Nach all der Zeit

Wer mich kennt oder wer auch nur länger als fünf Minuten mit mir geredet hat, weiss, dass ich seit Jahren versuche den Einstieg in meinen Beruf zu finden. Durch das ungeplante K1 ist da einiges aus dem Ruder gelaufen. Es wurde mit K2 dazu nicht einfacher, aber trotzdem habe ich mit zwei Kleinkindern nebendran  mein Staatsexamen fertig gemacht.

Aber weder der anschließende Fachanwaltskurs noch ein kurzer Job reichten zusammen mit meinem weiteren Lebenslauf aus um einen Arbeitgeber von mir ausreichend zu überzeugen. Kinder und wenig Berufserfahrung sind halt doch ein Risikofaktor. Vielleicht habe ich auch die falschen Stellen angeschrieben oder meine Texte falsch formuliert. Man weiß es nicht.

Die Situation war, um es knapp zu sagen, nicht zufriedenstellend. Ich habe versucht, über diverse Institutionen Hilfe zu bekommen, doch das Angebot für Menschen mit akademischer Ausbildung ist rar oder auf wissenschaftliche Mitarbeiter bzw. Doktoranden beschränkt. (Dazu könnte ich glatt einen Roman schreiben) Andere Hilfsangebote, die ich (frühzeitig) in Anspruch nahm, waren eher auf Menschen mit Ausbildungsberufen zugeschnitten. Das Arbeitsamt glänzte zumeist mit ratlosem Schulterzucken.

Ich beschloß dann, dass ich genauso gut erst noch ein Kind bekommen kann, denn ich sagte immer, eher bekomme ich mit 45 noch einen Job als ein drittes Kind. Gut ich bekam, dann mit knapp 42 und mit 44 noch ein weiteres Kind, aber das ist eine andere Geschichte. Funfact am Rande, als ich kurz vor der Geburt von K3 war sollte ich über eine Personalvermittlung zu einem Vorstellungsgespräch, die mich aber leider nicht mit dickem Bauch schicken wollten, obwohl der Arbeitgeber meinen Lebenslauf gut fand. Und als K4 7 Wochen war, hatte ich ein recht gutes Vorstellungsgespräch, im Endeffekt bekam ich die Stelle dann aber nicht.

Immer wieder bekam ich den Ratschlag etwas anderes als meinen Ausbildungsberuf zu versuchen, mich selbständig zu machen, aufzugeben, ehrenamtlich zu arbeiten und was auch immer. Ich glaubte in den Augen meiner Gesprächspartner immer wieder Empathie zu lesen, aber auch leises Kopfschütteln, dass ich stur darauf beharrte, das machen zu wollen, was ich mir in den Kopf gesetzt hatte. Und auch den verkniffenen Hinweis, dass es nach der langen Zeit doch keinen Zweck mehr habe.

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Tja, vor zwei Wochen las ich eine Ausschreibung die sich an Juristen richtete, als Alternativberuf aber die ReNo angab. Ein Telefonat weiter, wusste ich es handelt sich um einen Hybrid. Gesucht war eine Assistenz mit juristischen Kenntnissen. Kurz nach dem Abschicken der Bewerbung bekam ich einen Anruf. Es folgten ein Vorstellungsgespräch, weitere Telefonate, ein weiteres Treffen, einige Emails, noch mal Telefonate und heute unterschrieb ich meinen ersten Anstellungsvertrag, fast in meinem Beruf. (Und die Zusage kam gerade noch mit 45 ;)) Eine Chance, eine Herausforderung und auf alle Fälle spannend. Unterschrieben hab ich mit meinem Füller, den ich mir nach Bestehen des zweiten Staatsexamens habe schenken lassen, auch um damit einen künftigen Vertrag zu unterzeichnen.

Ich kann nicht ansatzweise in Worte fassen, was das für mich bedeutet.

Konzertwoche Teil 2 – Kings of Leon

Nach dem Amy MacDonald Konzert war vor dem Kings of Leon Konzert. Zwei recht unterschiedliche Musikrichtungen, aber das ist mir Wurst, denn ich höre schliesslich nicht nur ein Genre. Es kam also der Tag des zweiten Konzertes in einer Woche und irgendwie war das komisch, denn so viel Konzerte hatte ich in den letzten drei Jahren nicht und nun zwei in einer Woche. Wie jeden Abend mit den vier Rabauken war ich auch an dem Abend recht müde und hätte die gebuchte Babysitterin am liebsten einfach nur da gehabt um die Kinder zu versorgen während ich mich auf dem Sofa einrolle. War aber nicht wegen ist nicht.

Also bei dem Eintreffen des Gatten erstmal die Visage restauriert (meine, nicht seine) und rumgewühlt, was in Anbetracht des Konzertes wohl eine angemessene Bekleidung sein könnte. (Ich lag mit meiner Auswahl gold richtig) Nach gefühlten 1000 Ermahnungen an die Kinder, 100 mal nachprüfen ob die Karten eingesteckt sind, 30 mal in den Spiegel schauen und beim Verlassen der Wohnung einmal zurück hetzen, da ich mein Handy vergessen hatte, sassen wir endlich im Taxi zur Arena in der das Konzert statt finden sollte. Bei Ankunft war ich doch etwas überwältigt ob der Menschenmenge und der Größe der Arena, wie schon erwähnt, man kommt ja nicht so oft raus und schon gar nicht in so große Veranstaltungsorte 🙂 Mein letztes großes Konzert war Depeche Mode im Volksparkstadion (Ich habe den Überblick verloren wie das aktuell heißt) vor 4 Jahren.

