Texas Forever – Good bye Friday Night Lights

Fernsehserien sind mein „guilty pleasure“. Kinder im Bett, Tee gekocht, Sofa, Decke und bitte eine Serie. So sieht mein Feierabend gerne aus. Da ich den deutschen Serien nicht mehr so viel abgewinnen kann, schaue ich Serien aus den USA, gerne im Original. Angefangen hat alles damals mit Friends, spätere und immer noch absolute Herzensserie ist Gilmore Girls.

Nachdem wir vor einigen Jahren erst alle Folgen dieser zwei Serien durch und uns dran gewöhnt hatten selber zu bestimmen, was wir sehen, ohne Vorgabe durch das Fernsehprogramm, fing anschliessend die Suche nach guter Serienunterhaltung an. Dabei stiessen wir auf so einige schöne Serien, manche davon sind beendet, manche werden immer noch geschaut, manche sind dazu gekommen. So auch Friday Night Lights. Ursprünglich runtergeladen, da der Pilot als „free download“ bei iTunes zu erhalten war. Geladen, angefangen, ausgestellt. An einem langweiligen Abend nochmal begonnen, wieder keinen Zugang bekommen, wieder ausgestellt. Dann ein Abend mit dem Gatten, absolut nichts zu gucken im Haus, im Fernsehen nur Mist. Da der Gatte auf Football steht erinnerte ich mich an diesen Pilot der noch auf der Festplatte rumlag und bot ihm an, das nochmal mit ihm anzusehen.

Im Gegensatz zu den Gilmore Girls, wird hier nicht sofort eine Wohlfühlstimmung vermittelt, es gibt nicht  die dort aufgebaute kuschelige Kleinstadt im goldenen Licht, die einen abtauchen läßt und mit einem Seufzen zurück läßt. Die Eingangsszenen erscheinen eher im blassen, grauen Licht, ein wenig hektisch, ein wenig trostlos, nichts wie es schien um sich für 45 min in die heile (Serien) Welt zu flüchten. Eher erscheint es einem wie eine Doku aus einer etwas trostlosen Kleinstadt in Texas, wo es kaum Perspektive zu geben scheint diesen Ort erfolgreich zu verlassen. Und dann auch noch Football als zentrales Thema, super Sport, nichts mit dem ich mich identifizieren kann.

Trotzdem, ich schaffte es dieses mal länger als die ersten 10 min zu schauen, erwarb während die Folge noch lief die zweite und dritte, da der Mann sich zu amüsieren schien. Und dann passierte es, irgendwas klickte, es fing an mich zu packen. Ich kann nicht sagen was es war, aber die Charaktere bekamen für mich Farbe, die Schicksale begannen mich zu interessieren, die erzählten Geschichten wollten weiter verfolgt werden. Diese Geschichten von Schülern der örtlichen Highschool, die irgendwie so ganz anders waren als sonst in Filmen/Serien, die Geschichte des Coach Taylor und seiner Frau, sogar die Geschichte des Highschool Football Teams und aller anderen Personen die sonst so involviert sind.

Die Serie ist etwas ganz besonderes, sie vermittelt etwas authentisches, etwas real wirkendes, man fiebert, leidet, lacht mit und ja, das hat man bei Gilmore Girls auch, aber dort hatte man nie so das Gefühl es ist könnte real sein.

Dies liegt wohl auch an den besonderen Umständen wie FNL gefilmt wurde, kaum Mehrfachaufnahmen der Szenen, Gestaltungsspielraum der Schauspieler bezüglich der Rolle und der Szenen, die Kameraführung, das Licht, die Musik, etc.  wen es interessiert der lese bitte hier nach.

Wie man sieht, ich bin von anfänglicher Skepsis und Ablehnung zum absoluten „Fangirl“ mutiert. Und so inhalierte ich nicht nur alle Folgen der fünf Staffeln, sondernd saß gestern mit Tränen in den Augen vor der allerletzten Folge. Und damit diese wundervolle Serie nicht in Vergessenheit gerät lege ich sie euch mit diesem Recap-Video sehr ans Herz.

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4 Antworten zu “Texas Forever – Good bye Friday Night Lights

  1. 
Ich hätte eventuell einen Serientipp für dich. Ich schaue mir momentan die NBC Serie Parenthood an. Der Grund für mein Interesse an der Serie war vor allem die Schauspielerin Lauren Graham, die dort die alleinerziehende Mutter Sarah Braverman spielt. Denn ich bin ebenfalls absoluter Gilmore Girls Fan. Diese Serie war wirklich zauberhaft lustig und schön, wenn auch natürlich unrealistisch, aber das hat mich nicht gestört. Als ich jede Staffel bestimmt drei mal geguckt hatte, wars irgendwann genug und ich musste mir eine neue Serie suchen.
    Mein Freund hat mir letztes Jahr alle „24“ Staffeln besorgt, die ich in den Semesterferien innerhalb weniger Wochen verschlungen habe. „24“ kann man selbstverständlich nicht mit einer idyllischen Familienserie vergleichen, aber immerhin hat der coole Jack Bauer ja auch eine Tochter, die in den ersten Staffeln eine große Rolle spielt.;) Falls du die Serie noch nicht kennst, wäre dies ein weiterer Tipp von mir, allerdings warne ich dich vor der Suchtgefahr, denn die Cliffhanger sind wirklich furchtbar. 😉 Ach ja, auch hier gilt, meide die deutsche Übersetzung, die ist ganz schlimm.
    Nun zurück zur aktuellen Serie Parenthood: Sie gefällt mir so gut, weil sie eine halbwegs realistische Familienserie ist, die natürlich auch manchmal etwas klischeehaft, aber durch die wirklich guten Schauspieler lebendig und kurzweilig ist. Die Charaktere sind gut geschrieben und nicht austauschbar und sie bieten uns schon eine gewisse Identifikationsmöglichkeit. Außerdem ist die Serie nicht so zuckersüß und moralisch anbiedernd, wie meine absolute Hass-Serie 7th Heaven. Man hat also nicht ständig das Gefühl belehrt oder gar „gebrainwashed“ zu werden, wie bei der „Himmlischen Familie“. Die Alltagssorgen, Nöte und Freuden verschiedener Familien werden einfach gut beschrieben und ich denke, jeder erkennt sich irgendwo wieder. Allerdings ist Parenthood wahrscheinlich nichts für unsere Männer, es sei denn, deiner ist sehr empfindsam ;). Meinem würde sie eher nicht gefallen.

    • Also 24 habe ich gesehen, zumindest die erste Staffel, die zweite lieh ich mir aus. Dank der damals Minitochter kam ich aber nie wirklich dazu diese zu sehen und dann verlor ich das Interesse. Parenthood schaue ich jede Woche, mit dem Mann 🙂 Ich mag die Serie auch sehr und freue mich, dass Carries (SATC) abgelegter Lover mitspielt und demnächst ein Charakter aus einer anderen Lieblingsserie, die leider zum Ende des Frühjahrs beendet sein wird (Greek). Sehr schön ist auch October Road, welche aber leider nach knapp zwei Staffel eingestellt wurde. Ein weiteres Opfer des Writer Strikes, damals.

  2. ich sehe schon, wir haben einen ähnlichen Seriengeschmack. :D. Dann werde ich es auf jeden Fall einmal mit Friday Night Lights versuchen. Zum Glück habe ich seit dem letzten Super Bowl auch endlich die Regeln des Spieles kapiert. 😉

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