Archiv der Kategorie: Einfach nur schön

Gilmore Girls and me

Vor 13 Jahren wurde ich Mutter, das stellte meine Welt ungeplant komplett auf den Kopf. Vor 12 Jahren kam das Kind in die KiTa, ich konnte nach einem Jahr endlich wieder Luft holen. Die ersten lichten Momente nutzte ich dazu wieder mit dem Stricken anzufangen. Stricken kann ich nur wenn ich dabei fernsehe. Ich könnte mich jetzt über meine tv Liebe auslassen, aber das würde zu weit führen. Lange Rede, kurzer Sinn, während einer meiner Strick/Glotz Sessions, vermutlich morgens, wenn das Gör in der KiTa war, wurde ich auf die Trailer zu Gilmore Girls aufmerksam. Das lief damals auf Vox. Immer wieder wurde diese neue Serie angekündigt und irgendwas daran packte mich.  Ich habe gerade versucht rauszufinden wann genau die erste Staffel auf Vox lief, aber das ist nicht ganz nachvollziehbar, irgendwas mit Herbst 2004.

Also sah ich mir die erste Folge an. Und die zweite und die dritte und die vierte usw. Da die Folgen nachmittags um 16 Uhr liefen wurde es mein Ritual nach dem ich das Kind aus der KiTa holte einen Tee zu kochen, Kuchen zu essen und Gilmore Girls zu schauen während das Kind nebenbei spielte. Irgendwann kamen keine neuen Folgen mehr nach, irgendwann wurde die Serie ins Abendprogramm verfrachtet. Ich bekomme es nicht mehr zusammen.

Es folgte unser Umzug ins Rheinland im Herbst 2005, das Ende von Friends (Bzw. unseres erneuten Friends Marathons irgendwann in 2006, denn ich bekam das Boxset mit allen 10 Staffeln zu Weihnachten), die Geburt unseres Sohnes und irgendwann das Bedürfnis nach geplantem, gewünschten Abendglotzprogramm. Aber mangels iTunes waren die Möglichkeiten begrenzt. Mir fielen dann die Gilmore Girls (zu er Zeit liefen die, wenn überhaupt nur einmal wöchentlich im Abendprogramm liefen) ein und ich hatte die Idee, dass diese dem Mann auch gefallen könnten. Da es noch jenseits jeglicher legaler Streamdienste war, kaufte ich die erste Staffel auf DVD und ihm zu liebe schauten wir sie auf englisch. Es war nochmal etwas ganz anderes die Folgen im Originalton zu schauen, alle Dialoge hatten viel mehr Witz und Charme. Daher war es mir auch egal nochmal von vorne anzufangen. Einige Folgen später war der Mann auch angefixt und wir schauten eine erhältliche Staffel nach der Anderen. Es kam der Rückzug nach Hamburg und irgendwann waren wir durch. Es war ein tränenreicher Abschied so in 2007 schätze ich.

Ich kann mich nicht erinnern ob ich die Folgen nochmal schaute bevor ich sie im Herbst/Winter 2013 oder 2014 anfing nochmal mit der Tochter zu schauen. Ja genau mit der Tochter, die bei meiner ersten Gilmorisierung ein gutes Jahr alt war. Ihretwegen schauten wir alles auf deutsch und es war gleichzeitig komisch, rührend und wunderschön diese Serie mit ihr zu teilen.