Nach der üblichen Runde, Pipi, Garderobe suchten wir den Eingang zum Innenraum, der Mann hatte sich nicht lumpen lassen und schicke Karten für mittendrin gekauft. Boah groß. Wobei, eigentlich ist das affig, denn vor ca. 5-6 Jahren hatte ich dort schonmal Amy MacDonald gesehen. Sidenote, das war gar nix für ihre Musik, weder war die Halle voll, noch kam ihre Ausstrahlung und Musik gut rüber.

Bei der Einlasskontrolle hatte ich mich noch erkundigt ob es eine Vorband gäbe, davon stand nämlich nix auf den Tickets. Also schlurfte ich ein wenig maulig, da dies positiv beantwortet wurde mit dem Mann in den Innenraum. Ich hatte keine große Lust, dass sich der Konzertbeginn noch ewig verzögerte, da ich müde war und möglichst schnell den Hauptakt erleben wollte. Fast pünktlich um 20.00 Uhr kam dann die Band auf die Bühne, deren Namen ich bei meiner Nachfrage nicht verstanden hatte. Durch komisch rotes Gegenlicht konnte ich auch nicht genau erkennen wer oder was da auf der Bühne agierte. Aber es hörte sich so gut an, dass ich währenddessen rumgoogelte und rausfand, dass es „Wild Nothing“ waren. Diese waren dann nach 30 – 40 Minuten fertig und es folgte eine gefühlte ewige Umbaupause bei der sich der Innenraum zunehmend füllte und meine Sicht auf die Bühne immens verschlechterte. (Meine Laune sank ein wenig). Eine Stunde, zehn Minuten nach offiziellem Konzertbeginn waren die Herren KOL dann endlich auf der Bühne. Sie starteten mit einem meiner Lieblingssongs von „Mechanical Bull“. Das versöhnte mich ein wenig mit der Gesamtsituation eher nicht großwüchsig zu sein. (Ich habe den Eindruck, dass vom Innenraum irgendwie das Höhenverhältnis zur Bühne nicht stimmt, so dass man wirklich keine besonders gute Sicht hat).

kol(Dieses Bild hat der Mann für mich gemacht, sein phone hat die bessere Kamera und er mehr Körperlänge als ich :))

Spätestens beim zweiten oder dritten Song war mir klar, dass der Sound in der Halle grotten mies war. Zu hoch ausgesteuert, dass es in den Ohren fiepte und die wunderschöne, heiß geliebte Stimme des Sängers kam überhaupt nicht zur Geltung. Dann auch noch eine Zusammenrottung lauter groß gewachsener Menschen vor mir und kurz vor Mitte des Konzertes hatte die Masse vor mir nur noch ein Ziel, möglichst viel des Konzertes mit dem Smartphone festzuhalten, fotografisch und filmisch. Das hatte zur Folge, dass ich auch auf Zehenspitzend hampelnd nur noch in ein ein Meer von Displays dieser kleinen Geräte schauen konnte. Da ich eh schon schlecht sah und dank der seltsam gegenlichtigen Beleuchtung auf der Bühne wenig von den Musikern erkannte sank meine Laune ins Bodenlose. In der Mitte des Konzertes fand eine Art akkustischer Teil statt bei dem ich während eines ruhigeren Songs einen der Filmenden vor mir so anraunzte, dass dieser laut des Gattens den Rest des Konzertes sein Smartphone nicht noch einmal hoch hob. Während des Akkustikparts war hinter einem Vorhang die Bühne umgebaut worden und es kamen höher montierte größere Monitore hinzu.So konnte ich im zweiten Teil des Konzertes wenigstens auf den Monitoren sehen was auf der Bühne passierte. Leider blieb der Sound ultramies, so dass mir vertraute Stücke, die mir zudem am Herzen liegen, verfälscht und mit wenig Tiefe rüberkamen.

Trotz der besseren Sicht hob sich meine Laune nicht in absolute Konzertbegeistertheit. Das lag zum einen daran, dass ich komplett irritiert war, dass die Band kaum mit dem Publikum spricht. Sie kamen auf die Bühne, spielten los, Song zu Ende und nahtlos der nächste. Nach drei oder vier Stücken kam ein kurzes Hallo und weiter ging es. Das änderte sich im Laufe des Konzertes wenig und ein mal sagte der Sänger wortwörtlich das Gleiche wie der Sänger der Vorband.

Zum Ende hin dann noch eine kurze Vorstellung der begleitenden Musiker und ein teil der Roadies wurde zur Begleitung des letzten Songs auf die Bühne gebeten. Tschüß und das war es, keine Zugabe. Schon etwas komisch.

