Zurück aus dem Urlaub

Wir sind zurück. Erste Erkenntnis, Urlaub mit Kleinkind ist nicht entspannend.
Nett war es trotzdem. Wir haben uns eine Menge angesehen, unter anderem Kopenhagen, das Legoland, Odense und eben die Ostsee, sowie die Natur und kleinere Ortschaften auf unser diesjährigen Ferieninsel Fühnen.
Dank der Tochter waren wir auch immer schön um 7 Uhr wach und hatten somit viel vom Tag. Leider war die ersten Tage das Wetter nicht unbedingt geeignet um sich draußen aufzuhalten, was für Töchterchen weniger gut war, da wir dadurch einige Zeit im Auto oder in Einkaufszentren verbrachten. Zum Ende der Woche hin wurde es aber zusehends besser und Madame durfte auch ein wenig in der Ostsee planschen. Ungewöhnlich war unsere Abendgestaltung, denn ich hatte nach Jahren der Beziehung zum Göttergatten das Vergnügen ihn so ganz ohne Laptop vor dem Gesicht zu genießen. Nachdem er seine anfänglichen Entzugserscheinungen (vom Internet) im Griff hatte war er auch recht friedlich und die Abende gemütlich mit deutschem Fernsehen und Strickzeug meinerseits, sowie Zeitung und Büchern seinerseits. Leider konnten wir uns nie wirklich dazu aufraffen eines der mitgebrachten Spiele zu spielen, was eventuell auch daran gelegen haben kann, dass ich mit dem komplizierten Muster meines Schals beschäftigt war.

Ein Teil unserer Ausflüge war geprägt von meiner Suche nach Wolläden und einheimischer Wolle. Aus meiner Erinnerung an frühere Familienurlaube in Dk wußte ich noch, daß damals oft an den Straßen in kleinen Läden oder auf Bauernhöfe Wolle angeboten wurde. Das war hier nicht so. Daher suchte ich auf gut Glück nach Wolläden in Odense und Kopenhagen. Auch unser Urlaubsort hatte einen, aber der war was das Garn angeht nicht besonders aufregend, dafür war die Inhaberin sehr nett.

In Odense haben wir vier solcher Läden gefunden, von denen nur zwei lohnenswert waren. Sie führen Produkte von Hanne Falkenberg und Marianne Isager
sowie andere Garne von skandinavischen Herstellern. Leider gab es keine Anleitungen in für mich verständlichen Sprachen, so daß ich auch nichts weiter gekauft habe. In dem einen Laden war die Inhaberin aber so nett eine weitere dänische Designerin telefonisch nach einer Übersetzung für eine Kinderjacke zu fragen, wenn auch erfolglos.

In Kopenhagen fanden wir, dank der unglaublichen Gabe des GG den Laden, in dem ich mit ihm vor drei Jahren schonmal war. Zu meiner Enttäuschung führten sie dort aber wenig lokales. Gleich um die Ecke gab es einen sehr Interessanten Shop mit viel einheimischen, aber die Verkäuferin war dermaßen mit einer anderen Kundin beschäftigt, dass ich davon absah weitere 15 min darauf zu warten, daß sie Zeit für mich habe.

Apropos Kopenhagen, das uns in so guter Erinnerung gebliebene Kaufhaus Illum hatte irgendwie an Spannung verloren. Das Angebot war nicht mehr so aussergewöhnlich und ansprechend wie damals.
Immer wieder begeistern kann ich mich aber für die dänische Mode, es gibt dort wirklich nette Sachen, da ich aber müde und nicht in Stimmung war habe ich mir dieses Jahr nichts gekauft.

Gekauft haben wir aber eine größere Anzahl an Hot-Dogs und diversen anderen dänischen Leckereien.
Hungern mußten wir dementsprechen nicht, dafür hatte ich einen unerwarteten Kaffeeentzug zu ertragen.
Die Kaffeemaschine im Ferienhaus hat unbeeindruckt meiner Versuche etwas trinkbares zu produzieren immer wieder braune Brühe in lauwarm ausgespuckt. Dazu kam, dass zum einen Coffee to go noch nicht flächendeckend angeboten wird und zum anderen wenn doch, oft eine Plörre aus Instantkaffee mit Milchpulver verkauft wird. Irgendwie habe ich es aber doch geschafft mindestens einmal täglich leckeren Kaffee aufzutreiben.

Abschließend sei noch zu erwähnen, dass das Ferienhaus ganz nett war, auch wenn es den typisch muffigen Geruch hatte und der Ort Kerteminde sowie die Insel Fühnen bei Sonnenschein wirklich sehr schön sind.

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Eine Antwort zu “Zurück aus dem Urlaub

  1. Nette Feststellungen die du hier zu kopenhagen machst…
    Ich hab in Kopenhagen keinen einzigen Wollladen gesehen doch dafür hab ich mir mal die Sehenswürdigkeiten vorgenommen. Na ja vielleicht geh ich das nächstemal auch mal auf den Faden der Wolle 🙂

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