Moby Hotel Hamburg

Gestern war ich zum zweiten Mal mit GG auf einem Moby Konzert.
Schon während des Konzertes gingen mir viele Gedanken und Eindrücke durch den Kopf mit dem Attribut, dass blogge ich.
Trotzdem fällt es schwer dieses in passende Worte zu kleiden.
Wie auch das letzte mal, fand das Konzert im CCH statt, bei dessen Betreten man sich jedesmal fragt wie in dieser Kulisse Konzertstimmung aufkommen soll.
Recht ansprechend war die Vorgruppe, M83, die mir bis dato unbekannt war. Auch wenn mir andere anwesende Blogger fachmännisch erklärten sie klängen wie die weitaus bekannteren Air.
Deren Auftritt dauerte ca 30 min. und weitere 30 min. dauerte die nachfolgende Umbaupause.
Ich werd das nie verstehen, wieso ich mich, um einen bestimmten Künstler zu sehen, immer erstmal mindesten 1 Std mit anderem beschäftigen muss.

Um kurz nach neun, gab sich Moby dann die Ehre.
Wie mir voher schon mitgeteil wurde, ist bei dieser Tour die unglaubliche Sängerin von der letzten Tour nicht dabei. Eine unglaublich voluminöse schwarze absolut beeindruckende Person, deren Stimme umhaut.

Stattdessen erschien als Sängerin eine eher schmale blonde Frau. Nach den ersten Stücken raunte ich dem GG noch zu, dass deren Stimme aber wenig imposant sei, ging der Gesang doch ein wenig im backround unter.
Bis zum Anschlag des folgenden Stückes. Ein Sound, dem man diesem eher zarten Körper nicht zutrauen würde nahm quasi den kompletten Saal in Beschlag. wow.

Woher nimmt Moby nur immer diese fantastischen Stimmen? Wieso haben die nicht lange eine Solokarriere, anstatt dieser vielen farb- und stimmlosen gecasteten Dutzendgesichtern.

Dazu kommt, dass Mobys Sängerinnen im Gegensatz vieler anderer Backroundsängerinnen allein durch ihre Stimme beeindrucken anstatt mit affiger Choreographie oder knappen, lächerlichen Outfits.
Nun gut, sie sind in seinen Konzerten, seiner Musik auch mehr als Begleitstimmen.

Eine weitere Besonderheit dieses Ausnahmekünstlers, er stellt seine Sängerinnen ins Spotlight und das nicht nur einmal, während er sich zurückhält und deren Stimmen für sich sprechen läßt.
Keine Starattitüden ala ich bin hier der Star und Du begleitest mich nur. Nein erst diese Stimmen bringen seine Musik richtig zum klingen, was er dementsprechend in Szene setzt. Selbst bei Stücken, die auf den Alben von ihm eingesungen wurden. Und jedesmal drückt die jeweilige Sängerin dem Song eine eigene Note auf.

Überhaupt lebt ein Moby Konzert von der Spiel- und Experimentierfreude des „Stars“ und der kompletten Band. Einen durchgängigen Stil gibt es bei Moby sowieso nicht. Da wechseln Techno, Punk Rock, Blues, Disco etc.locker einander ab. Aber selbst bekannte Stücke werden neu interpretiert oder mal eben in einen anderen Musikstil übertragen. Auch vor Coversersionen ist man nie sicher.
Aber eines bleibt immer, die Energie und der Spass den das Ensemble auf der Bühne hat, springen immer über.

Bei dem gestrigen Konzert hatte ich erst den Eindruck Moby sei ein wenig müde oder lustlos. Das war ein Irrtum, das Konzert war einfach in Teilen ein wenig ruhiger. Wenn Moby aber loslegt gibt es einfach kein Halten mehr und selbst abgewrackte, müde, verschnupfte Mütter können dann ihre Beine nicht mehr stillhalten.

Danke Moby für den schönen Abend!

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Eine Antwort zu “Moby Hotel Hamburg

  1. Ich bin extra mit 3 Kumpels von Berlin nach Hamburg gefahren um Moby einmal life zu erleben. Ist schon manchmal eigenartig warum so ein Star wie Moby dei Hauptstadt nicht besucht.
    Jedenfalls war das Konzert von der ersten bis zur letzten Minute ein Genuss! Die größten Hits wie „Porcelain“, „Why does my heart..“ und „Extreme Ways“ in teilweise sehr abgeänderten Versionen waren hammer mäßig gut! Als dann zum Schluss „Lift me up“ angestimmt wurde hat es niemanden in der Halle gehalten, alle sprangen und schrien sich die Seele aus dem Hals, eine Gänsehaut-feeling vom Feinsten. Wer ein Mega-abwechlungsreiches spektakuläres Musikereignis der Spitzenklasse erleben will muss zu einem Moby Konzert! War echt das beste, dass ich bis Dato erlebt habe.

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