Auf über den Teich – Berkeley Teil 1

Ich habe gerade mit Schrecken festgestellt, dass ich vor fast zehn Jahren den Text über meinen Weg und die Richtungsfindung gebloggt habe. Inzwischen ist viel passiert, ich hab zwei Kinder mehr die an mir zerren und mich brauchen. Die größeren sind zwar inzwischen so groß, daß sie nicht mehr ununterbrochen an der Hand gehen müssen, aber die mütterliche Navigationsleistung ist trotzdem noch gefragt. Nach langem Ringen habe ich, wie man dem ein oder anderen Blogeintrag entnehmen konnte einen Arbeitsplatz gefunden. Zwar entspricht der nicht meiner Qualifikation, ist aber der Kompromiss den ich eingegangen bin um überhaupt in der Arbeitswelt anzukommen. Das mache ich jetzt schon bald zwei Jahre und es ist soweit so gut. Trotzdem hatte ich immer mehr vor. Schon bei meinem ersten Gespräch mit dem Chef sagte ich am Ende, beim unoffiziellen Teil, dass mein Traum war und ist meinen LL.M in Berkeley zu machen. Dafür gibt es diverse Gründe, aber vorallem erhoffe ich mir davon bessere Chancen nach meinen verschlungenen großteils fremdbestimmten Wegen meiner Qualifiaktion gemäß arbeiten zu können. Zu dem Zeitpunkt hatte Berkeley gerade den professional track eingeführt. Ein Programm bei dem man den LL.M erwerben kann in dem man zwei Sommer à 13 Wochen vor Ort die erforderlichen Kurse und Prüfungen absolviert. Schon wesentlich besser machbar, als ein komplettes akademisches Jahr dort zu verbringen, aber angesichts von Familie und Arbeitsvertrag schwer durchsetzbar.

Vor einiger Zeit stellte ich dann fest, dass es ein neues Programm zum Erwerb des LL.M in Berkeley gibt. Die hybrid option. Zwei Trimester online, ein Trimester vor Ort. Das klang viel machbarer, spannend. Nur drei Monate weg, der Rest während man in Lohn und Brot steht in der Freizeit. Und plötzlich schien es eine Option zu geben, eine Möglichkeit den seit Studientagen erträumten Zusatzabschluss zu erwerben.

Ich dachte dann aber nicht weiter darüber nach und machte so weiter wie bisher. Bis mich Unzufriedenheit auf verschiedenen Ebenen die Möglichkeit wieder ins Auge fassen liess. Das war im Oktober. Die Kosten, der Flug, die lange Trennung von den Kindern liessen mich erstmal wieder zurück schrecken, und doch ich schaute immer wieder auf die Vorraussetzungen und plante wie ich das schaffen könnte. Dann kamen die Selbstzweifel, mit mittelmäßigen Examen nicht gut genug zu sein, die Sorge was es mit mir machen würde wenn sie mich nicht nehmen. Trotzdem schickte ich am Stichtag die Bewerbung ab und wie chaotisch das alles ablief schreibe ich im nächsten Teil.

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