Für mich macht ein gutes Konzerterlebnis aus, dass ich sehe was passiert, dass ich die Künstler beobachten kann während sie tun was sie so tun, dass der Sound gut ist und dass mir die Musik gefällt. Da ich weder (gut) sehen konnte noch einen guten Blick hatte und mir die Interaktion der Band mit dem Publikum viel zu gering war um eine Verbindung aufbauen zu können, ging ich etwas enttäuscht nach Hause. Mir ist schon klar, dass keine echten Verbindungen aufgebaut werden, aber selbst die routinierte Interaktion von Depeche Mode hatte mehr Charme als, das was die KOL ablieferten. Nichtsdestotrotz mag ich deren Musik sehr und wünsche mir, die Band nochmal zu sehen. In einem kleineren Rahmen, denn ich merke wirklich, diese Massenhallen sind nix für mich. Alles zu groß, zu eng und zu weit weg. Und vorallem möchte ich die Band nochmal mit gutem Sound live sehen und weniger zugeknöpft.

 

 

Konzertwoche Teil 1 – Amy MacDonald

Mit vier Kindern kommt man ja nicht mehr so oft aus dem Haus. Zumindest nicht abends und zum reinen Amusement. Das gilt vorallem wenn man weder einen zuverlässigen Babysitter noch Verwandtschaft in der Nähe hat, die einem die Brutpflege ab und zu abnimmt.

Nichtsdestotrotz schenkte mir der Mann zu Weihnachten Konzertkarten. Karten für das Hamburg Konzert der Kings of Leon. Ich war schon ein wenig erstaunt, wie er darauf kam, aber ich mag die und fand die Idee hübsch. Fun Fact, hinterher erzählte er mir, er dachte er hätte Karten für die Band gekauft, deren Sänger einen Iro trägt. Ich musste ein wenig überlegen bis ich darauf kam, dass er 30 Seconds to Mars meinte. Da hatte ich vor einigen Jahren (!) das eine Video immer mal wieder mit der großen Tochter geschaut, weil ich daran etwas faszinierend fand. Ich bin aber dann doch erleichtert, dass es KOL geworden sind, denn die mag ich wesentlich lieber und höre sie öfter.

Kurz vor dem Konzerttermin fragte mich der Mann was ich drei Tage vorher abends vorhätte und ob ich Lust hätte an diesem Tag ein Konzert anzuschauen. Etwas verwirrte fragte ich nach, was er von mir wolle. Es stellte sich raus, dass sein Kontakt zu Universal Music sich erinnerte, dass ich Amy MacDonald vor einiger Zeit ganz toll fand. Er erinnerte sich natürlich nicht einfach nur so, sondern, weil diese in Hamburg ein Radio Konzerte geben sollte. Und für eben dieses Konzert wollte er uns einladen (Danke Dirk!). Toll.

Wir nahmen die Karten also an und da wir für den Abend unsere neuerdings vorhandene Babysitterin nicht buchen wollten, da es der Geburtstag von K3 war und diese an ihrem Geburtstag nicht abends ohne ein Elternteil sein sollte, reservierte der Mann die Karten für mich und die größte Tochter.

Nach der Feier für K3, schon ziemlich k.o. restaurierte ich mich, schnappte mir das große Kind und wir fuhren los. NDR2 veranstaltete das exklusive Radiokonzert in kleinem Rahmen mit einer Zuschauerzahl von 400 Leuten. Recht intim also.

Meine Begeisterung für Amy MacDonald hat in den letzten Jahren ein wenig abgenommen, da ich fand, dass ab dem zweiten Album ihre Stimme auf den Cds komisch abgemischt wurde und ihre eindringlichen und schönen Melodien oft dem Markt zuliebe mit so Umta Beats unterlegt wurden. Trotzdem habe ich sie mir letzten Sommer auf dem Summers Tale Festival angesehen und fand sie immer noch gut.

Da das Radiokozert hauptsächlich zur Promotion der neuen CD statt fand, war ich gespannt, was Amy uns nach vier Jahren CD Pause bieten würde. Es war super angenehm in dem kleinen Saal, da man gute Sicht hatte und nicht sehr weit weg von der Bühne sass.

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Beim ersten Song hatte ich Tränen in den Augen. Es war einer der alten und einer derjenigen, der mich immer irgendwie berührt hat. Außerdem war die Akkustik bombastisch. Vielleicht heule ich bei Livemusik aber auch immer etwas los, weil ich das jedesmal überwältigend finde. Das Programm ging dann weiter mit neuen und alten Stücken durcheinander, wobei Amy jedesmal extra betonte wenn sie eines der neuen Stücke spielte und immer wieder auf den Erscheinungstermin der CD hinwies und auf das kommende Konzert im Sommer im Stadtpark. Das war aber weniger nervig als es klingt, denn es kam sehr charmant rüber. Überhaupt sprach sie viel mit dem Publikum, auch über die aktuelle Situation in den USA. Sie legte wirklich Wert darauf mit dem Publikum in Kontakt zu treten und ein Gemeinschaftserlebnis entstehen zu lassen. Passend dazu forderte einer der Musiker während der Lieder gerne mal Aktionen des Publikums eins, die den Song begleiten sollten. Nach einer guten Stunde war das Konzert leider schon wieder vorbei. Was ich etwas komisch fand war, dass das Publikum hanseatisch entfesselt, maximal leicht mitwippte und auch bei den Bitten bekannte Passagen mitzusingern eher zögerlich agierte. Vielleicht lag es am Durchschnittsalter, vielleicht lag es an dem komplett bestuhlten Saal. Unter dem Strich war es aber ein schönes Konzert. Und ich empfand es so wie ich es anschliessend in einer Konzertkritik las, die Stimme von Amy MacDonald ist noch kräftiger geworden, mehr Tiefe und wie schon immer sehr eindringlich.

