Nachtrag zum Mutterschutz

Ich möchte noch anmerken, daß ich den Schutz für berufstätige Mütter sinnvoll und wichtig finde. Der Sinn und Zweck der Norm ist mir als Juristin durchaus bewußt. Genauso wie die Tatsache, daß der Arbeitsalltag nicht einfach und ein Spaziergang ist.

Mich hat nur geärgert, daß Mütter die ein zweites Kind gebähren keinen Anspruch auf eine Schonzeit haben. Die Belastung durch ein Kleinkind ist nicht zu verachten, auch wenn sie eine andere darstellt als die im Berufsleben.

Eine nicht zu verachtende Belastung wenn der Bauch dicker wird und die Kräfte mütterlicherseits weniger werden. Und genau dafür gibt es kaum Unterstützung, wenn man nicht in einem intakten Familienverband lebt und oder einen Gatten hat der um 16 Uhr Feierabend hat und sich dann mit Freude in die nicht erledigte Hausarbeit stürzt.

Interessant ist, daß Frauen ohne Kinder oder Ehegatten/ Väter einfach keine Vorstellung davon haben, was es bedeutet, wenn man ununterbrochen auf die Bedürfnisse oder Taten seines Nachwuchses reagieren muß, wenn dieser nicht 5 min seinen Sabbel halten kann, Unsinn und Zerstörung die Hauptbetätigung darstellen und man nicht mal alleine auf Toilette gehen kann.

Am schönsten sind dann solche Aussagen ala andere Frauen schaffen das auch, machen nebenbei noch Karriere und sehen super aus.

Aber lassen wir das, sonst kommen noch so hilfreiche Kommentare ala ich hätte es so gewollt. 🙂

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5 Antworten zu “Nachtrag zum Mutterschutz

  1. Sibylle, diese gut aussehenden berufstätigen Frauen mit Kind gehören ins Reich der Mythen – faktisch arbeiten die meisten von ihnen in anspruchslosen Teilzeitjobs, rennen sich die Hacken ab, um Beruf und Kinderbetreuung zu vereinen und haben tiefe Ringe unter den Augen und keine Zeit, zum Friseur zu gehen 😉 …

  2. Genau,
    habe zwei Kinder und zwei Jobs und sehe auch so aus ;-). Gestern habe ich meine Ex-Kosmetikerin (wer hat für so was denn noch Zeit??) getroffen. Nach ihrem Kommentar „deine Haut ist aber trocken!!!“ (+ abschätzigem Blick)musste sie das Weite suchen ;-))). Meine Friseurin kann sich nicht mehr an mich erinnern…
    Liebe Grüße
    Petra

  3. Frauen mit Kindern und Karriere haben eine Haushaltshilfe und Nanny. Sie koennen sich das ja auch leisten. Warum aber dann Kinder in die Welt setzen?
    Mein Mann und ich teilen uns die Arbeit. Zunaechst werde ich ein paar Monate zuhause bleiben, dann wird er sich kuemmern (so der Plan). Dann wissen wenigstens beide, was es heisst, ein Kind grosszuziehen und das Kind wird nicht von bezahltem Personal aufgezogen.

    Allerdings wird das nicht ewig so gutgehen, schliesslich leben wir in einer Gegend, wo man kaum zu zweit ueberleben kann, ohne zwei Vollzeitjobs zu haben, von Schulgeld und Haeuserkauf ganz zu schweigen. Ein zweites Kind bleibt vorerst ein Traum, und wenn ich dich so hoere, glaube ich, fuer lange Zeit.

    Gruesse und durchhalten
    Helga

  4. sieht man doch an Ursula von der Leyen, wie einfach das alles ist:-)))

  5. @Rina, auch man wenn ich die im TV sehe bekomme ich jedesmal nen riesen Hals 🙂

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