Ich blogg doch noch..

Wie mein Göttergatte (GG) heute nacht verlautbaren liess, war ich ein wenig blog-unlustig.

Wie fast nicht anders zu erwarten wurde diese häusliche Diskussion in sein Blogg getragen. Zu seiner Ehrenrettung muß ich erwähnen, dass ich zunächst gefragt wurde, ob er das schreiben darf und weiterhin wurde ich vor Veröffentlichung des Beitrags zum Gegenlesen aufgefordert.

Unerwähnt blieb der Kontext aus dem er zitierte. Seit Wochen wird mir angetragen zu bloggen. Ständig wenn ich meinen Senff zu irgendwas abgebe heisst es:“ blog das doch“.
Jedesmal erwiederte ich, dass meine Gedanken zu banal seien, schon xmal von anderen veröffentlicht wurden und/oder es eh keine Sau interessiere. Nichtsdestotrotz hab ich dann in den letzten Tagen mal meine Gedanken hier abgelegt.
Und obwohl Nico immer meinte, da wird schon ne Menge zu geantwortet werden, tat sich wenig in Richtung Rückmeldung auf diesem Blog. Nachdem ich dann gestern genervt und gelangweilt verkündete, dass ich keine Lust mehr habe in den leeren Raum zu tippseln kam es zu seinem Artikel.

Schade, dass mein Töchterchen mich bis gerade eben nicht zum schreiben kommen lies, denn nu ist fast alles was ich eigentlich zu dem Artikel schreiben wollte schon irgendwie verfasst worden.

Der GG hat aus der dann gestern folgenden Diskussion den plakativen Satz zitiert, dass wer kein Feedback wolle/brauche, genauso gut in Word schreiben könne.
Womit wir bei dem Punkt Selbstdarstellung und Eitelkeit angelangt sind. Als Vertreterin der weiblichen Gattung ist mir auch ein Quentchen Eitelkeit zu eigen. Daher freu ich mich wenn ich zu dem von mir verfasstem Rückmeldung erhalte. Nicht auch zuletzt weil es ungewohnt ist, Texte zu verfassen die theoretisch Dutzende andere lesen können, das verunsichert. Bleibt immer die Frage kommt an was ich gemeint habe, kann man das flüssig lesen, interessiert es wen.

Und daraus folgt wieso ich eigentlich so frustriert war. Das Bloggen ist für mich eine weitere Möglichkeit der Kommunikation via Internet neben IRC und Mail.
Wollte ich nur für mich schreiben, tät ich Tagebuch führen, ob nun handschriftlich oder in irgendeiner Datei auf diesem (herrlichen, neuen,schicken, schnellen) ibook.

Wenn ich aber das Bloggen als Kommunikationsmedium begreife, dann bin ich über mangelnde Resonanz genauso frustriert, wie wenn ich mich mit einem tatsächlichen Gegenüber von Angesicht zu Angesicht unterhalte und dieser keine Reaktion zeigt oder, noch schlimmer, sich derweilen z.B. an den Füßen pult.

Ohne Kommentare auf dem Blog hab ich relativ wenig Möglichkeit zu erfahren ob jemand das liest und was er dazu denkt. Was nicht bedeutet, dass ich auf jeden Artikel Kommentare erwarte.

Und nachdem ich nun dank Raubtierfütterung aus dem Schreiben gerissen wurde und denke alles notwendige gesagt zu haben überlasse ich diesen Artikel dem mehr oder weniger kritischem Publikum

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8 Antworten zu “Ich blogg doch noch..

  1. Ich finde es eigentlich recht lustig einiges von Nicos persönlichen Beiträgen aus einer anderen Perspektive zu lesen.

    Nicht nur aus diesem Grund fände ich es schön, wenn du weiterbloggen würdest. Gedanken anderer Mütter, habe selbst zwei kleine Jungs (1 Jahr, 2,5 Jahre), regen immer sehr zum Nachdenken an. Und auch die kleinen Alltäglichkeiten des Alltags können von ungeheurem Reiz für andere sein, wenn sich derjenige darin wiederfindet.

    Was das ewige „Blogg das doch!“ angeht, so hast du mein vollstes Verständnis und Mitleid. Mein Mann auch Geek, ebenso wie ich, und auch stolzer Besitzer mehrerer Bloggs haut mir das auch mindestens 5 Tage die Woche um die Ohren.

    Bloggen um des Bloggens willen, weils gerade jeder macht oder bloggen, um anderen eine Freude zu machen, setzt einen selbst unter extremen Leistungsdruck. Dieses „Ich muss was bloggen, weil ich doch meinen Lesern, was bieten muss, sonst lesen die mein Blogg morgen nicht mehr und ich werde nicht mehr verlinkt.“ kann einem das Bloggen doch sehr verleiden. So eine Phase hatte ich auch mal. Dann habe ich über ein Jahr gar nicht mehr gebloggt.

    Heute mache ich das nicht mehr. Deshalb sind die Einträge auch relativ spärlich. Lustigerweise die Kommentare dafür aber viel zahlreicher.

    Kommentare und anderes Feedback sind aber wirklich nicht alles. Bloggs können so vielseitig sein, einfach mal selbst etwas zu schreiben, des Schreibens willen, Ideen oder Links zu sammeln, Dinge zu strukturieren. Für einen selbst, wenn es anderen Freunde bereitet auch gut.

    Ich glaube als Blogger macht man auch erst einmal eine Selbstfindungsphase durch, nach dem die ich-blogge-mal-lustig-vor-mich-hin-und-gucke-was-passiert-Phase vorüber ist. Man überlegt, was man mit dem Blogg überhaupt machen will. Natürlich gibt es auch einige die das schon vorher wissen, andere hören zu diesem Zeitpunkt aber auch wieder auf. Auch kein Beinbruch. Nicht jeder braucht ein Blogg.

    Wenn es dir aber doch so wichtig ist zu wissen, ob du gelesen wirst und vielleicht sogar von wen, dann lass dir von deinem Mann doch die Logfiles auswerten. Kann manchmal wirklich spannend sein, besonders wenn die Auswertung der Suchbegriffe dabei ist.

    Im übrigen kannst du nich erwarten, dass nach so kurzer Zeit viel an Kommentaren kommt. Zu einem Blog muss man als Leser erst einmal eine Beziehung aufbauen.

    Zunächst liest man alle paar Wochen mal vorbei. Wenn ein Großteil der Beiträge irgendwie anregend, ob zum Lachen, Weinen oder Nachdenken waren, kommt man öfter vorbei, schließlich hat man Angst etwas zu verpassen. Und dann, kommt die Sucht und man fühlt sich nicht nur mit dem Blogg, sondern auch mit dem Schreiber irgendwie verbunden und möchte ihn das auch wissen lassen. Also keine Sorge.

    nik

  2. Als ich es abschickte waren übrigens noch Absätze drin. 🙂

  3. urgs. das mit den absätzen fixen wir.

  4. so, jetzt hast du einen leser mehr 😉 nachdem ich über den blog deines mannes gestolpert bin, hab ich von deinem blogger-tief gelesen und musste gleich mal klicken. werd sicher wieder vorbeischauen.

    cu
    m!

  5. Also ich lese primär nicht Dein Blog, sondern Deinen Feed *g*

    Du erinnerst Dich vielleicht an unsere Diskussion darüber, was Du alles über noch bloggen könntest – vielleicht solltest Du mal anfangen und es komme Leben in die Bude ;o))

    Nicole

  6. Sorry neezee, Stilldemenz, was war das doch gleich noch?

  7. nee, neezee, kein bedarf 🙂

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