Farb- und Mustergebung gut gefiel bestellte ich die Originalstoffe wie von der Designerin vorgegeben.

Wie das so ist bei einem neuen Projekt steckte ich anfänglich sehr viel Energie und Zeit hinein. Da ein großer Teil mit “paper piecing” genäht wurde, kam ich trotzdem nicht so richtig schnell vorwärts.  Anhand meiner Fotosammlung kann ich noch nachvollziehen, daß ich Anfang 2011 zumindest einen großen Teil des Originals fertig hatte. Dann fing es an mit den Unterbrechungen, der Mann der für einen Freund einen Babyquilt brauchte, die Schwangerschaft mit K3 in der ich irgendwann einfach nicht mehr nähen konnte, diverse andere Projekte, Unlust, Wartezeit auf nachbestellte Stoffe etc. pp. Irgendwann war das Vorderteil fertig, ein bischen trödelte ich dann noch an der zusammengesetzen Rückseite rum. Dann fehlte noch das Quilten. Ich hatte inzwischen eine neue Maschine, aber es war klar, daß ich das riesige Biest von 2,2 x 1,6m nur am Eßtisch und nicht an einem Nachmittag fertig bekommen würde. Irgendwann letztes Jahr raffte ich mich auf und kniete stundenlange auf dem Boden um die drei Schichten des Quilts zu heften. Blieb das Problem des Quiltens. Anfang diesen Jahres traf mich dann die Erkenntnis, dass alles nichts hilft und ich ja mal den Longarm-Quiltservcie des hiesigen Quilthouse ausprobieren könnte. Also schleppte ich alles im Februar dorthin, pulte 30 min alle Nadeln wieder raus und lies das gute Stück dort.

Zwei Wochen später konnte ich ihn abholen und als vor einigen Wochen mal die Familie gesammelt an einem Sonntag mir die Wohnung überließ machte ich mich am Eßtisch breit und nähte das Binding einseitig an. Nur zwei bis drei Tage später nach stundenlangen Nähsessions mit zerstochenen Fingern war es dann nach gut 3,5 Jahren endlich geschafft und mein Mammutprojekt war fertig. Ohne viele weiter Worte präsentiere ich hier nun das Ergebnis.

IMG_8807Die Vorderseite

IMG_8809Die Rückseite, zusammengesetzt aus den Resten

IMG_8812Das Medaillon in der Mitte (erkennt man, dass es zusammengesetzt ist?)

IMG_8811Die Halbkreise, ebenfalls zusammgensetzt, in der inneren Umrandung

IMG_8814Das Binding (meine Briefecken werden immer besser) und ein bischen vom Quilting

Morgen werde ich den Quilt auf den Weg bringen und ich bin gespannt was meine Mutter dazu sagt. (Zwischendrin hatte sie schon die Geduld verloren und gemeint ich solle den Quilt verkaufen wenn er mal fertig wird)

Taschen für die Mädchen

Nachdem die Decke und der Anzug für das Baby meiner Freundin fertig waren, hatte ich außer Großprojekten nicht wirklich was zu Nähen. Da kam der Newsletter von Lillesol und Pelle gerade recht. Dort wurde ein neues Täschchen vorgestellt, welches ich mir ganz gut für die Kleinste vorstellen konnte.

Da kurz nach dem Erscheinen des Newsletters bei uns eine Stoffmesse statt finden sollte, beschloß ich nach dem die Suche nach Material in der Stadt unergiebig war, dort die Stoffe und das Zubehör zu erwerben. Am Stand von Limetrees fand ich ein hübsches Stoffpäckchen. Bei meinem Haus-und Hofladen Glücksmarie passendes Gurtband und Schnallen und bei Handarbeiten Kaiser Magnetverschluß und Reißverschluß (Den ich dann doch nicht nutzte). Klar, ich hätte das also fast alles auch ohne Messe vor Ort kaufen können, aber dazu hätte ich eine Rundreise quer durch Hamburg unternehmen müssen, die mir so erspart blieb. Das Schnittmuster war relativ gut erklärt und üppig bebildert, so daß die Umsetzung kaum Probleme machte. Ich werde jedoch das Gurtband an den Enden wieder auftrennen und Schieber einsetzen, damit der Gurt auf die Körpergröße der Kleinen angepaßt werden kann.