Und damit dieser Beitrag nicht den Rahmen sprengt verwurste ich die EIndrücke des KOL Konzertes in einem gesonderten Beitrag.

Was ziehe ich nur an – Zalon by Zalando

Irgendwie kennt das jeder, man steht morgens vor dem Schrank, überlegt was man gemäß Wetter und Tagesplan anziehen soll und ist unschlüssig. Es gefällt nix, es passt vielleicht nicht oder es paßt nicht zusammen was säuberlich gefaltet vor einem liegt.
Oder aber, man versucht dem Kleiderschrankdilemma Herr zu werden und geht einkaufen um eben diesen mit kombinierbaren und tragbaren Stücken zu ergänzen, damit es morgens im günstigsten Fall ein Kinderspiel ist und man im Handumdrehen gut angezogen das Haus verlassen kann.

Geht man dann los um sich voll motiviert ins Shoppinggetümmel zu stürzen, dann gibt es irgendwie nix, oder nicht das Richtige oder man weiß nicht so genau was man will oder, in meinem Fall, ich komme dann oft mit irgendwas hübschen für die Kinder oder im schlimmsten Fall für den Mann zurück:) Hilft ja auch nur bedingt.

Für wohlhabendere Menschen gibt es in den einschlägigen Läden/Kaufhäusern den Service einer Stylebratung, so daß dann eine Angestellte mit einem ein stilsicheres outfit zusammenstellt. Nicht so meins und auch nicht in meiner Preisklasse. Einmal hat mir der Mann zu Weihnachten eine Stilistin geschenkt, die zu mir nach Hause kam und mit mir den Kleiderschrank durchging. Das Ziel war, dass sie mir vorschlug welche Teile, die ich schon besitze gut miteinander zu kombinieren sind und welche „Keypieces“ ich noch anschaffen solle. Ich war mit dem Ergebnis nur so mittel zufrieden, denn die Auswertung und die Vorschläge die per Mail anschliessend kamen waren nicht befriedigend.

Letztens dann sah ich auf facebook, dass jemand diese Stylebox von Zalon (by Zalando) mit recht zufriedenstellendem Ergebnis bestellt hatte. Das machte mich neugierig und als ausgewiesenes Spielkind musste ich das ausprobieren.

Das funktioniert so, man wählt den Stil aus in dem man Kleidung erhalten möchte, gibt diverse Daten zu Größe, Alter und Geschlecht an. Nennt Vorlieben und Abneigungen bezüglich Bekleidung und wo man den Schwerpunkt haben möchte. Man sucht sich einen der vorgestellten Stylisten (die sich kurz selbst vorstellen) aus und klickt aus vorgeschlagenen Marken die an, die man mag.
Am Ende schickt man das ausgefüllte Formular ab und wartet. Nach einigen Tagen kommt eine Vorschau der von dem Stylisten vorgeschlagenen Kleidungsstücke die man dann noch einmal bearbeiten kann, sprich abwählen und kommentieren wieso diese einem nicht zusagen.

Nach kurzer Zeit ist es dann soweit und die Box kommt zu einem nach Hause. Ich muss sagen, sie ist schon recht groß. In meiner waren zwei Hosen, drei Blusen, zwei Langarmoberteile, drei Pullover und zwei Strickjacken. Dazu ein Paar Schuhe und ein Halstuch. Die Sachen kommen mit einem bebilderten Vorschlag wie man sie miteinander kombinieren kann/soll, also was sich der Stylist dabei gedacht hat. Diese Auswahl war recht stimmig.

Von der Optik her waren die gewählten outfits schick, haben mir gefallen und entsprachen auch ungefähr dem, was ich mir vorgestellt hatte. Bei einigen gefiel mir der Kragen oder die Farbe nicht und bei anderen war der Schnitt für mich einfach viel zu weit. Da finde ich, dass wenn man Gewicht und Größe angegeben hat, die Auswahl etwas besser hätte sein können. Bei zwei Teilen war ich sehr enttäuscht, dass, obwohl ich angab, dass ich 100% Polyester ablehne, diese zu 90% bzw. zu 70% aus Polyester bestanden. Die Schuhe waren leider etwas zu eng und gefielen mir nicht so besonders, dass ein „Habenwollenreflex“ einsetzte.

Die mitgeschickte Jeans war ein voller Erfolg, sie sitzt gut und ist so wie ich mir eine Jeans gewünscht habe, auch wenn ich bei der Marke im Flagshipstore noch nie fündig geworden bin. Auch eine der Strickjacken gefiel mir sehr gut, genau mein Stil und vom Material passend. Ich wäre allerdings nie auf die Idee gekommen bei dem Hersteller in den Laden zu gehen und dort zu stöbern. Insofern waren die zwei Teile gut gewählt und mal eine Inspiration jenseits des üblichen Einkaufsverhaltens. Als drittes Teil habe ich dann noch eines der Langarmshirts behalten, das war keine Überraschung, denn solche kaufe ich von der Marke immer mal wieder.

