Grand Prix

Als man noch Kind war, war der Grand Prix d´Eurovision ein aufregendes Ereignis, welches man, waren die Eltern gnädig gestimmt mit denselben vor der familiären Glotze erleben durfte.

Heutzutage nimmt man den nun Eurovision Songcontest genannten Wettbewerb eher nebenbei wahr. Dies mag zum Teil daran liegen, daß die deutschen Beiträge in den letzten Jahren eher grenzwertig waren.

In diesem Jahr war ich positiv überrascht, als ich noch kurz vor dem Wettbewerb die deutschen Teilnehmer mitbekam. Ein eingängiger, nicht zu seichter Song, der seinen ganz eigenen Charme und große Ohrwurmqualitäten hat.

Also schaute ich mir die heutige Contest-Veranstaltung an, in dem Glauben, daß ein dermaßen guter Song auch eine dementsprechende Wertung zu erwarten habe.

Hah, weit gefehlt, hier punktet nur gut, wer starke Nachbarn oder ein möglichst bizarres Auftreten hat oder viel Haut und durchgestylte Choreographie (wobei sich das nicht unbedingt gegenseitig ausschließen muß) vorweisen kann.

Mit Geschmack und einem Sinn für gute Musik hat das nichts mehr zu tun. Wieso ich das irgendwie erwartet habe kann ich mir nicht erklären.
Mir tut es nur für Texas Lightning leid, denn die sind wirklich gut.

Oma und Opa, scheinen den Wettbewerb jedenfalls nicht mehr zu verfolgen, oder mit der modernen Technik des Televotings nicht zurecht zu kommen, anders kann ich mir den Gewinn von Finnland nicht erklären.

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2 Antworten zu “Grand Prix

  1. Na immerhin waren die hübsch aufwändig gewandet. Gesehen habe ich davon nix, der Berserker wollte nicht, na sowas. Aber Texas Lightning waren schon ok, sie countrifizieren eben Popmusik, so wie \“The Twang\“, nur das bei letzteren eben kein bekannter Comedian mitmischt…
    Ich hatte erwartet, das wieder irgendeine dürre ostblockschnitte in lack und leder gewinnt:-)

  2. Ist mir auch aufgefallen: Der Halbnackte-Hupfdohlen-Quotient wurde über die Jahre immer größer, und die Bewertungen hingen immer weniger ab von der musikalischen Darbietung. Was das angeht, war Deutschland dieses Jahr erstaunlich konservativ — was in diesem Fall durchaus positiv war.

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