IMG_8657Zu dem unruhigen Stoff fand ich keinen passenden Aufnäher, da aber an der Stelle wo nun der Name prangt der Magnetverschluß verborgen werden mußte, machte ich mir diese Namensapplikation. Ich bin mit dem Ergebnis recht zufrieden und die Lütte ist mächtig stolz ihre eigene Tasche zu haben.

Auf der Stoffmesse hatte ich meine Große dabei, die eifrig mit mir das Angebot begutachtete. Leider war es sehr voll, so daß man gar nicht alles so richtig anschauen konnte, gerade für sie war es schwer. Trotzdem gab es einen Stand  (by Bea) dessen fertige Taschen sie recht hübsch fand. Glücklicherweise wurden dort auch die Schnittmuster verkauft und so nahmen wir dieses und ein Aufbügelbild sowie die Verschlußschnalle mit. Bei einem Aussteller der mir schon bei der Kreativmesse gut gefiel fanden wir hübschen Stoff für das Täschchen. Netterweise wurde uns der Stoff auch als Fat Quarter verkauft, so daß ich nicht viel mehr als das Benötigte mitnehmen konnte. Die Anleitung war relativ simple und mit wenig Text gehalten, aber doch so, daß ich ihr ganz gut folgen konnte und so stellte ich in kurzer Zeit die Tasche fertig.

IMG_8656Auch hier bin ich mit dem Ergebnis recht zufrieden. Die Tasche ist übrigens nicht schief, sondern nur nicht so sehr gut von mir ausgebügelt worden.

 

“Make a wish” im Einsatz

Es macht mich immer und immer wieder sehr glücklich wenn ich auf Fotos sehen, dass die von mir genähten Sachen tatsächlich im Einsatz sind und wertgeschätzt werden und nicht verschämt irgendwo in einer Schrankecke verschwinden. Wobei ich das eigentlich ausschließe, da ich vorher immer frage ob Interesse besteht und meist auch ganz gut einschätzen kann ob der/die Empfänger einen Sinn für Handgemachtes haben. Gestern bekam ich ein Foto von dem kleinen Erdenbürger für den ich den letzten Quilt genäht habe und habe nun die Erlaubnis das Bild mit meiner Leserschaft zu teilen.

DSCF5571 (600x800)Ich finde es steht ihm richtig gut.

Noch ein Kuschelanzug

Eigentlich nähe ich ungern Dinge zweimal. Aber da der Kuschelanzug von der Babytochter so kuschlig war und weil eine Freundin den auch unbedingt wollte, nähte ich ihn ein zweites Mal. Ich habe tatsächlich vergessen von dem zweiten Exemplar ein vorzeigbares und vorallem fertiges Bildchen zu machen. Nunja.

Nach der “Make a wish” Quilt  (Für das von der Freundin erwartete Baby, welches nun auch da ist) fertig war, war mir was das Nähen angeht ein bischen langweilig. Da kam der Newsletter von Purl Bee gerade recht, der als neues freies Projekt einen Babyoverall hatte. Ich fand den ganz hübsch und dachte mir, das zu erwartende Baby könne sowas bestimmt gebrauchen und der sei noch fixer zu Nähen als das Modell aus der Zwergenverpackung. Ich ging somit zum Nähladen des Vertrauens und versuchte geeignetes Material zu finden. Dabei wurde mir der Baumwollfleece gezeigt den ich sie im Angebot haben und ein daraus genähter Overall wie der den ich auch schon zweimal genäht hatte. Bei deren Modell  fielen mir zwei Sachen ins Auge, erstens, hatte man diesmal die Nahtzugaben/Nähte komplett zwischen Jerseyfutter und Außenstoff verborgen und die Einfassung war so ein fancy Strickschrägband. Das fand ich alles so schick, daß ich meine ursprünglichen Pläne und die Abneigung etwas mehrfach zu Nähen über Board warf und mit Material für einen weiteren Kuschelanzug aus dem Laden ging.

