And I will love until there's nothing more to live for*

amy_konzert

Gestern war es endlich soweit, nach x Jahren war ich mal wieder auf einem Konzert.

In Hamburg, im Stadtpark, Amy MacDonald.

Das besondere an diesem Konzert war, daß die Kinder mit waren. Das war etwas zwiespältig, denn zum Einen war die Große sehr aufgeregt und begeistert, was dazu führte, daß sie ununterbrochen was sagen wollte. Zum Anderen war der Lütte erst ungeduldig, dann fasziniert und dann nicht mehr interessiert und zwang seinen Vater mit ihm Bratwurst essen zu gehen.

Zwei Erkenntnisse:

Auf Konzerten ist es wie im Alltag auch, nur komprimierter.

a)  Kinder haben immer dann Bedürfnisse und Redeverlangen wenn man mit seinen Gedanken gerade abgedriftet ist und einen Moment in etwas anderem versinkt.

b) Wenn man nur etwas Mut an den Tag legt und sich nach vorne traut schafft man es auch in die erste Reihe und ist ganz vorne mit dabei.

Aber nunmal zu dem Konzert. Als Support Act waren „the cinematics“ schon am Spielen als wir vor dem offiziellen Konzertbeginn eintrafen. Nette Musik, die mir live besser gefiel als das was man online so hören kann. Sie waren dann so kurz vor acht durch und frau Macdonald ließ bis fast zwanzigdreißig auf sich warten.

Als sie dann aber kam war es wie eine Urgewalt. Zunächst nur ihre Band, die die ersten Akkorde anschlug bis sie sich dazugesellte, die Gitarre umschnallte um dann mit ihrer unglaublichen Stimme „Poison Prince“ zu rocken.

Nicht nur in diesem Moment, sondern mehrfach bei diesem Konzert traten mir Tränen in die Augen, da diese Stimme nicht so ist wie auf der CD sondern noch berührender.

Unglaublich.

Die vorgetragenen Songs entsprachen in etwas dem Repertoir der CD, aber wie sie selber sagte teilweise variiert („this is a more Punk-Rock Version so its not that boring to us to play it again“) und ein Stück mehr Rockn’Roll als die Studioaufnahmen.

Das komplette Konzert wurde von dieser Stimme dominiert, es gab keine durchchoreaographierten Tanzeinlagen nur unaufgeregtes mit der Musik grooven der Band. Alles irgendwie authentisch und kein künstlicher Popakt wie man ihn in den letzen Jahren einfach zu oft zum Fraß vorgeworfen bekommt.

Im Laufe des Konzert wollte die Tochter weiter nach vorne, so versuchten wir es erst ein wenig um uns nach der Hälfte durch die ausverkaufte Freilichtbühne nach ganz vorne zu manövrieren. Dort befand sich ein halb abgesperrter Bereich in den wir reingingen. So konnte unsere Tochter nicht nur im zarten Alter von sechs ihr erstes Konzert besuchen, sondern auch gleich auch noch am Gitter in der ersten Reihe stehen. Ab da meinte sie dann auch keine Ohrstöpsel mehr zu benötigen 🙂

Nach einer knappen Stunde war es dann schon fast vorbei.  Nach ausgiebigem Applaus kam dann noch die Zugabe, die sehr bewegend begann indem sie „Dancer in the Dark“ nur mit der Akkustikgitarre vortrug. Da sag ich nur, Bruce Du kannst nach Hause gehen. Noch zwei Stücke folgten und die Bühne erhellte sich wieder und alles strömte heimwärts.

Für mich bleibt als Fazit, sehr sehr schönes Konzert, in dem ich leider nicht so aufgehen konnte wie ich das gerne bei Konzerten tue, da die Anwesenheit der eigenen Kinder eben ihr Tribut fordert. Aber ich habe es trotzdem nicht bereut sie dabei gehabt zu haben, denn die Freude der Tochter war so herzergreifend.

*aus dem Lied „Run“ von Amy Macdonald

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