Abgesehen von den nostalgischen Gefühlen bezogen auf ihre Kleinkindzeit bemerkte ich auch wie ich mich verändert hatte. Fand ich es beim ersten Schauen noch nett, dass Mutter und Tochter beste Freundinnen sind, nervte mich das bei weiteren Durchgängen mehr und mehr an. Es mag sein, dass ich als Scheidungskind einfach immer die wegweisende und beratende Mutter vermisste, mehr aber stellte ich fest, dass ich meiner Tochter (inzwischen meinen Töchtern) keine Freundin sein will und kann. Wir sind nicht gleichberechtigt, sie ist nicht zuständig mit mir Kummer und Freude zu teilen, schon gar nicht wenn es Kummer und Freuden sind, die den kindlichen Horizont (oder den eines Teenagers) übersteigen. Sie ist nicht entscheidungsberechtigt wie ich das bin, denn sie kann noch nicht entscheiden wie ich das kann wenn es um gewisse Belange geht. Irgendwann kam mal die Sprache auf diese Mutter Tochterbeziehung und K1 sagte mir ganz deutlich, dass wir keine Freundinnen sind und sie ein solches Verhältnis zu mir gar nicht möchte. Dies bedeutet ja nicht, dass wir nicht gemeinsam kichern, oder mal weinen oder shoppen oder Quatsch machen, aber ab einem gewissen Punkt sind wir halt doch Mutter und Tochter und in gewissen Situationen braucht sie eine Mutter und keine Freundin.

Weiterhin wurde mir klar, dass mir das Verhalten von Lorelei in Bezug auf die eigene Mutter doch einige Male gehörig auf die Nerven geht. Da ist so ein kindliches, trotziges Verhaltensmuster, was die Annäherungsversuche von Emily (oder auch mal Richard) bzw. vielleicht doch gute Ratschläge mit Füßen tritt. So als Mutter denke ich dann, ja meine Güte sie haben (große) Fehler gemacht, machen sie noch, aber sie versuchen es, mit ihren Möglichkeiten, mit ihrem Hintergrund. Hätte ich früher vielleicht nicht so sehen können. Gleiches gilt übrigens auch für Loreleis Beziehungsverhalten, bei dem ich das ein- oder andere Mal dachte, Mensch Mädel Du bist doch kein Teenager mehr.

Was bleibt ist aber trotz allem meine uneingeschränkte und aufrichtige Liebe zu dieser Serie. Ich liebe die kleine heile Welt, ich liebe die Dialoge, die Charaktere und vor allem das Kleinstadtleben. Gilmore Girls sind und waren immer mein „Happy Place“ wenn es um mich rum anstrengend, wüst, traurig oder sonst irgendwie unzufriedenstellend war. Genau so wie sie dies in entspannten Zeiten sind, aber gerade in den aufreibenden brauche ich ein kleines bischen Rückzugsort in eine Welt in der es am Ende doch alles gut ist.

Und jetzt, nach so langer Zeit, endlich, unerwartet und doch erhofft gibt es vier neue Folgen. Seid der ersten Ankündigung fiebere ich dem entgegen. Der erste Trailer lies schon Tränchen kullern, die Spannung steigt und ich hoffe so sehr, dass es sich lohnt und der vibe der alten Folgen auch nach dieser Zeit noch transportiert werden kann und mein „Happy Place“ eine würdige Erweiterung erfahren hat.

 

Das Wunder aka Das Wunder von Bern (Musical)

Der ein oder andere verbliebene Leser (und die Leserin) hier mag mitbekommen haben, dass ich nicht nur nähen, kochen, backen, basteln und Recht von Unrecht unterscheiden kann, sondern dazu vier wunderbare Kinder habe. Weiterhin habe ich wohl schonmal am Rande erwähnt, dass eins dieser Kinder, die große Tochter, eine Rolle in dem Musical „Das Wunder von Bern“ besetzt. Keine große, eher eine Nebenrolle, aber auch nicht so klein, sondern mit regelmäßiger Bühnenpräsenz bei der sie tanzt, singt und schauspielt.  Und ganz unvoreingenommen muß ich sagen, daß sie das toll macht. Bei ihrer Premiere habe ich Rotz und Wasser geheult  die ein oder andere Träne verdrückt, was nur peripher damit zusammen hing, dass ich da hochschwanger war.

Inzwischen habe ich sie mir dreimal auf der Bühne angeschaut. Es ist wirklich beeindruckend, was sie den Kindern für die Bühne beibringen. Die werden nicht nur auf die Rolle getrimmt, sondern bekommen eine grundlegende Ausbildung. Aber das nur am Rande.