Ich schnitt zu, nähte, fluchte, trennte, nähte, bügelte, steckte nähte usw. bis der Anzug fertig war und präsentiere diesen nun ohne weiteres Gewese.

IMG_8465Der Anzug in seiner ganzen Pracht

IMG_8468Der Sternchenjersey als Innenfutter und mein Lable (Ich fand den Jersey so passend zu dem schon verschenkten Quilt)

IMG_8469Der Fleece in der Nahaufnahme inklusive des schicken Schrägbandes.

Anleitung: Kuschelanzug aus der Zwergenverpackung 2 von Farbenmix

Materialien: Baumwollfleece und Sternchenjersey, Kamsnaps sowie das Strickband gekauft bei Glücksmarie

 

Make a wish

Als eine meiner ältesten und besten Freundinnen mir mitteilte, daß sie ihr drittes  Kind erwartet, war eine der ersten Gedanken, daß sie natürlich zum Baby etwas handgearbeitetes bekommen soll. Ich ließ ihr die Wahl zwischen einer gestrickten oder einer genähten Decke und sie entschied sich für letztere.

In der Auswahl der Farben hatte ich freie Hand, keine Präferenzen, keine Abneigungen. So ging ich auf die Suche nach etwas geeignetem, das auch für mich spannend zu Nähen ist. Ich stieß auf Pinterest auf diese Decke, die mir sehr gut gefiel. Da es sich um ein fertiges Produkt handelt, zeichnete und errechnete ich mir meine eigene Anleitung. Einfarbige Stoffe hatte ich schon einige gehortet. Für die Sterne wählte ich meinen liebsten Punktestoff, den ich für den ersten Babyquilt gekauft und nur sparsam verwendet hatte.

Heraus kam dann dieses hier:

IMG_8443Ich nenne den Quilt “Make a wish”, finde das sehr passend für einen neuen Erdenbürger.

Für die Rückseite hatte ich mir etwas besonderes ausgedacht. Schon lange war ich fasziniert von den Chenille Blankets, die ich das erste mal hier sah. Dann stolperte ich während ich noch Anleitungen suchte über dieses Tutorial. Damit stand fest, das probiere ich für dieses Projekt. Ich bestellte Flanell, entschied mich für drei Farben, kombinierte die beiden Anleitungen und nähte die diagonalen Quiltlinien. Weil es ja noch nicht bunt genug war, nahm ich dieses Garn.

So sieht das aus

IMG_8451Nach dem Quilten wurden die entstandenen Tunnel auf der Rückseite mit diesem Werkzeug aufgeschnitten. Das funktionierte mehr oder weniger gut, die Klinge verstopfte ständig und war sie nicht verstopft, war die grad genutzte Stelle relativ schnell stumpf. Aber angenehmer als mit einer Schere war es allemal. Zur Vollendung brauchte es noch das passende Binding. Ich entschied mich gegen einen gemusterten Stoff und wählte das oben zu sehende Blau aus, damit etwas Ruhe in den Quilt kommt.

Dann folgte der spannenste Teil, das Wasche und Trocken um zu sehen, ob der gewünschte Effekt eintrat.

IMG_8446So sieht die Rückseite nun aus.

Bischen näher, damit man den Effekt auch erkennt.

IMG_8447Ich hatte für die Rückseite Mittelblau, Rot und Türkis gewählt. Da ich nicht, wie in der einen Anleitung vorgegeben decorweight fabric benutzt habe, gab eine extra Flanellschicht in weiß. Das ist das, was man durchblitzen sieht. Diese Schicht ist direkt auf der Rückseite des Quilttops und wurde nicht mit zerschnitten. Wie man weiterhin sieht, habe ich die Ecken gerundet und darum auch das erste mal das Binding in der Diagonalen (bias) zugeschnitten, damit es sich gut um die Rundungen legt.  Letztendlich habe ich dann auch endlich mal wie so oft schon gelesen/empfohlen den Obertransportfuß zum Annähen verwendet. Das war prima, das sonst etwas lästige “Schieben” der Schichten unterblieb damit fast gänzlich.

