Anfang vom Abschied / Stand der Dinge

Heute hatten wir das Abschlußgespräch für die Lütte in der Kita. Nach deren Aussagen haben wir ein in allen bereichen prächtig entwickeltes Kind. Ich war wirklich erstaunt, wie genau die doch das einzelne Kind beobachten. Aufgrund von der Personalsituation und der Politik der Stadt den Betreuungsschlüssel für Krippenkinder aufzuweichen, sprich immer mehr Kinder auf immer weniger Erzieher zu verteilen wunderte ich mich fast was für eine Detailierten Bericht wir erhalten haben. Abgesehen von der mündlich vorgetragenen Begeisterung der Erziehrin durften wir die detailliert ausgefüllten Entwicklungsbögen zur Ansicht mitnehmen und ich bin immer noch beeindruckt auf was die alles achten.
Schade, daß es sich dabei eben nicht um das übliche Jahresgespräch, sondern das Abschiedsgespräch handelte.
Ich war mal wieder überzeugt wie gut unsere Maus dort aufgehoben ist/ war und wie gern man sie dort hat. Auch den Erziehern fällt der Abschied schwer.

Anschließend waren wir bei der Mutter einer Kindergartenfreundin um uns dort zu dritt samt Kinder zum Abschiedskaffee zu treffen. Ich hab das ganze ohne Tränen überstanden, aber wenn ich mir klar mache, was der Anlaß für den schönen Nachmittag und das tolle Geschenk war wird mir ganz anders.

Montag ist dann endgültig das letzte mal, dass wir das Kind in der Kita abgeben und auch wenn ich weiß, daß es mich hart an meine Grenzen bringt werde ich es mir nicht nehmen lassen sie persönlich mit dem GG abzuholen.

Vielleicht kann mir jemand erklären, wie ich der Kleinen dann die nächsten Wochen klar mache, daß es morgens nicht mehr in die Kita geht und, daß sie ihre Freunde so schnell nicht wiedersehen wird.

Was unsere Wohnung angeht, ähnelt sie immer mehr einem Trümmerfeld in dessen Mitte der GG der Dinge harrt und ich bin schwer versucht es ihm einfach gleich zu tun. Irgendwie muß der restliche Inhalt aber noch seinen Weg in die Kartons finden und mal sehen wie wir das gezaubert bekommen.

In mir tut sich immer mehr ein Meer von Abneigung gegen diesen Umzug auf und ich kann zur Zeit die ewigen Beschwichtigungen ala alles wird gut, da wird es auch schön, ihr werdet neue Freunde etc. finden nicht mehr ertragen. ich will _jetzt_ nix neues.

Hier läuft es gut. Und verdammt nochmal hab ich auch ein Recht auf wütendes und trauriges Getrotze gegen den unvermeidlichen Lauf der Dinge.
Immerhin hab ich bisher alles rational und pragmatisch gemanaged und angepackt, jetzt will ich einfach nur nicht mehr wollen müssen.

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Eine Antwort zu “Anfang vom Abschied / Stand der Dinge

  1. Ohje, ganz schön schlimm, was. Schluck den Kummer bloss nicht runter, sondern lass ihn raus. Ich drück Euch die Daumen, dass Ihr alles einigermassen heil übersteht und nicht so leiden müsst.
    LG Eva

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