Archiv der Kategorie: Babytochter

Quilt für K3

In guter alter Tradition sollte K3 mit vier auch ihren eigenen Quilt bekommen, so wie K1 und K2 vor ihr. Und da ich ja nur an dem Quilt für A und an dem für meinen Papa sass und K3 immer wieder fragte wann sie ihren bekommen würde fing ich letztes Jahr im Januar an. K3 war eine super Hilfe, sie suchte mit ein wenig Unterstützung meinerseits die Stoffe aus, nachdem sie das von mir gewählte Muster abgenickt hatte. Die Anleitung für den Quilt fanden wir in diesem Buch. Lustigerweise sind alle drei erwähnten Quilts, der für A, der Für Papa und der Beginn von K3s Quilt alle in einem älteren Eintrag dokumentiert. Wer also schauen mag, dort.

Lange Rede kurzer Sinn, nach einem guten Jahr war der Quilt endlich fertig und konnte ihn an K3 übergeben, die ihn bisher eher weniger beachtet, obwohl sie dauernd fragte wann er denn fertig werden würde.

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Vorderseite

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Rückseite

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Details des Quiltings, Schmetterlinge

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Binding

Ich kann gar nicht mehr genau sagen welche Stoffe das alles waren, etwas von Anna Maria Horner, etwas von Denyse Schmidt, etwas aus der Paperie Serie von Anne Sinibaldi und Dreamin Vintage von Jeni Baker. Als Hintergrund habe ich Kona Cotton verwendet. Gequilted habe ich zunächst rund um die Quadrate in diagonalen Linien quer über den Quilt und dann habe ich mit einer Schablone die Schmetterlinge in die weißen Flächen markiert und freihand nachgenäht.

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Mama warum arbeitest Du nicht? – Gespräche mit K3

Grad im Bett, vorgelesen, gesungen, gekuschelt. K3 ganz eng an mich geschmiegt fragt:

„Mama warum arbeitest Du nicht, K4 und ich sind doch in der Kita?“

Ich: „Weil mich niemand einstellen will, das ist schwierig“

K3: „Du kannst doch bei uns in der KiTa arbeiten“

Ich: „Nee ich habe etwas anderes gelernt, in der KiTa kann ich nicht arbeiten“

K3: „Du kannst ja dann oben (1. Stock) bei den Logopäden arbeiten“

Ich: „Nein, das kann ich auch nicht, ich doch was ganz anderes gelernt“

K3: „Was hast Du denn gelernt“

Ich: “ Zu sagen was richtig und was falsch ist“

K3: „Dann kannst Du doch wieder da arbeiten wo Du vorher gearbeitet hast“

Ich: „Ich hab vorher nicht gearbeitet, weil K1 gekommen ist“

K3: „Kannst Du das denn noch?“

Ich: „Ja das kann ich noch, auch wenn ich mich wieder etwas einarbeiten muss“

Ich frage sie, warum es ihr denn so wichtig sei und dass z.B. die Mutter A ihrer Freundin M auch nicht arbeiten geht. Darauf bekomme ich keine Antwort aber es gibt eine Denkpause.

K3: “ Ach Mama, Du arbeitest ja doch, das hat mir A (Erzieherin) mal erklärt, Du arbeitest zu Hause, wie eine Putzfrau, so ist das dann bei der Mama von M und R auch.“

Konversation mit einer Dreijährigen

Heute nach der Kita, schlenderten wir so nach Hause. K3 fing dann aus irgendwelchen Gründen an zu trödeln und ich drehte mich grinsend um und sagte „Tschüss, ich gehe schonmal vor“. Das ergab dann folgendes Gespräch_

Sie: “ Du mußt mich doch mitnehmen, Du mußt auf mich warten“
Ich:“Wieso?“
Sie: „Ich bin doch Dein Kind“
Ich: „Wer bist Du, mein Kind? Wo kommst Du denn her?“
Sie: „Na ihr habt mich doch aus Frankreich mitgebracht“
Ich: „Wir haben ein kleines Mädchen einfach mitgenommen?“
Sie: „Ja!“

