Konzertwoche Teil 1 – Amy MacDonald

Mit vier Kindern kommt man ja nicht mehr so oft aus dem Haus. Zumindest nicht abends und zum reinen Amusement. Das gilt vorallem wenn man weder einen zuverlässigen Babysitter noch Verwandtschaft in der Nähe hat, die einem die Brutpflege ab und zu abnimmt.

Nichtsdestotrotz schenkte mir der Mann zu Weihnachten Konzertkarten. Karten für das Hamburg Konzert der Kings of Leon. Ich war schon ein wenig erstaunt, wie er darauf kam, aber ich mag die und fand die Idee hübsch. Fun Fact, hinterher erzählte er mir, er dachte er hätte Karten für die Band gekauft, deren Sänger einen Iro trägt. Ich musste ein wenig überlegen bis ich darauf kam, dass er 30 Seconds to Mars meinte. Da hatte ich vor einigen Jahren (!) das eine Video immer mal wieder mit der großen Tochter geschaut, weil ich daran etwas faszinierend fand. Ich bin aber dann doch erleichtert, dass es KOL geworden sind, denn die mag ich wesentlich lieber und höre sie öfter.

Kurz vor dem Konzerttermin fragte mich der Mann was ich drei Tage vorher abends vorhätte und ob ich Lust hätte an diesem Tag ein Konzert anzuschauen. Etwas verwirrte fragte ich nach, was er von mir wolle. Es stellte sich raus, dass sein Kontakt zu Universal Music sich erinnerte, dass ich Amy MacDonald vor einiger Zeit ganz toll fand. Er erinnerte sich natürlich nicht einfach nur so, sondern, weil diese in Hamburg ein Radio Konzerte geben sollte. Und für eben dieses Konzert wollte er uns einladen (Danke Dirk!). Toll.

Wir nahmen die Karten also an und da wir für den Abend unsere neuerdings vorhandene Babysitterin nicht buchen wollten, da es der Geburtstag von K3 war und diese an ihrem Geburtstag nicht abends ohne ein Elternteil sein sollte, reservierte der Mann die Karten für mich und die größte Tochter.

Nach der Feier für K3, schon ziemlich k.o. restaurierte ich mich, schnappte mir das große Kind und wir fuhren los. NDR2 veranstaltete das exklusive Radiokonzert in kleinem Rahmen mit einer Zuschauerzahl von 400 Leuten. Recht intim also.

Meine Begeisterung für Amy MacDonald hat in den letzten Jahren ein wenig abgenommen, da ich fand, dass ab dem zweiten Album ihre Stimme auf den Cds komisch abgemischt wurde und ihre eindringlichen und schönen Melodien oft dem Markt zuliebe mit so Umta Beats unterlegt wurden. Trotzdem habe ich sie mir letzten Sommer auf dem Summers Tale Festival angesehen und fand sie immer noch gut.

Da das Radiokozert hauptsächlich zur Promotion der neuen CD statt fand, war ich gespannt, was Amy uns nach vier Jahren CD Pause bieten würde. Es war super angenehm in dem kleinen Saal, da man gute Sicht hatte und nicht sehr weit weg von der Bühne sass.

amy

Beim ersten Song hatte ich Tränen in den Augen. Es war einer der alten und einer derjenigen, der mich immer irgendwie berührt hat. Außerdem war die Akkustik bombastisch. Vielleicht heule ich bei Livemusik aber auch immer etwas los, weil ich das jedesmal überwältigend finde. Das Programm ging dann weiter mit neuen und alten Stücken durcheinander, wobei Amy jedesmal extra betonte wenn sie eines der neuen Stücke spielte und immer wieder auf den Erscheinungstermin der CD hinwies und auf das kommende Konzert im Sommer im Stadtpark. Das war aber weniger nervig als es klingt, denn es kam sehr charmant rüber. Überhaupt sprach sie viel mit dem Publikum, auch über die aktuelle Situation in den USA. Sie legte wirklich Wert darauf mit dem Publikum in Kontakt zu treten und ein Gemeinschaftserlebnis entstehen zu lassen. Passend dazu forderte einer der Musiker während der Lieder gerne mal Aktionen des Publikums eins, die den Song begleiten sollten. Nach einer guten Stunde war das Konzert leider schon wieder vorbei. Was ich etwas komisch fand war, dass das Publikum hanseatisch entfesselt, maximal leicht mitwippte und auch bei den Bitten bekannte Passagen mitzusingern eher zögerlich agierte. Vielleicht lag es am Durchschnittsalter, vielleicht lag es an dem komplett bestuhlten Saal. Unter dem Strich war es aber ein schönes Konzert. Und ich empfand es so wie ich es anschliessend in einer Konzertkritik las, die Stimme von Amy MacDonald ist noch kräftiger geworden, mehr Tiefe und wie schon immer sehr eindringlich.

Und damit dieser Beitrag nicht den Rahmen sprengt verwurste ich die EIndrücke des KOL Konzertes in einem gesonderten Beitrag.

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