Zurück zu dem was ich eigentlich schreiben wollte. Ich habe mir, wie gesagt dreimal die Show angeschaut und es war nicht einmal langweilig. Ich muß dazu sagen, dass ich schon die Vorlage, den gleichnamigen Film von Söhnke Wortmann schön fand. Ich war skeptisch wie man das für ein Musical umsetzen kann, ich war, wie auch schon beim Film skeptisch wie (mich) ein Thema wie Fußball als Träger einer Geschichte begeistern kann.

Man kann, sogar sehr. Und damit kommen wir zu dem Punkt, der mich verwundert bzw. stückweise traurig macht. Das (eigens neu gebaute Theater) ist nie voll. Bei allen meinen Besuchen oder wenn ich das Tochterkind nach absolvierter Show frage waren die Ränge gesperrt. Und auch im Parkett ist es meist nicht ausgebucht.

Wie kann das? Wieso begeistern sich nicht mehr Menschen für dieses Musical? Ist es der Aufhänger Fußball? Ist es die Tatsache, dass es sich nicht um einen Stoff von Disney oder dem Broadway handelt? Ist es der ernste Unterton den das Musical immer mal wieder hat?

Ich mag eigentlich keine Musicals. Ich war in den 90ern mal mit und habe Cats geschaut. Ich war nach der Vorstellung enttäuscht, bunte Glitzerwelt, wenig Anspruch und eine Story die mich nicht überzeugt mit Musik die mir eher fremd war. Ich sah keine Veranlassung nochmal in eine Musical zu gehen, bis, ja bis die Tochter ihre Premiere hatte.

Da dass ich dann und war von der Vorstellung mitgerissen. Es geht eben nicht nur um Fußball, Fußball ist das beständige Hintergrundrauschen, was zum Ende ohrenbetäubend die Hauptmelodie einnimmt. Das Thema was zwei Drittel der Show die Geschichte begleitet aber nicht die Geschichte an sich. Inhaltlich ist die späte Rückkehr des im Krieg gefangenen Vaters zu seiner Familie viel wichtiger. Das Heimkehren, das Ankommen, das sich wieder zurecht finden, das Kennenlernen seines im Krieg geborenen Sohnes. Die Neuorientierung, sowohl auf dem Arbeitsmarkt, als auch im Kreis der Familie, wo er nicht mehr das Oberhaupt ist und sich die Machtverhältnisse in Abwesenheit verändert haben. Zurück zu einer selbständigen Ehefrau und zwei weiteren, erwachsenen Kindern, die auf dem Weg ins eigene Leben sind.

Das alles ist nicht unbedingt einfache Kost, wie man sie von einem Musical erwartet. Aber selbst schwierige oder traurige Szenen werden durch nachfolgende leichte „aufgemuntert. Es gibt einige (sehr) witzige Szenen die dem Stück die Balance geben, trotz des anspruchsvolleren Themas den Unterhaltungsaspekt zu bewahren ohne zu seicht zu werden und den Inhalt zu verwässern.

Beeindruckend ist das Bühnenbild. Nicht nur die Kostüme, sondern alle Szenen sind aufwändig umgesetzt worden. Man ist mittendrin, kann sich das Nachkriegsdeutschland so gut vorstellen.Es gibt vielleicht nicht so viel Blink und Glitzer wie bei anderen Musicals, dafür technische Raffinesse die verzaubert.

Was wäre aber all die Optik, wenn das Stück nicht mit einer guten Besetzung aufwarten kann. Ich finde dass alle Rollen durchwegs super gespielt werden, der Gesang, das Schauspielerische alles tiptop. (Mein Lieblinge neben der Tochter und dem Mattis sind Frau Ackermann  und die schweizer Putzfrau) Ich hatte nie den Eindruck dass da routiniert eine Show abgezogen wird, vielmehr kam immer Spielfreude und Engagement rüber. Und wenn auch der Saal nicht voll besetzt war so schien das anwesende Publikum immer glücklich die Show zu verlassen.

Und darum frage ich mich, wieder, wieso wird es nicht so angenommen wie der König der Löwen, wie Mama Mia? Wieso ist es nicht so ein stehender Begriff. Schreckt wirklich das Thema Fußball das übliche Zielpublikum ab? Sind es die Eintrittspreise (es gibt immer und immer wieder Sonderaktionen)? Ich verstehe es nicht und das macht mich traurig. So eine tolle Show, so eine tolle Leistung des Ensembles und so vergleichsweise geringe Begeisterung. Schade.