Ich mußte sehr grinsen, denn sie weiß ganz genau wo die Babys/Kinder herkommen und grad durch die Ankunft von K4 fragt sie zur Zeit ganz oft nach bzw. erzählt, dass sie auch in meinem Bauch war und ihre Geschwister auch. Und dass ich im Bauch von meiner Mutter war etc. pp

Tapferes kleines Mädchen

Vor einiger Zeit bemerkte ich bei unserer Kleinsten einen Knubbel am Oberarm. Ich maß dem nicht so viel Bedeutung bei, tippte auf einen Pickel oder einen späten Mückenstich. Ich vergaß den wieder. Vor einigen Wochen jedoch stellte ich fest, dass der Knubbel immer noch da ist. Also machte ich einen Termin beim Kinderarzt, um das abklären zu lassen.

Mein zweiter Satz beim Kinderarzt lautete: „Sagen Sie bitte, dass das kein Tumor ist“, den er mit:“Das ist ein Tumor“ beantwortete. Meinem panischen Blick begegnete er in seiner typischen Gelassenheit aber gleich mit dem Zusatz, daß das in der Regel etwas harmloses sei, irgendwas an der Haarwurzel, den schicken Fachbegriff vergaß ich schnell. Zur weiteren Abklärung und Behandlung gingen wir zum Hautarzt. Dort wurde die Diagnose bestätigt und mir auch noch im Fachbuch gezeigt, daß diese Art von Tumor fast immer harmlos sei und wenn nicht, das eher im höheren Alter so sei.

Mein Ansinnen, das Teil sofort unter lokaler Betäubung rauszuschneiden wurde mir sanft aber bestimmt ausgeredet, die Gefahr, dass ein Kleinkind dabei Zappele sei zu hoch. Also machten wir einen Termin zur OP aus, an dem der Knubbel unter Vollnarkose entfernt werden sollte. Ich war so erleichtert, daß es sich um nichts wildes handelt, daß das Thema Vollnarkose mich wenig beunruhigte.

Gestern war es dann soweit. Um 7.00 Uhr sollte die Kleine in der Tageklinik des Krankenhauses sein. Da ich bei sowas eher zur Nervosität neige und damit das Kind wuschig mache, ging der Mann mit ihr los. Währenddessen kümmerte ich mich um die Großen und war damit auch gut abgelenkt. Nachdem diese sauber, mit geputzen Zähnen und gefüllten Brotdosen das Haus verlassen hatten kam schon die Nachricht des Mannes, daß die Kleine im OP sei. Schon vorher hatte ich kurze Zustandsberichte per SMS erhalten, war dann aber doch überrascht, wie schnell das alles ging. Sehr anrührig fand ich die Mitteilung, daß die Anästhesistin und die OP-Schwester dem Kind zum Einschlafen ein Schlaflied sangen und die Händchen hielten. Überhaupt waren laut Mann alle sehr nett und bemüht.

Da ich um 10.00 einen Termin hatte, hatte ich im Vorfeld gesagt, daß ich die Beiden danach dort abholen wollte. Da nun alles aber viel schneller ging als gedacht und ich daheim doch eher unruhig war, beschloß ich vor meinem Termin zu den Beiden zu fahren, was ich dann auch tat. Kaum unterwegs kam schon die Nachricht vom Mann, daß das Kind nun wach und gnaddelig sei, aber bis zu meiner Ankunft hatte sie sich wieder beruhigt und ich leistete ihr und ihm Gesellschaft bis sie entlassen wurden. Beim Entlassungsgespräch wurde uns noch mitgeteilt wie toll die Kleinste das alles mitgemacht hat. Wir kamen den Entlassungszettel, auf dem unter Anderem folgendes vermerkt war.

IMG_0165Mein Mädchen, hach.

