Urlaub spontan – Breizh15 – Teil 1

Und das kam so. Seid gefühlt ewig lag mir der Gatte in den Ohren, dass wir dieses Jahr doch unbedingt in den Urlaub müssen. Vor der Geburt des Babys wollte ich nichts planen, danach auch nicht so richtig. Zu warm, zu weit, zu fliegen müssen, zu selbstversorgend, zu teuer. Nichts sprach mich an. Vorallem nicht das von ihm bevorzugte Mieten eines Ferienhauses in Dänemark.

Wirklich, das hab ich als Kind schon durchgespielt, in Dänemark sind wir immer mal wieder und monströse Siedlungen von Ferienhäusern, bei denen man irgendwo im Nichts im eigenen Saft schmort und außer Strand (Wenn es denn Wetter hat) und Abhängen nicht viel mehr drin ist, nö, keine Lust. Dazu die Erinnerung an mittelmäßig bis schlecht ausgestattete Küchen und die Notwendigkeit selber zu kochen, find ich nur bedingt verlockend. Denn da kommt noch Abwaschen, Aufräumen und was weiß ich dazu und groß anders als im Alltag ist es dann auch nicht mehr.

Dann kam dieser Freitag, der Tag an dem K3 Sommerfest in der Kita hatte und mir schlagartig bewußt wurde, dass der Eintrag im Kalender tatsächlich bedeutet, dass die Kita von nun an zwei Wochen Schließzeit hat und ich nicht nur zwei gammelige Schulkinder, und ein bedürftiges Baby daheim haben werde. Nein dazu sollte noch eine energiegeladene unterbespaßte Dreijährige kommen. Versteht mich nicht falsch, ich liebe alle diese Kinder, sehr sogar. Aber 2 Wochen am Stück alle vier alleine betüddeln ohne dabei wirklich auf den Mann zählen zu können, das erschien mir ein unbezwingbarer Berg. Also schrieb ich dem Mann eine SMS ala wir müssen weg fahren, das geht so nicht. (Überflüssig zu erwähnen, dass er den Eintrag über die Schließzeit im Kalender gar nicht mitbekommen hatte)

So nahm der alltägliche Wahnsinn seinen Lauf. Ich sperrte mich weiterhin gegen die Dänemark-Lösung. Erinnerte mich aber daran, dass Frankreich vor zwei Jahren sehr schön war. Damals waren wir in der Nähe von St. Tropez, weil der Mann es gerne warm wollte. Ja auch ich hab in den letzten Monaten Bekanntschaft mit Dupin gemacht und hatte seit dem eine gewisse Lust mal wieder in die Bretagne zu fahren. Als Jugendliche war ich einmal in der nördlichen Bretagne und zweimal in der Normandie gewesen.

Ich googelte nach AirBnB (unergiebig, teuer und doof) und Ferienanlagen(viel zu teuer). Mit vier Kindern sind die Mittel ja doch ein wenig beschränkter. Meinen Traum von Unterkunft mit Kinderbespaßung gab ich fix auf. Mir fiel ein, dass ich mit meiner Herkunftsfamilie mehrfach Urlaub in Ferienwohnungen direkt von den Eigentümer verbracht hatte, diese wohnten dann mit dem auf dem Grundstück und so versuchte ich sowas zu finden. Dabei kam ich auf eine Seite die genau da, im Finistère Ferienwohnungen anbietet. Der Widerspruchsgeist an meiner Seite war erstmal dagegen und suchte seinerseits andere Möglichkeiten und ignorierte die von mir ausgesuchten, freien Fewo besagter Seite. Nichtsdestotrotz rief ich dort an und hinterliess eine Nachricht.

Wir rufen uns in Erinnerung, das war alles noch am Freitag. Wir hatten uns geeinigt, dass eine Abfahrt am kommende Mittwoch sinnvoll sei, um möglichst viel der Kita-Schließzeit abzudecken. Also hatten wir ja noch vier Tage 🙂

Samstag Morgen nach dem Aufwachen war von den Anbietern der FeWo noch keine Nachricht da. Ein wenig enttäuscht war ich da schon, und dann kam der Anruf, in dem ich erfuhr, welche Wohnungen genau und zu welchen Zeiten frei wären. Wir fassten ein/zwei ins Auge und es musste noch geklärt werden, ob der Hund mitdarf und ob eine Anmietung mitten in der Woche möglich sei. Nach langen Diskussionen am Samstag Abend waren wir Sonntag entschlossen und sagten der Agentur Bescheid und warteten auf Rückmeldung. Montag dann kam die Nachricht, dass trotz anderer Interessenten wir das Haus unserer Wahl bekommen könnten, auch schon ab Donnerstag und der Hund kein Problem sei.

Das wäre jetzt alles schön und gut gewesen, hätten wir zu dem Zeitpunkt schon einen Mietwagen gehabt. Wir haben kein Auto. Problem, es ist Ferienzeit und größeres Problem, wir sind viele und brauchen ein großes Auto. Das zu dieser Zeit zu bekommen, sollte sich als sehr großes Hindernis für unsere Spontanität herausstellen. Somit konnte ich Montag vormittag die Wohnung noch nicht fest zusagen, da wir noch auf die Zusage einer Autovermietung warteten. Ich erbat mir Zeit bis zum späten Mittag. Wie es weiterging, und wie wir ein Auto jagten, schreibe ich dann im nächsten Beitrag.

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Eine Antwort zu “Urlaub spontan – Breizh15 – Teil 1

  1. ich habe ja schon hier und dort wunderbare ferienbilder gespickt, aber irgendwie verpaßt wofür der #breizh15 denn nun steht.

    sehr neugierig grüßt
    kiki

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