 

 

Konversation mit einer Dreijährigen

Heute nach der Kita, schlenderten wir so nach Hause. K3 fing dann aus irgendwelchen Gründen an zu trödeln und ich drehte mich grinsend um und sagte „Tschüss, ich gehe schonmal vor“. Das ergab dann folgendes Gespräch_

Sie: “ Du mußt mich doch mitnehmen, Du mußt auf mich warten“
Ich:“Wieso?“
Sie: „Ich bin doch Dein Kind“
Ich: „Wer bist Du, mein Kind? Wo kommst Du denn her?“
Sie: „Na ihr habt mich doch aus Frankreich mitgebracht“
Ich: „Wir haben ein kleines Mädchen einfach mitgenommen?“
Sie: „Ja!“

Ich mußte sehr grinsen, denn sie weiß ganz genau wo die Babys/Kinder herkommen und grad durch die Ankunft von K4 fragt sie zur Zeit ganz oft nach bzw. erzählt, dass sie auch in meinem Bauch war und ihre Geschwister auch. Und dass ich im Bauch von meiner Mutter war etc. pp

Von Seelenorten und Familie

Ich war siebzehn als die Eltern meiner Freundin vorschlugen, daß ich sie in den Herbstferien auf diese Insel begleiten sollte. Ich war noch nie da gewesen, aber einen Urlaub mit meiner Freundin und ihrer Familie am Meer klang verlockend. So kam der Tag an dem ich meine Habseligkeiten in einen der zwei Wagen der Freundinfamilie verlud und wir losfuhren. Was für mich neu und aufregend, war für alle Anderen quasi Routine, denn die Familie verbachte seid Jahren diverse Urlaube dort, dank des großväterlichen Hauses. Der erste überwältigende Moment war, als wir auf der Fähre uns auf dem Oberdeck versammelten. Ich erinnere, daß es schon langsam dunkel wurde und meine Freundin und ich im jugendlichen Übermut Tanzschritte aus der damals besuchten Tanzschule übten. Teenager halt🙂 Es folgte eine wunderschöne Woche in der ich das Familienleben genoß, wunderbar aß, viel am Strand und auch auf dem Friedhof rumhing. Wir hörten bei Dorfspaziergängen Musik mit einem geteilten Walkman Kopfhörer und hatten eine großartige Zeit. Nach einer guten Woche war die Zeit um, wir packten unsere Sachen wieder ein und fuhren heimwärts. Einen Teil meines Herzens ließ ich jedoch zurück. Ich hatte meinen Seelenort gefunden. Der Ort an dem ich noch einige Male mit meiner Freundin zurück kehren sollte, bei Liebeskummer, einfach so im Sommer, nach dem Abitur und das letzte Mal gemeinsam nach dem Examen. Es war immer unser Ort zum Auftanken, zum Herz wieder flicken, der männerfreie Ort (zumindest den heimatlichen, denn lustige Begebenheiten hatten wir durchaus mit anwesenden), der Rückzugspunkt.

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Natürlich wurden wir älter, hatten feste Partner, heirateten, bekamen Kinder. Mein Freundin nahm ihre Männer und später ihren Ehemann und die Kinder regelmäßig mit dorthin. Ich konnte mich immer noch nicht so ganz damit anfreunden diese Insel zu teilen, mit einem Mann, mit einem Mann der vielleicht nicht in meinem Leben bleiben würde.  Trotzdem nahm ich einges Tages den Gatten, damals noch Freund für einen Tagesausflug mit hinüber. Später auch den besten Freund und den dann doch Gatten ein weiteres Mal. Aber dort Urlauben mit Familie, war irgendwie unvorstellbar. Mein Insel, mein Rückzug, mein Seelenort.

