Die männliche und die weibliche Herangehensweise

Wenn ich keine Lust habe vorgegebene Arbeiten zu erledigen, dann gibt es zwei Möglichkeiten, entweder verweise ich auf meine Unfähigkeit das geforderte zu erfüllen oder ich sage schlicht und einfach, daß ich keine Lust habe.
Wesentlich subtiler hat sich heute der Göttergatte aus der Affaire gezogen. Dabei war er so erfolgreich, daß er gleich zwei anstehende Arbeiten ganz nebenbei auf mich abwälzte.
Er ließ einfach die zum „Heimwerken“ erstandenen Uttensilien an der Kasse liegen um dann nach dem dies daheim festgestellt wurde, natürlich nochmal dahin fahren zu müssen und sich somit gleichzeitig auch noch vor dem Kochen zu drücken.
Für beides wäre es nach seiner Heimkehr zu spät gewesen.

Also durfte ich das familiäre Abendmahl unter Gesellschaft der Abkömmlinge bereiten. (Ich wette das „Heimwerken“ wird mir morgen auch noch überlassen.)

Nun ist es nicht so einfach mal eben zu Kochen wenn ein übermüdetes, aufgedrehtes, zweidreivierteljähriges Kleinkind und ein sechs Wochen alter brüllender Säugling anwesend sind und meinen jeder für sich bräuchte jetzt dringend mütterliche Aufmerksamkeit.

Die entnervte Mutter, sprich ich, packte also das brüllende Kind in die Babywippe und schleppte es in die Küche, wo es aus Platzgründen vor der Spülmaschine abgestellt wurde. Gleichzeitig wurde die Musik in dem Radio aufgedreht.

Effekt:


Henri hat einen neuen Freund, die Spülmaschine. Er hat sie ewig so angestarrt und wurde ganz ruhig. Ok, die Musik und mein Wippen, der Wippe mit dem Fuß können auch dazu beigetragen haben.

Das weibliche Kleinkind sah die laute Musik als Aufforderung sich ein Kleid anzuziehen und wild durch die Küche zu tanzen.

So konnte ich dann um die Kinder rumtänzelnd das Essen kochen.
Der männliche Erwachsene hätte mich, wäre ich das Vergessene holen gefahren, wahrscheinlich mit den Worten begrüßt, er hätte nicht Kochen können, da Kind, groß aufgedreht war und Unsinn gemacht hat, und Kind, klein nur am Brüllen war und im Arm sein mußte.

Weibliche und männliche Herangehensweise …

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8 Antworten zu “Die männliche und die weibliche Herangehensweise

  1. du bist sowieso die allerbeste. 🙂

  2. You have your hands full! Cute kids even if they do drive you a little crazy;-)

  3. Womit mal wieder die multitaskingfähigkeit der Frau bewiesen und die der Männer in Abrede gestellt wurde 😉

  4. Wieso nur kommt mir das so bekannt vor? *ggg*

    LG Pe *in Erinnerungen schwelg*

  5. Oh, das ist eine beliebte Abendgestaltung mit vielen denkbaren Variationen ;- ): Kind Nr. 1 vor der laufenden Waschmaschine parken, Kind Nr. 2 vor Bobo Siebenschläfer-CD, oder: Kind Nr. 1 in Hängematte legen und Kind Nr. 2 beauftragen, es zu schaukeln, möglichst ohne Nr. 1 dabei rauszuschaukeln …

  6. When my son was small, he LOVED the sound of the hair dryer.

  7. Bei uns ist das genau umgekehrt: Mama schleppt Kind (wohlgemerkt \“nur\“ eines) im Arm herum und versucht (meist vergeblich) einhaendig Dinge zu erledigen, waehrend Papa Kind in die Wippe packt und beidhaendig kocht und gleichzeitig den Clown macht.
    Andere Laender andere Sitten…
    Helga, die deine Nerven haben moechte 🙂

  8. Helga, weißte, Papas sind irgendwie gelassener und strahlen das auch aus und das Kind quengelt weniger. Und tröste Dich, die ersten Monate mit Rieke hab ich so gut wie nix hinbekommen, war oft mittags erst angezogen und gefüttert, ich nicht sie. Und meine Nerven sind nicht wirklich beneidenswert, eher sehr dünn und angefressen eben 🙂

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