Ich habe zwar einen großen Teil zurück geschickt, aber das lag entweder daran, dass ich so oder so ähnlich schon ausgestattet bin, oder im Moment nicht unbedingt Bedarf hatte. Außerdem kamen dann noch die Schnitt- oder Materialunzufriedenheit dazu. Mein Fazit ist, dass ich das bestimmt noch einmal machen werde, da es neue Anregungen gibt. Ich sollte beim nächsten Mal eventuell den gewünschten Stil variieren, damit ich nicht Bekleidung zugeschickt bekomme, die ich ähnlich schon besitze. Erfolgreich war auf alle Fälle, dass ich nicht (mit oder ohne Kind an der Backe) losziehen musste um mehr oder weniger frustriert in der Stadt rumzueiern. Gut gefallen hat mir die Verpackung und wie alles nett mit Bändchen verschnürt war. Die Rücksendung der nicht gewollten Sachen war problemlos, ein bezahlter Rücksendeaufkleber liegt bei und ich wurde nach Eingang der Rücksendung zügig informiert. Bezahlt habe ich per Rechnung, musste so auch nichts vorher auslegen.

Mir hat das unterm Strich jedenfalls so gut gefallen, dass ich dem Mann auch so eine Box (ja gibt es auch für Männer) bestellt habe. Er fand seine Auswahl gut, hat sich dann aber dagegen entscheiden etwas zu behalten.

 

Bye bye Wunder von Bern

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Ich hab über das Musical „Das Wunder von Bern“ schon an anderer Stelle geschrieben. Über den Inhalt und über meine Verwunderung, wie wenig es angenommen wurde.

Ich schrieb auch darüber, dass das Tochterkind dort mitspielte und wie gut sie das in meinen Augen gemacht hat. Letzte Woche hatte sie nun ihre letzte Aufführung (Derniere) und am gestrigen Abend schauten wir uns gemeinsam die allerletzte Show an. Damit ist das Stück nun eingestellt.

Obwohl das Kind nicht auf der Bühne stand, liefen bei mir doch wieder Tränen, nicht nur weil der Inhalt einfach bewegend ist, sondern diesmal auch weil es eine sehr schöne Abschiedsvorstellung war. Das Publikum war begeistert, wie ich es selten erlebt hatte, machte mit, jubelte, gab Zwischenapplaus und war einfach voll dabei. Es fing schon damit an, dass vor Showbeginn der Theaterleiter eine rührende Abschiedsrede hielt, in der auch all den Bühnenkindern (diese sassen alle im Publikum) gedankt wurde und diese alle unter heftigem Applaus des Publikums einmal aufstehen mussten. Während der zweiten großen Kinderszene gab es vor allem von diesen ehemaligen Bühnenkindern und dem Rest des Saales lautstarken Zuspruch und Jubel, was wirklich berührend war. Und dann natürlich der Abschied auf der Bühne. Schon kurz vor dem großen Finale holte das Publikum Knicklichter raus und begleitete das letzte Lied mit blauem Licht. Zum Abschiedsapplaus stand der komplette Saal, der Applaus nahm kein Ende und auf der Bühne sah man Tränchen fliessen. Bewegend.

Ich kann sowieso nicht gut mit Abschieden, aber dieser war für mich nochmal besonders. Über zwei Jahre haben wir die Tochter begleitet, wie sie von Hobbysängerin und Rampensau unter Anleitung der Trainer einen riesigen Sprung machte, wie sie sich persönlich weiter entwickelte, älter wurde und routiniert ihre Shows spielte. Es gehörte zu unserem Alltag dazu, dass sie zu den Proben ging und erst oft, später nicht mehr so oft, zu den Auftritten fuhr und abgeholt werden musste. Es war ein fester Bestandteil der familiären Planung. (Es war so präsent, dass K3 bei jeder Werbefläche brüllte „Wunnavon Bääan) Ich sah, wie das Kind vor Stolz platze, vor Erschöpfung nölte, mal lustlos, mal voll motiviert aber doch immer mit Herzen bei der Sache war. Und das hinterläßt nun ein Loch. Wir werden sehen, wie sie es füllen wird und was die Zukunft für sie bringt.

Mir bleibt die wehmütige Erinnerung an eine wunderschöne Show und eine intensive Zeit, nicht nur für sie.

 

 

 

 

Gilmore Girls – the revival and me

Ich hab alle vier Folgen fertig, zweimal, komplett, außer dem Musical, das habe ich jedes Mal überspielt und die Szene der LADB sah ich dreimal.

Ich bin emotional immer noch verwirrt. Wenn nicht sogar angefressen.Ich hab inzwischen viele Reviews gelesen und noch mehr Kommentare von Fans. Geholfen hat es nicht.

Schon am Ende der ersten Folge fühlte ich mich komisch, irgendwas war aus der Balance. Ich kam nicht in das Stars Hollow Gefühl. Im Gegensatz zu vielen Kommentaren war es für mich nicht wie nach Hause kommen. Auch wenn ich es kenne nach längerer Abwesenheit wieder in die eigene Wohnung zu kommen, alles ist ein bischen fremd, anders, war es nicht das. Es waren die Bilder der bekannten kleinen heilen Welt und irgendwie doch nicht. Ich schob es erstmal darauf, dass das Anschauen von diversen nicht schlafen wollenden Kindern mehrfach unterbrochen wurde. Doch es wurde weder beim zweiten Durchgang noch bei den folgenden Folgen besser. Eher schlimmer.