Nun wurden uns sehr kurzfristig die diesjährigen Frühjahrsferien bewußt und wir versuchten auf die Schnelle noch einen Kurzurlaub für uns und den Hund zu finden. Drei Kinder und Hund sind aber entweder finanziell oder überhaupt ein kleines Problem bei der Suche. Auf lustige Wege kam es dann, daß uns eine Wohnung auf meiner Insel für den gewünschten Zeitraum, auch mit Hund, und bezahlbar angeboten wurde. Wir überlegten nicht all zu lang und buchten. Ich wurde aufgeregt, freute mich und sehnte die kurze Auszeit dabei, ich war so lange nicht da und wer Familie hat, muß die Familie auch mitnehmen.🙂 Wir hatten alle nach einigen sehr anstrengenden Wochen dringend Abstand zum Alltag nötig. Bei der Ankunft standen mit die Tränen in den Augen, unzählige Erinnerungen von Ankunft und Abschied, von abgeholt werden, alleine ankommen, gemeinsamen Abfahrten in verschiedenen Personenkonstellationen, Fragmente aus verschiedenen Lebensphasen rotierten vor meinen Augen. Vorallem Erinnerungen an viele glückliche, entspannte Momente. Und dann kam ich auch schon wieder im hier und jetzt an. Fielen früher alle Sorgen mit Betreten des Oberdecks und dem Anblick des Meeres von mir ab, war ich diesmal panisch damit beschäftigt darauf zu achten, daß keines der Kinder über die Reling fiel. Im Auto auf dem Weg zur Unterkunft wurde sich auf der Rückbank gestritten, wahlweise gequengelt. Das war dann doch ein bischen anders als sonst. Das war der Auftakt zu dem Unterschied zu früher. Lief ich früher mit oder ohne Musik alleine am Spülsaum, saß ich entspannt mit der Freundin im Strandkorb, ging ich abends mit ihr in die Kneipe, blieb diesmal, dank Krankheit des Mannes, das ständige Regulieren der Kinder, das Haushalten in der Wohnung und sehr wenig Luft für Auszeit. Das war erstmal recht enttäuschend, andererseits ist das halt so mit Familie, auch wenn ich es mir anders gewünscht habe. Das soll nicht bedeuten, daß ich bereue meiner Familie gesammelt meinen Lieblingsort gezeigt zu haben, aber mit ihnen ist es eben einfach anders. Ich kümmere mich gerne um die Kinder und mache etwas mit ihnen, aber der Dauerbespaßungsanspruch der Kinder ist im Urlaub etwas anstrengend. Immerhin zum Ende der Tage konnte die großen Streithähne alleine an den Strand gehen, auch wenn das bedeutete, daß sie klatschnass zurück kamen.

Die Insel ist auch weiterhin mein Seelenort und ich werde auch die Familie wieder mitnehmen (so sie denn mag), aber ich werde mir vorher klar machen, daß momentan ein solcher Rückzug und eine solche Auszeit wie vor der Familie mit ihnen dort nicht möglich ist. Familienzeit hat auch etwas schönes, aber wenn ich nochmal ganz zur Ruhe kommen will, dann fahre ich ohne sie.

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Geburtstagskind

IMG_8479Kaum zu glauben, aber wahr, unser kleinster Sonnenschein wurde gestern zwei. Hier noch im Nachthemd beim Geburtstagsfrühstück mit den Eltern.

Die große Überwindung – Ich hab die Zähne schön.

Zahnärzte und ich, das ist eine Story mit vielen Kapiteln. Im Laufe meines Lebens habe ich schon so einige kennen gelernt, mal mehr mal weniger gute. In meiner Kindheit gab es einen bei uns im Dorf, ich erinnere mich nur schwach, aber der war gruselig. Danach eine andere Ärztin, die immer zuviel roten Lippenstift trug und den auf den Zähnen hatte. Später den Zahnarzt meines Vaters, daran anschließend dessen jungen Kollegen der sich später selbständig machte und dem ich folgte, einen im Studium, einen im Rheinland. Eines war allen gemeinsam, ich ging nie gerne hin. Gut, wer geht schon gerne zum Zahnarzt, die wenigsten die ich kenne.

