Aus zwei mach fünf – Vorgeplänkel

Als der Mann und ich noch recht frisch zusammen waren sprachen wir, damals noch Studenten, bei einem unserer Spaziergänge zwischen den Wohnheimen auch über das Thema Kinder. Immerhin waren wir damals schon in einem Alter wo man davon ausgehen konnte, daß wir eventuell länger zusammenbleiben würden und der jeweils andere derjenige für die Familiengründung sein könnte. Es beruhigte mich sehr, daß er in seinem Lebensplan Kinder vorgesehen hatte. Wir scherzten damals ein wenig über die Anzahl und einigten uns auf mindestens zwei.

Wir blieben zusammen, trennten uns, fanden wieder zueinander, durchlitten das Examen und starteten fast zeitgleich ins Berufsleben. Er in seinem ersten Job, ich als Referendarin. Kinder waren zwar immer mal wieder Thema, aber kein aktuelles.

Dann schlich sich unser ungeplantes Wunschkind ein, ich unterbrach das Referendariat und nahm ihr Angebot bei uns sein zu wollen freudig an. Daß sie für unsere Pläne ein halbes Jahr zu früh kam war dann auch egal. Nach zwei Jahren kündigte sich dann mehr oder weniger geplant unser Söhnchen an. Somit blieb ich weiterhin daheim, verschob das Examen gezwungenermaßen weiter raus und kümmerte mich um die Brut während der Mann fürs Einkommen zuständig war.

Ziemlich bald nach der Geburt des Sohnes war mir klar, daß noch jemand fehlt bei uns. Aber andere Dinge sollten erstmal zu Ende gebracht werden. Der Rückzug in die Heimat, das Examen, mein endgültiger Berufseinstieg. Der Rückzug klappte, das Examen auch, nur einstellen wollte man mich als Mutter mit zwei Kindern nicht. Somit wurde der Wunsch nach Kind Nummer drei immer weiter rausgeschoben.

Angesichts meines Alters sah ich mich leicht gezwungen eine Entscheidung zu treffen. Die einzige die ich nicht treffen konnte war die, entweder noch ein Kind oder Beruf. Ich bin da bockig und der Ansicht, daß es möglich sein muß als qualifizierte Frau beides leben zu können. Nur war mir klar, daß ich absehbar eher mit 40++ noch eingestellt werde als mit 40+ noch ein Kind zu bekommen. Und als dann der Mann sich letztendlich durchringen konnte, sich nochmal auf das Abenteuer Baby einzulassen war der Weg frei, unsere Nummer drei zu uns einzuladen. Unsere Einladung war erfolgreich und durfte ich die letzten Monate meinem Bauch beim Wachsen zusehen.

Ironisch nur, daß man mir knapp drei Wochen vor der Geburt ein Jobangebot machte, was fast perfekt gewesen wäre. Aber ich bleibe optimistisch und hoffe etwas ähnliches ergibt sich nochmal.

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