Living at home

Es mag an der unerträglichen Hitze liegen, daß mir wirre Gedanken durch den Kopf gehen, oder einfach an der geistigen Unausgeglichenheit.
Jedenfalls saß ich letztens so auf dem Balkon, und überlegte, was mir der Titel einer Zeitschrift eigentlich sagen will.

Living at home

Ok, übersetzt bedeutet das zu Hause leben, zu Hause wohnen. Ist ja normal oder?
Dann ging mir durch den Kopf, daß man im erweiterten Teenageralter gerne auf die Frage nach dem Wohnsitz antwortet, daß man noch zu Hause wohne.

Ja fein, wo wohnt man denn sonst?

Stellt für den Twen nur das elterliche Heim ein Zuhause dar? Sind alle anderen Wohnmöglichkeiten nur Schlafgelegenheiten, selbst wenn es sich um die von den Eltern finanzierte Eigentumswohnung zu Studienzwecken handelt? (Die dann meist erstmal zur Partyzentrale wird und anschließend wirklich wenig von einem gemütlichen Heim hat)

Aber zurück zum Ausgangspunkt, die Zeitschrift. Bei dem Zielpublikum handelt es sich eher um gut verdienende, etablierte Mittdreißiger. Geht man davon aus, daß diese ihr Nachtlager in diversen Hotels aufschlagen, oder daß sie in ihren Wohnungen dahinvegetieren bevor sie in den Genuß der Lektüre kommen und aus ihrem Heim ein wohliges Zuhause schaffen, in dem man tatsächlich wohnt?

Ich weiß es nicht, ich weiß nur, daß mich der Titel des Magazins zu solchen abstrusen Gedankengeängen inspiriert hat.

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Eine Antwort zu “Living at home

  1. Nein – diese Zeitung sagt dem junggebleibenen, hippen aber nicht zu ausgefallenen 30-40jährigen, was man unbedingt braucht und kochen muss, wenn man seine Freunde nach hause einlädt und selbige irgendwie beeindrucken möchte das ganze in schöne kurze Artikelchen verpackt und Bestlladressen für all die überteuerten schnickschnack kleinigkeiten. Diesen Sommer alles Lindgrün, im Herbst dann Feng Shui, im Winter eher auf Skandinavisch… Für leute, die glauben, für \“Schöner Wohnen\“ und \“Wohndesign\“ noch zu jung zu sein (oder eben doch nicht ganz so viel Geld haben).
    \“zuhause\“ bedeutet auch mit eigenem Haus oder seit 10 Jahren eigener Wohnugn in vielen Zusammenhängen \“bei den Eltern\“ und nur selten bei sich selbst. Das mag sich ändern, wenn man selbst Nachwuchs hat. Aber bis dahin… das liegt sicher auch daran, dass die meisten Eltern ja nicht mehr umziehen und \“zuhause\“ in dem Zusammenhang dann einen über 30 oder mehr Jahre konstanten Ort beschreibt, mit allem was dazu gehört. Da ist auch die Sicherheit dabei, dass man, wenn alles schief geht, dahin zurück kommen kann. Man muss also nciht auf der Straße schlafen:-)

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