Nicht gerne hingehen trifft es bei mir aber nicht, ich sterbe tausend Tode wenn ich da hin muß und weiß da muß etwas gemacht werden. Mein Körper wirft die lustigsten Symptome raus, mein Puls rast, ich schwitze und ab und an breche ich vor Anspannung in Tränen aus. Irgendeinen der Zahnärzte begrüßte ich mal mit den Worten „Ich hasse Zahnärzte“, Gott sei Dank wurde ich trotzdem nett behandelt.  Immer kurz bevor irgendwas unwiderbringlich hinüber war raffte ich mich zusammen und ließ es behandeln. Mal mehr mal weniger Vertrauen in den Arzt habend, aber ich hab alles überlebt. Die letzte fiese Geschichte war eine entzündete Zahnwurzel mitten im Urlaub die mir eine dicke Backe brachte und anschließend den Verlust des Zahnes.

Seit wir hier zurück ins unserer Heimat sind habe ich natürlich auch einen Zahnarzt. Ich wähle die ja immer recht pragmatisch aus, ist nicht weit weg, kann man angucken, hat ne Website die brauchbar ist. Da die ersten Besuche dort ok waren ging ich auch immer wieder hin, meist mit kleinerem Kram. Seit irgendwann vor der Schwangerschaft mit der Babytochter war aber klar, da ist so einiges im Argen, was gemacht werden muß, nicht sofort aber absehbar. Das klang aber so umfangreich und beängstigend, daß ich froh war, es wegen der Schwangerschaft und dann Minibaby vor mir herschieben zu können.

Diesen Spätsommer im Anfall von Größenwahn  während ich mal wieder mit einem Kinder wegen irgendwas dort war, und in dem Bewußtsein, wenn ich das jetzt nicht angehe wird es wirklich schlimm machte ich den ersten Termin für die Sanierung. Nur nicht zu weit im Voraus, daß ich den wieder absagen konnte. Mit ein wenig Gejammer auf twitter und recht feuchten Händen, Puls wie ne Dampflock und kleinlaut trabte ich dann brav dorthin. Die Helferin wußte schon Bescheid, daß ich, wie sie sagte „ein wenig nervös“ bin (haha, leicht untertrieben) und manövrierte mich in den Stuhl. Dann drei Stunden Abdrücke, Vorbereitungen, Abschleifen der Zähne und son Krempel, ich glaube auf Zahnarztdeutsch heißt das Prep. Türlich weiß mein Doc auch, daß ich nicht wirklich entspannt bin bei der Behandlung und hatte dementsprechend Zeit eingeplant und arbeitete zügig und ruhig, immer im Auge ob ich mal Pause brauche und plauderte mich ein wenig aus der Angst raus. Die Helferin war super fürsorglich, tätschelte mir ab und an den Arm und ich überlebte es tatsächlich. Sprang nicht panisch auf, brüllte niemanden an oder biß in irgendwelche Finger. Nach fünf geschliffenen Zähnen hatte ich kein Bock mehr, war aber merklich ruhiger und nahm den sechsten Abschliff, der kein richtiger, da alte Krone, auch noch mit. Wissend, daß das schlimmste hinter mir lag verließ ich nach der Zeit die Praxis und wartete etwas stolz auf das Abklingen der Betäubung.

Es folgte das Einsetzen der sechs Kronen, was sich auf zwei Termine verteilte und dann sollten noch mal 1,5 Zähne gemacht werden. Obwohl ich wußte, daß das nicht mehr so arg werden kann, war mir am Morgen des Termins blümeranter als vorm ersten Abschleifen. Naja auch das ging in guter Teamwork von Praxisteam und mir vorbei. Inzwischen sind auch diese Zähne fertig, sprich die Kronen eingesetzt und ich bin durch. FERTIG.

