Verstört? Fasziniert?

Letztens auf twitter verlinkte Frau Fragmente einen Text den ich in Auszügen sehr gut fand

What is s*ex, really? It’s not a p*en*is going into a v*ag*ina. Nor is it a pe*nis going into an orifice. Nor is it the touching of se*xual organs. Sex is the pleasure obtained from arousal and intimacy. Without that, it’s a gynecologist appointment. So sticking your d*i*ck in someone means nothing. Gets you nothing. Absent the arousal and intimacy, it’s just an unhygienic gynecologist appointment.

Den Rest findet man in diesem Posting.

Wenn ich einen Link verfolge, dann schaue ich mir gerne die Gesamtseite an, so auch bei dem Zitat. Die zugehörige Seite besteht größtenteils aus eindeutigen Bildern von Paaren während des Akts oder der einzubeziehenden Körperteile.

Jendefalls verweilte ich eine ganze Zeit auf der Seite, schaute an, mal mehr mal weniger, staunte und winkte innerliche ab, fand einige Bilder verstörend, einige faszinierend. Unter dem Strich blieb ein leeres Gefühl. Ein Gefühl welches ich kenne, aus dem Versuch Filme mit ähnlichem Inhalt zu schauen. Nee, geht nicht, macht mich nicht an, sorgt eher für Ekel.

Im Laufe des Tages wurde es mir klar, es ist das Fehlen von Intimität. Sei es im Film, sei es auf den erwähnten Bildern. Im Grunde ist es immer die Darstellung eines technischen Akts, mal mehr mal weniger kompliziert. Der Akt ausgelegt auf die Erfüllung des Plansolls. Die Err*e*gung wird nicht transportiert, Intimität, Nähe kommt nicht auf/ wird nicht vermittelt. Und dann ist man wieder bei dem obigen Zitat:

Sex is the pleasure obtained from arousal and intimacy. Without that, it’s a gynecologist appointment.

Natürlich gibt es bestimmt Bilder oder filmische Darstellungen, die den Moment der Nähe einfangen, die sehr viel Nähe beinhalten, denen eine subtile E*rotik zugrunde liegt. Diese Szenen sind aber so intim, dass ich da nicht hinschauen mag. Der Zuschauer bleibt außen vor, stört und gehört dort nicht hin.

Dieses Nachdenken über die Intimität die S*e*x als Alleinstellungsmerkmal beinhalten sollte brachte mich auf einen weitern Aspekt. In Gesprächen mit männlichen Zeitgenossen bekam ich öfter zu hören, dass man natürlich einfach mal sich so vereinigen kann. Dass es dazu keiner großen Intimität bedarf, solange kein Ekel im Spiel ist und die generelle L*ust sowie mechanischer Reiz vorhanden sei. Nähe, Intimität, sei dann zweitrangig bis verzichtbar.

Ist das so? Ich meine natürlich braucht es nicht das Klischee von Abendessen, Kerzen, der richtigen Musik. Auch nicht für Frauen. Natürlich wollen Frauen auch mal unverbindlich und ungeplant. Trotzdem war ich bisher der Meinung eine gewisse Nähe, Intimität ist die Grundvorraussetzung. Egal ob die in 5 min oder 5 Jahren aufgebaut wurde. Nehmen wir mal spontane Aktionen unter Substanzeinfluß aus.

Wenn dem aber nicht so ist, ist dann ist die obige Definition doch falsch? Reicht die reine E*rregung aus? Eine Vereinigung ohne Nähe, ohne Intimität, getragen aus der momentanen Lust würde ich immer als S*e*x bezeichnen. Oder ist die Definition zu wenig facettenreich und sowohl Vereinigung mit oder ohne Intimität fällt unter diesen Begriff? Das ist wohl so nicht zu beantworten.

Jedoch bin ich der Meinung, dass egal was mit S*e*x gemeint ist, E*rotik ohne Intimität nicht auskommt. Und diese Intimität muß nicht plakativ dargestellt werden, denn Nähe kann auch sehr subtil abgebildet werden.

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