Der Sonntagsausflug – Friedrichskoog

Weil wir gute Eltern sein wollen, haben wir so etwas wie den Sonntagsausflug als Gewohnheit in unserer Familie aufgenommen. Eigentlich haben wir schon Sontagsausflüge gemacht, bevor wir die Gören hatten, aber dem ganzen einen familiären Anstrich zum Wohle der Kinder zu geben, klingt doch viel besser.

Jedenfalls fahren wir in lockerer Folge Sonntags gerne wohin. Nie ist das sorgfältig geplant, meistens wird Samstag abend unter den Erwachsenen die Frage ausgetauscht, was wir denn am nächsten Tag machen wollen. Dies wird dann durch den signifikant anderen mit Achselzucken beantwortet. Sonntags beim Frühstück einigen wir uns dann nach einigem hin und her auf ein Ziel und kommen trotz guter Vorsätze oft nicht vor mittags los.

Heute kamen wir auf die Idee nach Friedrichskoog zu fahren, letztendlich ausschlaggebend für die Entscheidung war die Tatsache, daß es dort eine Seehundstation gibt. Gerade noch rechtzeitig zur Fütterung kamen wir dort an und schauten zu wie die Tiere ein wenig Training und Futter bekamen. Das war dann auch schon mit der Attraktivität der Anlage. Der Mann und ich hatten aufgrund der voher eingeholten Informationen gedacht, daß die Anlage wesentlich größer sei und es mehr Details zur Aufzucht und Rettung von Robben gibt.

Immerhin bekam ich ein wenig Robben Origami geboten, als die Familie den Aussichtsturm bestieg und ich unten wartete.

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Kurz darauf verließen wir die Station auf der Suche nach dem perfekten Krabbenbrötchen. Ich bin der Ansicht wenn ich mich in Küstennähe aufhalte, dann muß es auch an jeder Ecke frischen nicht in altem Fett fritierten Fisch einfach zu kaufen geben. Jedesmal bin ich von der Kultur der deutschen Seebäder enttäuscht. Alles was halbwegs Touristen anziehen könnte hat an seiner Seite eine fettige Imbißbude, lieblos, ungepflegt und alles andere als frischen (!) Fisch im Angebot. Also suche immer nach dem Imbiß der mich eines besseren belehrt, der beweist, daß die Anbieter vor Ort auch anders können. Dies treibt den Gatten zum Wahnsinn aber er macht trotzdem mit, egal wie sehr aller Mägen in der Kniekehle hängen. Heute fanden wir dann nach einigem hick hack (Söhnchen wollte immer nur McDonalds) eine Lokalität die nicht zu teuer war, Pommes für die Kinder hatte und anständige Krabbenbrötchen.

Da dieser Task schon einige Zeit in Anspruch nahm, neben der Aufgabe die schreiende Tochter davon zu überzeugen, daß wir heute, wie angekündigt, nicht baden gehen und sie vom Deich zu zerren, gab es heute ungefähr genau fünf Minuten Aufenthalt am Meer. Überhaupt waren die Kinder dermaßen unausgeglichen heute, daß ich ihnen androhte sie auf dem Rückweg in der Seehundstation bei den Heulern abzugeben.

Es blieben noch einige Minuten vor dem Heimweg um die Hochzeitsmühe zu fotografieren, das hatte ich jemandem versprochen.

Homue2

Angesichts der Uhrzeit und gegen den Protest der anwesenden Damen wurde danach der Rückweg angetreten. Immerhin unterbrach einer der anwesenden Herren sein Genöle um dringend benötigten Schlaf nachzuholen.

Ein ganz und gar erfolgreicher Sonntagsausflug also …

Weil ich weiße Windkrafträder immer wieder majestätisch, schön und fotogen finde verbleibe ich heute mit einem Bild eben dieser, ein Schnappschuß aus dem fahrenden Auto auf der Rückfahrt.

Windraeder

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Eine Antwort zu “Der Sonntagsausflug – Friedrichskoog

  1. Ein Riesen-Heuler°!

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