Speechless – no more

Long time no read …

Noch jemand da? ich bin es, auch wenn das Leben, der Alltag ein wenig meine Anwesenheit erforderten. Darum heute ein kleines Mischmasch der Themen die mir so durch den Kopf gehen/gingen.

– Die letzten zwei Wochen war hier immer jemand krank, erst ich, dann Mann, dann Tochter und dann Söhnchen. Obwohl er wohl den ersten Erkältungsvirus des Jahres eingeschleppt hat und schon damit durch schien bekam er pünktlich zum Wochenende zum Husten noch ordentlich Fieber. Darum war er dann auch die letzten zwei Tage daheim. Aber anstatt wie es seinem Geschlecht entspricht leidend und dem Tode nahe still jammernd im Bett zu liegen zog er es vor schnoddernd und hustend um mich rum zu wuseln und meine Geduld auf die Probe zu stellen. Heute dann wieder im Kindergarten habe ich endlich mal wieder den Vormittag für mich und anstatt ihn zu nutzen, hänge ich müde auf dem Sofa rum.

– Freitag wurde mir auf meine Nachfrage mitgeteilt, daß genau die Stelle, die ich von allen bisher beworbenen gerne gehabt hätte, nicht an mich geht. Nein, auch die anderen Arbeitgeber hatten bisher kein Interesse an mir, aber die letzte Absage führte dazu, daß ich in Tränen ausbrach und mich und meine Qualifikationen in Frage stellte. Ja ich weiß auch, daß man sich einige Male bewerben muß bis es klappt, ich weiß, daß das Monate dauern kann. Trotzdem dieses ewige nein kann zermürben und immer „Kopf hoch, wird schon“ klappt nicht. Aber mein kleiner inseitiger Optimist schaut schon vorsichtig wieder aus der Schmollecke in die er sich verzogen hat und nach der Absage ist vor der Absage oder wie war das?

– (Mal wieder) Ich frage mich beim Anblick der Statistiken für wen ich das alles hier schreibe. Klar ich schreibe es für mich, einige Sachen müssen einfach raus und nur in ein Tagebuch zu kritzeln reicht mir  nicht. Da habe ich doch gerne mal Rückmeldung und Input von Außen. Als ich das Blog noch unter anderer URL anfing war das anfänglich mehr so gezwungenermaßen. Ich dachte ich schreibe aus meinem Alltag mit dem Kind und was sonst so ist. Dann fing ich wieder an zu Stricken und es kamen mehr und mehr Strickeinträge auf das Blog. Die Alltagseintragungen wurden weniger, dafür kam noch genähtes hinzu.

Ich gucke mich so um, welche Blogs ich lese und welche Inhalte die haben. Ich stelle fest, die meisten sind klar definiert. Da gibt es die Strickblogs, die fast nur wolliges und Konsorten als Inhalt haben. Dann gibt es die Mütterblogs, die alle so aus ihrem Alltag berichten. Stilistisch ähnlich, pädagogisch auf einer Wellenlänge und glücklich in der Rolle der Mutter. Es gibt dann noch Kreativblogs anderer Art und literarisch angehauchte, kryptisch schreibende und natürlich die Tech- und Politblogs. Natürlich hat jedes Genre auch so seine Clique, die sich kennt, die sich trifft, die einfach ist.

Ich stelle fest ich passe in keines der Schemen. Ich stricke nicht nur, ich bin nicht immer glücklich mit der Mutterrolle, ich greife keine Themen auf die polarisieren. Ich dokumentiere auch nicht wie ich mein Heim aufhübsche und den Magen der Liebsten gekonnt fülle.

Ich spreche meist aus mir, was mich grad bewegt, mal dies mal das. Ich zeige gerne was ich gemacht habe, ob nun gekocht, genäht, gestrickt oder gebastelt. Ich erzähl auch mal von den Kindern oder vom Leben allgemein, aber nichts ist ausschließlich. Es gibt in dem Sinne kein Schema in das ich mich passend fühle. Mir wird gesagt, ich jammer, ich bin zu emotional, ich bin zu offen, ich bin …

vielleicht einfach für die Meisten uninteressant.

