College forever? Good bye Greek

Wie in diesem Artikel erwähnt bin ich Serien-Junkie. Vielen populären Serien kann ich aber nichts (mehr) abgewinnen. Zuviel Blut, Gewalt, Verzweiflung, Ausweglosigkeit, das geht seit dem ich Kinder habe nicht mehr. Ich brauche abends kuschelige Wohlfühlunterhaltung, gerne auch mit einem gewissen Identifikationsfaktor. (Ausnahmen bestätigen die Regel, siehe „the good wife“ oder „burn notice“)

Dann also Greek. Irgendwann in 2008 etdeckt, wahrscheinlich gab es den Pilot wieder umsonst. Skeptisch war ich, College, Studentenverbindungen (in den USA Greek-System), Alkohol, Liebschaften, Parties? Waren das noch meine Themen?

Egal, kostet nichts, guck ich mir mal an. Wohlwissend, daß so einige Teenie/Twen Filme mich ernüchtert und genervt zurück gelassen hatten. Es kam wie es kommen mußte, es gefiel mir.

Obwohl ich eine Abneigung gegen Studentenverbindungen habe, waren die in der Serie vorkommenden eher amüsant und auch anders als es mir aus unserem Land bekannt ist. Das bedeutet nicht, dass ich sie nun per se für gut befinde, aber sie störten auch nicht. Sie waren eher das Setting der anderen Handlungen als die Handlung an sich. Und ein bischen Ersatzfamilie der Hauptcharaktere.

Der da waren eine große Schwester, die Vorsitzende ihrer Verbindung ist, der kleine Bruder der ihr ans College folgt und eher der Außenseitertyp ist. Die beste Freundin, der Exfreund und der aktuelle, in wechselnder Rolle, das Biest(oder doch nicht). Diverse Mitstudenten, der schwule Freund des kleinen Bruder, der Baptist, auch Freund des kleinen Bruders ist. Und diverse Mitglieder der unterschiedlichen Verbindungen.

Diese alle machen, was man so macht wenn man am College ist, feiern, lieben, lernen, streiten, intrigieren und so weiter. Ja ich bin aus dem Alter raus, ja ich will auch nicht in das Alter zurück.

Seien wir aber mal ehrlich, die Themen, Freundschaft, Zugehörigkeit, die große Liebe, Homosexualität, Feindschaften, Parties und Musik verlieren ja auch im Nach-Uni-Alter nicht unbedingt an Interesse. Sie geraten vielleicht in einen anderen Fokus oder man lebt sie in einem anderen Kontext, aber präsent bleiben sie allemal.

Und so wie die Serie geschrieben wurde, locker und lustig einerseits, mit durchaus ernsthaften Themen auf der anderen Seite. Alles gut durchmischt, immer passend, getragen von guten Dialogen, herzzerreissenden Szenen,unterlegt mit toller Musik, so war sie einfach wunderschön, unterhaltend und genau das Seelenfutter was man (ich!) abends auf der Couch braucht.

Also College forever? Nein, aber ein bischen das Lebensgefühl erhalten und in das Hier und Jetzt transportieren, klar, immer. Und ohne diese Serie hätte ich niemals die Band „The Temper Trap“ entdeckt.

Nun ist die Serie beendet, aber wer Interesse hat findet die Folgen bei iTunes oder im englischen Amazon.

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3 Antworten zu “College forever? Good bye Greek

  1. Ich wollte gerade nochmals auch an dieser Stelle gähnen, aber das mit „The Temper Trap“ ist natürlich ein pro-Artikel-Argument. 🙂

  2. Nur mal so’n Vorschlag, Du wolltest ja kein Blut – aber True Blood ist trotzdem mit Entwicklungspotential… und Taras Welten könnten auch was werden. Ist natürlich beides ohne College-Probleme. Mad Men ist für den Normalgucker in der Pause, leider.
    lg
    DD

  3. Hachja. Ich sollte dringend Greek weiterschauen, wenn ich das so bei dir lese.

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