Ich schreib das deswegen so detailliert auf, weil es mir verdammt schwer gefallen ist das machen zu lassen, weil jede Faser in meinem Körper sich sträubte und ich am liebsten vor der Praxistür sofort umgedreht wäre. Weil ich im Stuhl einige Male mit aufkommender Panik zu kämpfen hatte und das trotzdem gemacht habe. Weil ich das mit mir ausgefochten und durchgestanden habe. Weil ich mich überwunden habe und der blöden Zahnarztangst sowas wie den Finger gezeigt habe. Nicht, daß ich da jetzt gerne hingehe, aber es ist jetzt ein bischen einfacher, auch wenn ich mich bestimmt nie gerne und freudig in den Stuhl begeben werde. Ich schreibe das auch deswegen auf, weil ich dem Praxisteam dankbar bin, daß sie meine Angst ernst aber nicht zu ernst genommen haben. Daß sie mich da durch gebracht haben und ich jetzt wieder breit grinsen kann. Zumindest meint das der Doc, ich grinse aber nicht gerne breit und außerdem, Hauptsache heile, sind doch nur Zähne ;) Ich schreib das auch auf um Mut zu machen, denen die auch so Angst haben, daß es besser wird, daß die richtige Praxis Gold wert ist und daß es immer noch angenehmer ist das durchzustehen als irgendwann schwarze Zähne zu haben.

Letzendlich wollte ich aber nur sagen, ich bin verdammt stolz auf mich und hab die Zähne wieder schön.

Eine Hütte für mich alleine

In den End-Siebzigern, Anfang der Achtziger Jahre, kurz vor der Trennung meiner Eltern fing meine Mutter ihre persönliche Emanzipation an. Immer mehr Frauenliteratur lag bei uns rum. An einige erinnere ich mich und ein Titel ist mir, neben Häutungen, immer im Kopf geblieben. „Eine Hütte für mich alleine“, genau diese Ausgabe lag bei uns zu Hause rum.

Ich denke nicht, daß dieses Buch ursächlich ist für mein Bedürfnis ein eigenes Zimmer zu haben, aber als mein kleines Büro/Nähzimmer neulich umgestaltet wurde, kam mir immer wieder dieser Buchtitel in den Sinn.

Ich habe das Privileg gehabt ab dem Alter von fünf Jahren ein eigenes Zimmer zu haben. Ich bin als ich auszog in ein Studentenwohnheim gezogen und hatte dort meinen eigenen Raum, ich bin nach knapp sieben Jahren in das Wohnheim des Mannes gezogen und hatte dort auch meinen eigenen Raum. Als wir danach die erste gemeinsame Wohnung bezogen bestand ich auch dort auf mein eigenes Reich. Weder kam mir das wie eine reguläre Erwachsenenwohnung vor (nach gut 25 Jahren mit eigenem Zimmer plötzlich keins mehr zu haben kam mir auch seltsam vor), noch konnte ich die Hälfte der Miete bezahlen. Ich wollte das proportional zur Mietzahlung  gerecht aufteilen, er zwei Räume ich einen Raum. Außerdem wußte ich, daß ich zum einen mehr zu Hause arbeiten/lernen werde, zum anderen wollte ich meine Sachen um mich rum haben und sie nicht in seinem Chaos verschwinden lassen. (mein Chaos ist ein ganz anderes und nie so unordentlich wie seins :))

Irgendwann kam das erste Kind, wir hatten inzwischen ein gemeinsames Schlafzimmer, aber mein Zimmer blieb und ich teilte es mit dem Tochterkind, zumindest ihrem Spielzeug und Wickeltisch. Ein weiteres Kind kündigte sich an und wir zogen aus anderen Gründen in eine neue Wohnung in eine neue Stadt.

Auch in der neuen Wohnung bestand ich auf mein Zimmer. Meinen Ort, meine Sachen, mein Rückzugsort. Interessanterweise nutze ich diesen Raum dann aber kaum, mit dann zwei Kindern war nicht viel Zeit für Rückzug, ich hatte aus Widerwillen gegen den Umzug den Raum kaum eingerichtet und im Grunde standen dann dort nur meine Sachen und ab und an nähte ich dort.