Man erreicht damit kein größeres Publikum, aber ich schreibe auch nicht für das Publikum, ich hätte es nur gerne 🙂 Vielleicht sollte ich mal an einem kreativen Schreibworkshop teilnehmen, NOT.

– Ein Buch, ein Buch, ich lese tatsächlich mal wieder ein Buch. Dieses hier, Zwei an einem Tag

zweiEs ist so schön, ich kann es abends im Bett kaum aus der Hand legen, was dazu führt, daß ich morgens ein wenig unausgeschlafen bin. Gleichzeitig möchte man, daß es nicht aufhört. Ein bischen habe ich noch, dann erzähle ich etwas mehr zum Inhalt. Das Buch wurde mir übrigens auf twitter empfohlen, von ihr.

– der Herbst kommt immer mehr hier an. Leider ist das Wetter für meinen Geschmack noch etwas unausgegoren. Mal zu kühl, aber oft zu warm. Mein Kreislauf findet das nicht so prickelnd und ich weiß oft nicht was man anziehen soll. Was darauf hinleiten soll, daß ich nichts, aber so gar nicht, zum Anziehen habe. Ich muß dringend shoppen gehen. Und nein bei mir stimmt das tatsächlich, mein Mädchenkind hat wesentlich mehr Auswahl als ich.

– Warum sind zwischenmenschliche Beziehungen oft so kompliziert. Ich frage mich des öfteren warum man nicht einfach das was einen verbindet, was man gemeinsam hat leben kann. Das gilt für die Liebe, die Freundschaft und auch die Bekanntschaft. Häufig fängt man an (ja, eigene Nase) zu analysieren zu kategorisieren und verbleibt dann in Worten, Worten, Worten, anstatt zu schätzen und zu pflegen was man hat. Dann kommen Bedenken und Forderungen und man schafft Probleme die eigentlich keine sein sollten und schon hat man es geschafft den Kern des Ganzen fast zu zerstören. Das tut weh und macht traurig. Ein bischen mehr Ehrlichkeit, ein bischen mehr Vertrauen, ein bischen weniger Reden, einfach machen, das wäre schön.

– Ich muß wirklich lernen geduldiger zu werden, no further comment!

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8 Antworten zu “Speechless – no more

  1. Auch wenn ich sonst keine langen Blogbeitraege lese (schon gar nicht ueber Marketing), lese ich doch deine Blogbeitraege sehr gern.

    Also: Du schreibst u.a. fuer mich. 🙂

  2. Also ich lese immer was Du schreibst und das schon lange 🙂

  3. Ich habe mich in vielem, was du schreibst, über das, wie du schreibst und welche Inhalte dein Blog hat, wiedergefunden. Ich lese dich hier gerne und auf Twitter 🙂 Muss man immer ein Schema haben? 😉 Ich hab auch keins, das wär mir ja zu streng.

  4. Ich lese DIch sicher auch schon über ein Jahr. Ich bin noch keine Mutter, lese aber gerne Blogs, wo es um die lieben kleinen (mitunter) geht, da ich spüre, dass es mir Mut macht, den Schritt auch mal in meinem Leben zu wagen.
    Danke! Und: Weitermachen!

  5. Ich lese dein Blog auch, aber ich kommentiere nicht immer. Ich blogge eigentlich vor allem, um selbst Klarheit über manche Sachen zu gewinnen, oder weil ich es irgendwo festhalten möchte o.ä. Übrigens denke ich, dass es selten thematische Monokultur-Blogs gibt – eben wie man auch die wenigsten Leute in eine Schublade packen kann mit der Aufschrift Mutter, Stricksachen, Schöner Wohnen u.ä.

  6. Und ich lese immer noch bei dir mit 🙂

    LG Pe

  7. Ich lese dich auch schon seit, oh, sicherlich 5 Jahren. Bin damals vermutlich über deinen werten Gatten hier gelandet. IMHO sind deine Postings immer äusserst sympathisch, auch wenn ich mit Handarbeiten nicht sehr viel anfangen kann… : )

    Keep ‚em coming!

  8. zum vorletzen Anstrich:
    „temptation to take the precious things we have apart to see how they work musst be resisted cause they never fit together again“ (Billy Bragg)

    und dass ich lese weißt du:)
    Schönes WE!

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