Ich ging dann zu meinem Termin und anschließend Besorgungen machen. Die Babytochter war schon auf der Rückfahrt vom Krankenhaus in der Karre eingepennt. Es ist ja nicht so, daß mich das kalt läßt wenn man an einem meiner Kinder rumschnippelt. So kam es daß ich auf meiner Tour am Plüschwarengeschäft vorbei kam und unbedingt noch eine Kleinigkeit erwerben mußte. Ob das nun mehr für das Mutterherz oder doch nur zur Aufmunterung der Kleinen war kann dahin gestellt bleiben. Zumindest kehrte ich mit dem folgenden Gesellen nach Hause zurück.

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Der Rest des Tages war unauffällig, mit meiner Heimkehr erwachte die Prinzessin und schlief auch erst Abends wieder. Da sie soweit fit ist und die Ärztin das OK gab, ist sie heute auch wieder in der KiTa. Morgen gehts zum Verbandswechsel und dann sollte die Sache durchgestanden sein. Das entnommene Gewebe wurde eingeschickt, aber die Ärztin meinte schon bei der Entlassung, daß alles harmlos aussah. Ich bin nun froh, daß das durch ist und stolz, auf mein tapferes kleines Mädchen.

Geburtstagskind

IMG_8479Kaum zu glauben, aber wahr, unser kleinster Sonnenschein wurde gestern zwei. Hier noch im Nachthemd beim Geburtstagsfrühstück mit den Eltern.

Auf eigenen Füßen

Daß die Kleinste schon länger läuft ist dem ein oder anderen bekannt. Da sie aber inzwischen Schuhe besitzt, der Schnee geschmolzen ist und der Regen aufgehört hat, haben wir die Freiluft-Lauf-Saison für eröffnet erklärt. Saison ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort, denn bisher lief sie nur drinnen.

So kam es, daß wir vorgestern zum Abendbrot nochmal schnell zum Bioladen wollten und beschlossen, daß sie die kurze Strecke ja auch laufen kann. Also Schuhe angezogen, runter und laufen lassen. War das aufregend, sie war nur am strahlen und so was von stolz.

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Nach einem kurzen Rundgang gestern sind wir dann heute nur mit dem Buggy (statt Kinderwagen) los und ließen sie auf einem unbefahrenen Platz ordentlich das Leben auf eigenen Füßen außerhalb der Wohnung erkunden.

Wir Eltern waren nach gefühlten zwei Sekunden absolut nicht mehr interessant, eher was dort auf dem Platz passierte. Andere Kinder, auf ihren Beinen, auf Fahrrädern oder Skateboards und natürlich der große Bruder mittendrin.

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Natürlich blieb es nicht beim Gucken, denn so ein Platz muß ja auf eigenen Füßen erobert werden.

IMG_7724Immerhin kam sie doch irgendwann zu uns zurück und mit nach Hause.

 

Vor einer Woche ein Jahr

Kaum zu Glauben aber genau so lange ist es her, daß wir ein weiteres Mal reich beschenkt wurden. Unsere zweite Tochter, unser drittes Kind erblickte das Licht der Welt.

Genauso, wie mich ihre Geburt etwas überrumpelte, genau so überrumpelte mich ihr erster Geburtstag. Beide Male bleib das Gefühl, es sei doch noch nicht so weit.

IMG_0511Und so wurde im Handumdrehen aus diesem kleinen zarten Menschlein, auf dem Bild gerade einen Tag alt, ein immer noch zartes und ebenso bezauberndes nicht mehr so kleines Menschlein.

IMG_7411Beim Geburtstagsfrühstück. Erfreut und fasziniert von ihren Ballons, die traditionsgemäß am Stuhl des jeweiligen Geburtstagskindes festgebunden werden. Der typische verschmitzte Gesichtsausdruck, die Neugierde, die Lebensfreude, die sie immer umgibt.

Ein erfülltes Jahr liegt hinter uns, ein Jahr in dem wir sie kennenlernten, in dem sie uns bezauberte, uns bereicherte und unzählige Male zum Lachen brachte. Wir sind so froh und glücklich, daß sie bei uns ist. Ein kleiner entspannter Sonnenschein mit Einschüben von Dramaqueen, wenn der kleine Kopf nicht oder nicht sofort durchgesetzt werden kann.

IMG_7423Sie ist ein Geschenk an uns; von uns ein Geburtstagsgeschenk für sie.