Irgendwann dachte ich, ihr habt es kaputt gemacht, ihr habt es einfach kaputt gemacht. Natürlich spielte die Abwesenheit von Richard (Ed Hermann) eine große Rolle, seine „Nichtpräsenz“ war plastisch, Raum einnehmend. Gleichzeitig das Gefühl, dass durch seinem Verlust eine ausgleichende, beruhigende Kraft fehlte.

Und dann die drei Gilmore Girls.

Emily erschüttert durch den Verlust des Ehemannes, nachvollziehbar. Toll und überzeugend dargestellt. Trotzdem hatte selbst die Weiterentwicklung in die selbständige, alleine lebende, selbstbestimmte Witwe etwas zerstörerisches. Alle Brücken abbrechen, den ewigen Konflikt mit Lorelei aufrecht halten, mit der DAR brechen, das Haus verkaufen, wegziehen. Kein Zurück, alles auf Anfang. Damit fällt ein Fixpunkt der Serie weg, es wird keine Freitagsdinner mehr geben.

Apropos Zerstörung, wieso streiten sich Emily und Lorelei erbitterter als in den alten Folgen. Ich hatte den Eindruck, sie waren mit ihrer Beziehung in den alten Folgen schon weiter gekommen was Annäherung und Vergebung angeht. In den neuen Folgen scheinen die Auseinandersetzungen härter, tiefer unter die Haut zu gehen. Sicherlich notwendig, damit sie die Therapie erklärt, aber selbst die verkommt zur Farce und auch die hochgelobte Szene in der Lorelei der Mutter am Telefon an den Vater erzählt hat nicht den heilenden, versöhnlichen Effekt wie andere ältere Szenen der Serie.

Lorelei. Ja Lorelei, wie von den Fans gewünscht ist sie immer noch mit Luke zusammen, glücklich wie sie sagt. Es scheint sich jedoch eine gewisse Routine in die Beziehung eingeschlichen zu haben, eine Routine die irgendwann dazu führt, dass wichtige Dinge nicht mehr angesprochen werden. Was natürlich auch dran liegen mag, dass Beide miteinander ein Kommunikationsproblem haben. Weniger dramatisch (im Gegensatz zu den Fans und Emily,) finde ich hingegen, dass die beiden nicht verheiratet sind. Ein Trauschein kann doch nicht der endgültige Beweis für Verbindlichkeit sein. Wobei suggeriert wird, dass sich daran die mangelnde Verbindlichkeit von Lorelei festmacht. Nun gut. Auch Lorelei wirkt im Revival angeschlagen, das Dragon Fly existiert so vor sich hin, hat seinen Höhepunkt hinter sich und benötigt um eine Zukunft zu haben eine Erweiterung. Der Streit mit der Mutter eskaliert und die mangelnde oder falsche Kommunikation mit Luke, sowie ein Streit mit Rory führen dazu, dass für sie die Situation eskaliert und sie sich eine (wenn auch kurze Auszeit) nimmt. Irgendwie ungewohnt und anders als in den alten Staffeln, wo die Probleme angegangen wurden, sie mit ihrer Energie, Zielstrebigkeit und ihrem Optimismus es immer schaffte die Situation im Positiven zu lösen. Sicherlich führt die Auszeit dazu, dass sie einen Schritt auf die Mutter zu geht, sich mit Rory wieder versöhnt und endlich bereit ist Luke zu heiraten. Trotzdem bleibt das, was Lorelei in den alten Folgen ausmachte in den neuen Folgen etwas auf der Strecke oder wirkt gedämpft, müde. Sicherlich ist sie keine Frau mehr in den Dreißigern, trotzdem sollte die alte „quirky“ Persönlichkeit doch noch mehr zu spüren sein.

