Laßt mich arbeiten

Liebe Arbeitgeber,

ich weiß, daß die Konjunkturlage nicht die Beste ist. Ich bin mir durchaus bewußt, daß mein Abschluß nicht der tollste ist, aber es ist ein Abschluß. Er ist die Aussage, daß ich hart gearbeitet und mich qualifiziert habe als Juristin zu arbeiten.

Ich habe kein Zusatzqualifikationen wie ihr sie euch wünscht, ich habe keine Berufserfahrung, wie ihr sie gerne sehen würdet. Aber ich bin trotzdem gut.

Ich habe Jahre an der Uni verbracht um die Materie zu studieren und das gerne und nicht  aus Prestigegründen. Ich habe neben den Kindern und der Familie gekämpft diesen Abschluß zu Ende zu bringen.

Ich bin Mutter und gerade deswegen brauche ich eine Aufgabe die meiner Qualifikation entspricht. Zum alleinigen Mutter- und Hausfrauendasein fühle ich mich überqualifiziert. So sehr ich die Kinder liebe, so sehr sind sie doch nicht mein alleiniger Lebensinhalt.

Es gibt einen Grund warum ich Rechtswissenschaften studiert habe. Es interessiert mich, es macht mir Spaß. Nun würde ich es gerne anweden und scheitere mit den Bewerbungen immer wieder an den gesteigerten  Voraussetzungen die ihr heutzutage an uns stellt. Natürlich braucht jeder Auswahlprozeß gewisse normierte Auswahlkriterien, jedoch gibt es Qualifikationen die nicht in einem Examenszeugnis verewigt sind.

Wie wäre es mit der Fähigkeit, trotz Alltagsbelastung jeden Tag sich an den Schreibtisch setzen zu können um ein jurstisches Examen vorzubereiten, Der Hartnäckigkeit und Disziplin die man dazu braucht.

Ich könnte jetzt noch einiges aufzählen aber sage nur noch, daß ich einfach  gerne arbeiten würde, nicht weil ich es unbedingt muß, sondern weil ich es will.

Und wenn meine Unterlagen schon nicht ausreichen mich vom Fleck weg einzustellen, wäre es doch nett, wenigstens mal das persönliche Gespräch in Erwägung zu ziehen.

MfG

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5 Antworten zu “Laßt mich arbeiten

  1. Die wollen doch immer die eierlegende Wollmilchsau, man darf das Anforderungsporfil auch nicht ganz so ernst nehemen

  2. Oh liebe Sibylle, du schreibst das, was ich seit 5 Monaten fühle und denke.
    @Katja: Und wenn man sich trotzdem auf das Anforderungsprofil bewirbt, damit man überhaupt mal zeigt „Da bin ich, ich kann zwar nicht alles, was sie möchten, aber ich bin lernfähig, lernt mich doch mal kennen“. kommt es aufgrund mangels Erfahrung oder Zusatzqualis trotzdem schnell zu Absagen. Das ist glaub ich das, was Sybille ausdrücken wollte, oder? 🙂

  3. Drück dir die Daumen, dass das bald klappt mit einem Job.

    Grüßle in den Norden.

  4. Sich auf ausgeschriebene Stellen zu bewerben ist hart, Personalchefs sind m.E. auch noch in keinster Weise auf die Tücken der Demografie vorbereitet.
    Gibt es nicht Unternehmen in denen Du Dich mal so vorstellen kannst? Kann Dei Umfeld helfen ?

  5. Ich denke dass bei Deiner Aufzählung noch das Management Deiner Familie dazugehören sollte. Das nenne ich nämlich auch Flexibilität und eine Qualifikation, insbesondere für stressige (Arbeits-)Tage. Scheint, dass Du Deine Berufung gefunden hast – genau danach suche ich gerade im mediendidaktischen Bereich.
    Alles Gute wünsche ich Dir!

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