Szenen einer Ehe

Wir sehen hier eine Tasche

Um die Größe der Tasche zu demonstrieren habe ich sie auf das Macbook gestellt. Wir sind uns einig, diese Tasche ist nicht klein, oder? Sozusagen recht unübersehbar, ja? Gut.

Vor einiger Zeit war der Sohn mit dem Vater im Büro. Damit er sich dort nicht langweilt und den Papa bei der Arbeit stört, wurde diese Tasche mitgenommen. Gefüllt war sie mit Büchern und am Wichtigsten: Papas X-Wing-Fighter aus Lego. Ein Spiezeug, welches sonst nicht erlaubt ist. Nachdem die Jungs an eben jenem Tag von der Arbeit zurück waren, wurde die Tasche mitten im Flur abgestellt und verblieb dort, bis es mir reichte und ich diese Tasche mit dem inzwischen zerlegten X-Wing-Fighter genervt direkt neben des Gatten Bett plazierte. Meine Erwartung war, daß er beim abendlichen Bettgang darüber stolpern und es dann wegräumen würde. Ha, ha, haaaaa. Ich verkannte mal wieder die allgemeinübliche männliche Ignoranz. Darum stand die Tasche nach Tagen immer noch dort.

Letzens räumte der Herr Gemahl irgendwas im Schlafzimmer auf und präsentierte es mir mit Stolz. Wie ich da so unter Bewunderungszwang neben im stand, konnte ich mir nicht verkneifen, zu fragen, wann er denn gedenke, die Tasche weg zu räumen.

Er: Welche Tasche?
Ich: Die, die ich da vor Dein Bett gestellt habe, damit Du sie endlich aus- und wegräumst.
Er: Achso, deswegen steht die da.
Ich: „Augenrollen“
Er: Ich bin ein Mann, ich verstehe so subtile Hinweise nicht, dachte Söhnchen hat die zum Spielen dahin gestellt.
Ich: Nee, alles klar.

Liebe Damen da draußen, bitte sagt mir, ich bin damit nicht alleine.

[Disclaimer: Ich habe mir voher die ausdrückliche Genehmigung eingeholt dieses zu verbloggen]

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13 Antworten zu “Szenen einer Ehe

  1. Nein, du bist nicht allein, ich kenne dein Problem nur zu gut 🙂 Meiner versteht sowas auch nicht 😉

  2. Woher kenne ich dieses Szene? Ach, von uns .. Sogar inklusive des Dialogs! Faszinierend. 😉

  3. Über diese Ihnen gleich vorzulegenden eidesstattlichen Versicherungen hinaus gebe ich Ihnen, gebe ich den Leserinnen und Lesern dieses Blogs und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole – ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind.

  4. Ach, das geht auch mit Taschen. Wir haben das bisher nur mit Klamotten und so’n Zeugs ‚ausprobiert‘ 😉

  5. Das kommt nur daher, das weibliche Wesen dieser Erde immer von „ihrer Logik“ (Tasche vor Bett = wegräumen) auf andere schließen.

    Das kenne ich mit Spielzeug (ohne Tasche).

    Warum muss das gebaute, auf dem halben Wohnzimmerfußboden verteilte, LEGO abends in eine Kiste geräumt werden.

    Nächsten Tag wird doch damit weiter gespielt- also STEHENLASSEN. 🙂

  6. ach Sibyllchen, dazu muß ich wohl nicht mehr viel sagen, oder 🙂
    und @nico: Du weißt ja, wo das in anderen Fällen mit dem Ehrenwort hingeführt hat 😉

  7. Frauen sind einfach zu subtil. Wir Männer brauchen klare Ansagen. Mit: „Räum das sofort weg!“ wäre die Tasche binnen kürzester Zeit geräumt gewesen 🙂

  8. Das ist ja mal wieder typisch Frau. Gedanken lesen können wir noch nicht (und Ihr solltet froh darüber sein).
    Ganz davon ab, versteht ihr unsere Hinweise ja auch nie …

  9. Nein, Du bist nicht allein *fg*

    Ich erinnere mich gerade daran, daß ich einen Abfallbeutel innen vor die Eingangstür gestellt habe, damit der Nächste, der runtergeht, sie mitnimmt.

    Das hat nicht funktioniert. Man(n) hat sie zur Seite gestellt, damit die Tür frei ist 🙂

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