Und dann Rory. Rory, die trotz guten Abschlüssen und einem guten Anfangsjob Ende der letzten Staffel die Welt vor sich zu haben schien, jetzt mächtig am Schwimmen ist. Eine regelrechte Quarterlifecrisis, auch wenn eine solche vielleicht nicht mit Anfang Dreißig erwartet wird. Andererseits finde ich es nicht unüblich und ungewöhnlich in der heutigen Zeit in diesem Alter nach einem erfolgreichen Job und erfolgreicher Free Lance Arbeit plötzlich da steht und nicht weiter wie?, wenn das bisher gelebte einem nicht mehr einfach in den Schoss fällt. Unangenehm fand ich jedoch, dass das was Rory in den alten Folgen ausmachte, ihr ruhiger Charme, ihre Intelligenz, ihre wache Ausstrahlung und vorallem ihr Ehrgeiz komplett verschüttet zu schein liegen. Sie wirkt ein wenig wie eine blasse Karikatur ihrer selbst. Die Geschichte mit Paul, geschenkt, ein Witz den ich nicht verstehen will und muss auch wenn es nicht zu der Rory der alten Folgen passt so gedankenlos über eine so lange Zeit mit einer Beziehung umzugehen. Die Geschichte mit Logan? Tragisch. Ich habe es so verstanden, dass sie hauptsächlich die Regeln („no strings attached“ „What happens in Vegas …“) festlegt, ja geradezu darauf beharrt. Dass Logan verlobt ist erfährt sie erst später. Dass eine laufende Verbindung dann nicht gleich gelöst wird, kommt vor. Moralisch mag ich das nicht zu verurteilen. Emotional sehe ich tiefe Zuneigung auf Beiden Seiten und denke, würde sie ein wenig mehr Verbindlichkeit wollen/einfordern, dann wäre Logan sofort an ihrer Seite. Wahrscheinlich soll dieses sich nicht Einlassen wollen auf etwas Verbindliches eine Parallele zu Ihrer Mutter darstellen. Gibt dem Ganzen halt die Tragik, die der Person Rory das ganze Revival anlastet. Mich trifft besonders, dass sie trotz aller Ausbildung und Möglichkeiten nicht den Job findet/gefunden hat, der zu ihr passt. Und dass sie nicht in der Lage ist sich dem anzupassen und ihre Erwartungen runter zu schrauben. Ich finde es super wenn man einen Traum hat und wenn man gewissen Ansprüche an eine Arbeit hat. Ich finde es auch nachvollziehbar, dass man um seinen Traum kämpft. Aber die Rory in den neuen Folgen kämpft nicht für ihren Traum, sie geht schlecht vorbereitet in Gespräche und sie geht nicht den Weg ihr Ziel zunächst auf einer unteren Ebene zu verfolgen um dann aufzusteigen. Ich finde das paßt nicht zu dem Charakter der uns 7 Staffeln präsentiert wurde und zerstört ein weiteres mal die „kleine Heile“ Welt die ich so lieben gelernt habe.

Unter dem Strich werden die drei Hauptpersonen für mich angeschlagen/kaputt skizziert ohne den für eine „Schneekugelwelt“ relativ einfachen easy way out. Ich finde Realismus in Serien durchaus gut, aber in dieser Serie wurde er für mein Gefühl falsch umgesetzt.

Apropos Umsetzung, maßlos geärgert hat mich, dass geliebte und vermisste Nebendarsteller zu einem großen Teil nur beliebig und sehr kurz in die Szene geworfen wurden, ohne Story ohne Hintergrund, ohne Sinn und Verstand. Was soll das? Die Story dreht sich zwar um die Gilmore Girls, aber Stars Hollow und seine Bewohner sind so etwas wie ein inoffizielles Gilmore Girl und somit nicht unwichtig. Gerade Laine, Miss Patty, Liz etc. hätten ein wenig mehr Liebe zum Detail verdient gehabt. Diese völlig bekloppte Szene mit April wirkte total überzeichnet und unstimmig. Genau so wie die Szene mit Lorelei und Rory am Pool oder Erklärung einfach nur albern und überflüssig war. Das Musical fand ich so schwachsinnig, das erwähne ich nicht weiter. Und der kurze Auftritt von Sookie? Der hat mich nicht überzeugt, er hatte etwas von den albernen Charakteren, die Melissa McCarthy nach Ende der GG in Serie in diversen Filmen zu spielen scheint. Die herzenswarme, tolpatschige und so liebenswerte Sookie war es für mich nicht.

In diversen Kommentaren wird kritisiert, dass der Auftritt der LADB überflüssig und zu lang war. Ich fand in großartig und stimmig. Freunde kümmern sich um eine Freundin der es mental nicht gut geht, ziehen sie einen Abend aus allem raus, zurück in die Leichtigkeit der Collegejahre und geben ihr ein Stück „Wir-Gefühl“ zurück. Weiterhin wird kritisiert, dass man mit Anfang Dreißig nicht mit Geld um sich wirft und solche Abende zelebriert, Bullshit. Wer in der heutigen Generation der Dreißiger ist denn wirklich niedergelassen und „erwachsen“. Außerdem war es ein Abend nicht ein ganzer Lifestyle.

Ich mag die vier Folgen jetzt nicht komplett verdammen, es gab gute, es gab sehr gute, es gab witzige und rührende Szenen. Aber das was man erwartet hat, was einem emotional geliefert werden sollte das kam für mich nicht an. Es war eher wie das Schwingen eines Hackebeilchens über der geliebten Schneekugel, auf Teufel komm raus etwas negatives hier und da einstreuen ohne es zu Lösen. Es wurden viele Storylines angerissen ohne sie zu Ende zu erzählen und die letzten vier Worte, nunja, irgendwie erwartet aber für mich nicht wirklich stimmig.

Stricken statt Nähen

Eigentlich kann ich ja gar nicht nähen. Sage ich immer, sagte ich immer. Bevor ich anfing regelmäßig zu nähen war meine Handarbeit eigentlich das Stricken. Als K1 so ein Jahr alt war, entdeckte ich es wieder, tauchte in die weiter(US) Blogwelt des Strickens ein und war damit wieder „zu Hause“. Nach einiger Zeit liess mich mein Strick Mojo im Stich und ich entdeckte das Nähen für mich. Stricken ist nur noch zweitliebstes Hobby. Aber in Zeiten in denen ich nicht an die Nähmaschine komme oder wenn ich irgendwas unbedingt haben/fertigen will, dann kehre ich immer wieder zurück.