Ein letztes Bild habe ich noch, das zeigt, daß die Vorder- und Rückseite farblich wunderbar harmonieren. Da war ich länger unsicher, welche Flanelle den passenden Effekt bringen.

IMG_8450Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hoffe die Empfängerin freut sich darüber.

Fakten:
Größe: ca 99 x 99 cm
Stoffe: Für das Top hauptsächlich Kona Cotton Solids, für die Sterne einen Punktestoff von Alexander Henry. Die Flanelle sind von Robert Kaufman, das Binding ein Free Spirit Designer Solid.
Garn: Die Nähte sind mit Gütermann Garn, das Binding mit Aurifil genäht. Das Quiltgarn ist von Yli und oben verlinkt

Auf Rosen gebettet

Wer hier wohnt und nicht bei drei auf den Bäumen ist, der bekommt was genäht. Als klar war, daß der Hund einzieht, war genauso klar, daß ich ihm ein Kissen nähen werde. Na gut nicht sofort, aber nach Sichtung dessen was angeboten wird, entweder zu teuer oder hässlich oder beides.

Ich hatte noch im Hinterkopf, daß es bei Sew Mama Sew letztlich so etwas gab und fand es auch wieder. Das Pet Bed Turorial.

Daran und an der Erfahrung mit den Modern Bolster Kissen, die ich für die Kinder genäht hatte orientiere ich mich.

Ich hatte sogar extra diesen plush stoff aus der Anleitung bestellt, aber als er ankam, stellte ich fest, daß die Farben der zwei Stoffe nicht zueinander passen und der eine von beiden unglaublich quietschig ist. Mir fiel ein, daß ich, da das Kissen ja später im Schlafzimmer liegen soll, noch so Stoff da hatte der passen müßte. Also nicht irgendeinen Stoff, sondern welchen von Cath Kidston, der etwas dicker ist und zu den Gardinen paßt. Ein wenig frenetisches Suchen brachte eine größer als gedachte Menge zu Tage und nach einem Ausflug ins Alsterhaus war das Material komplett.

Einige Tage später, nachdem ich gerechnet, geflucht, zugeschnitten und genäht hatte, war das Kissen fertig. Leider hatte ich bockig den zu kurzen Reißverschluß eingenäht und somit riß beim Einsetzen des Innenkissens in den Bezug die Naht auf. So blieb mangels Zeit und Gekränktheit das gute Stück wochenlang liegen, bis ich mich erbarmte und es wieder auseinander nahm, mit drei Versuchen den Reißverschluß halbwegs ordentlich drin hatte und vorhin dann das letzte Stück wieder einsetzte.

Voilá:

IMG_8245Mit Hund, noch in der Küche

IMG_8253Seitenansicht

IMG_8254Von Oben

IMG_8247Und als Bonus ein Vanitybild des Hundes

Außer dem Stoff con Cath Kidston, habe ich für die Seiten Easy Cotton in Pink und für die Keder Westfalenstoff in Blau verwendet. Das Kissen ist 90x60cm groß. Es hat ein Innenkissen aus einfacher Baumwolle, welches mit dem Inhalt der Ikeafüllkissen gestopft ist. Hinten am Bezug befindet sich ein Reißverschluß, damit man das Außenkissen bei Bedarf waschen kann. Für den Keder habe ich mich grob an diesem Tutorial bedient, da ich solche bisher nur einmal gemacht hatte. Last but not least, alle Stoffe sind noch einmal mit aufbügelbarer Gewebeeinlage verstärkt, damit die Hundekrallen sie nicht so leicht zerreißen können.

Bleibt nur zu hoffen, daß das Vieh die Arbeit auch zu schätzen weiß und das Kissen später (wenn sie sauber und nachts nicht mehr eingesperrt ist) annimmt.