Neben den Quiltprojekten dieses Jahr (und noch so ein bis drei nicht gezeigten kleine Nähprojekten) schlug ich immer mal wieder etwas an.Nur auf dem Sofa sitzen, sei es abends oder tags wenn ich die Kinder bespasse/hüte kann ich einfach nicht.

So ein, will ich unbedingt mal ausprobieren Projekt, lief mir Anfang des Jahres über den Weg. Ich glaube die liebe Lia machte mich auf twitter darauf aufmerksam.

img_1311Mouse Girl in a frilled dress by Little Cotton RabbitsIch glaube das sind alles My First Regia Garne, kann mich aber nicht genau erinnern 🙂

Diese Maus bekam K3 zum Geburtstag und schleppte sie danach recht lange mit sich rum. Eigentlich mag ich so kleine fiddelige Stricksachen nicht, aber ich wollte wissen ob ich das hinbekomme und ich fand die Anleitung so unglaublich niedlich.

Der Sohn, der sich gerne mal zurück gesetzt fühlt, obwohl es dafür keinen Grund gibt, aber so als einziger Junge hier … Jedenfalls wollte der Sohn im Anschluß an die Fertigstellung der Maus auch unbedingt so ein kleines Kuscheltier haben. Wer wäre ich wenn ich so einem Wunsch nicht sofort entsprechen würde 🙂

img_1373Boy Elephant in a Sweater auch von Little Cotton Rabbits, ebenfalls in My First Regia.

Ich weiß gar nicht wann ich angefangen hatte K1 ein Paar Socken zu stricken, es ist schon ein bischen her. Der erste Ansatz blieb bei einer Socke, denn als ich mal wieder Lust zum Stricken hatte, war die eine fertige zu klein.  Socken und ich, das ist ja so eine Haßliebe. Ich mache es so mittelgerne, aber seit meine Oma die Familie nicht mehr mit Socken versorgen konnte und seit sie nicht mehr lebt ist der Druck eben doch gewachsen diese zu stricken.

Dann war ich dieses Jahr zum Wollfest Hamburg, dort kaufte ich Sockengarn. Dazu kommt, ich liebe die Garne von Caterpillar Green Yarns. Überhaupt habe ich eine Schwäche für Sockengarn, da es im Vergleich  günstig ist und so schön bunt. Zurück zum Wollfest. Zum einen lernte ich dort die Wolle von Little Grey Sheep kennen und mußte einen Strang für Socken mitnehmen, zum anderen besuchte ich dort einen Workshop. Dieser wurde von Yarnissima abgehalten. Eigentlich ging es um das Häkeln von Granny Squares. Aber Yarnissima ist eigentlich für ihre interessanten Sockenmuster bekannt und beliebt, die alle toe up gestrickt werden. Jedenfalls inspirierte dieser Workshop mich dazu, es doch noch einmal mit der toe up Methode zu probieren. Bisherige Versuche führten dazu, dass ich die Nadeln und das Garn frustriert und verknotet in die Ecke warf.

img_1341Tadaaa, meine ersten toe up socks. Garn: BFL Socks von Fleece Artist in Wildflower Anleitung: Spice Kids von Yarnissima in Größe 23.

Ich war ein wenig stolz und habe gleich danach weiter gemacht mit dieser Methode. Diesmal in erwachsenen Größen.

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Also nicht ganz, zunächst strickte ich dem Mann das Paar ganz links, klassisch und aus einem Regia Pairfect Garn, Farbe Midnight Colour. Davor beendete ich noch die angefangene Socke, die zweite von rechts, ebenfalls klassisches top down in einem Wollmeise Sockengarn dessen Farbe ich nicht mehr nachvollziehen kann. Nummer zwei, drei und fünf (von links aus gezählt) sind alles toe up patterns in Caterpillar Green Yarns. Zwei und Drei in MCN Fingering (Ocean Sunset und Skyline) Nummer Fünf ist Merino Twist Fingering in May Flowers.

Nummer zwei sollte eigentlich Stepping into Fall werden, aber mir gefiel das Muster mit dem Garn nicht und darum strickte ich zwar nach der Anleitung aber ohne die Strukturstreifen. Nummer Drei ist die Anleitung Tip Toe up. Letztere Anleitung habe ich deshalb gewählt, da ich das Streifenmuster nicht unterbrechen wollte und hier die Ferse mit extra Garn gestrickt wird. Die letzte Socke, also Nummer Fünf ist Planum Sock.

Ich habe mir einige toe up Anleitungen angeschaut und ausprobiert, weil ich je nach Garn verschiedene Ansprüche an die Ferse habe und es mir wichtig ist, dass die a) verstärkt ist und b) einen Zwickel hat.

Dann gab es noch ein Paar für die KiTa Freundin von K4 zum Geburtstag, auch Planum, diesmal in Socks that Rock lightweight. Farbe weiss ich nicht mehr.

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Ebenfalls auf dem Wollfest sah ich ein Kleidchen von Geilsk Design, das ist gerne für K4 stricken wollte, also kaufte ich dort Wolle und Anleitung und hier ist es:

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Jetzt habe ich noch ein Paar Socken für meine Mutter auf den Nadeln und gerade dem Sohn einen Pullover fertig gestrickt, aber bevor ich den hier zeige muß er noch gewaschen und gespannt werden. Tja und das war es dann auch.