Nach dem Zwischenspiel in der ungeliebten Stadt ging es zurück in die Heimat und wir suchten erneut eine Wohnung, wieder war es mir unglaublich wichtig meine Sachen gebündelt an einem Ort zu haben, mich dort in meine Sachen zurückziehen zu können. Das bitte nicht falsch verstehen, ich habe inzwischen drei Kinder, Familie, ich liebe sie, ich möchte sie nicht missen. Aber genau wie der Beruf des Mannes sich Raum in meinem Leben nimmt, so nehmen die Kinder (und die Familie) noch mehr Raum von mir. Erst in meinem Körper, dann in meinem Leben. Ich bin zu großen Teilen fremdbestimmt, alle Orte um mich herum sind besetzt. Der Mann hat wenigstens immer ein Büro für sein erwachsenes selbst, einen Rückzugsort, wenn auch nicht unbedingt zur Entspannung. Mir bleibt die Wohnung, die aber eben von allen anderen auch genutzt wird. Also kurz gesagt, in der neuen Wohnung reklamierte ich das ehemalige Mädchenzimmer mit seinen knapp sechs Quadratmetern für mich. Inzwischen nähte ich mehr, brauchte einen Platz für die Nähmaschine, für meine Wolle und meine Fotos, Briefe und natürlich auch meine Studienunterlagen, denn bei Einzug stand die Vollendung des Examens noch aus. Und vor das Examen ist nunmal das Lernen angesetzt.

So wurde das Minizimmer mit den Möbeln die irgendwie über waren vollgestellt, eine provisorische nicht besonders große Tischplatte eingebaut und ich nutzte den Raum zum Lernen und später zum Nähen an dem alten Schätzchen, Papierkram machen, während des Minijobs zum Arbeiten oder einfach zum Musik hören. Letztes Jahr dann zog meine neue Nähmaschine ein, für die gab es im Zimmer kein Platz, deswegen lebte sie erstmal auf dem Eßtisch. Im übrigen war mein Stoffvorrat inzwischen gewachsen und belegten die Wohnung, auch dort wo der Platz eigentlich für anderes gebraucht wurde.

Im Herbst bekam ich dann die Idee, daß in das kleine Zimmer mehr Stauraum muß, daß ich eine andere Arbeitsplatte brauche um die Nähmaschine vom Eßtisch zu entfernen und daß der Fußboden sowieso schrecklich ist.

Exemplarisch mal zwei Bilder, die, das muß ich zu meiner Verteidigung sagen, noch während des Ausräumens enstanden, da es sonst nicht ganz so rümppelig war.

IMG_0646Der Blick von der Tür zum Schreibtisch, links das zu tiefe aber zu niedrige alte Regal, rechts an der Wand zwei kleine Billy Regale.

IMG_0642Der Blick durch die Tür auf die gegenüberliegende Wand, die Nähmaschine in ihrem Schränkchen stand immer da, nur die Kisten davor nicht, die wurden nur beim Rumräumen da abgestellt. Man beachte diesen schrecklichen Plastikfußboden.

Ich überlegt also hin und her, hob den Boden an um zu sehen ob vielleicht doch Holz drunter sein, fand aber aber nur eine weitere PVC Schicht. Recherchierte und befand, daß ich einen Linoleum Boden wollte. Um genauer zu sein, nicht einfach irgendeinen, sondern den im Klicksystem zu verlegenden von Meister, die gibt es in so vielen schönen Farben, sind recht einfach einzubringen und haben ein bischen Trittschallkaschierung dabei. Also Muster angefordert, nochmal und nochmal, bis ich mich für eine Farbe entschieden hatte. X-mal versucht das winkelige Zimmer auszumessen, hin und her gerechnet und dann beschlossen, den will ich. Die Entscheidung für das Regal war schwieriger, die Stimme der Vernunft aka DoP schlug Ivar vor, da man es gut anpassen kann. Irgendwie hatte ich trotz aller Vernunft keine rechte Lust das wieder anzuschaffen, nachdem wir unseren Bestand im Zuge diverser Umzüge auf null dezimiert hatten. So wanderte ich durch Möbelläden, suchte im Netz und schaute mir so das ein oder andere System an. Fündig wurde ich dann bei Holzconnection. Mehrere Besuche, wieder hin und her gerechnet. Mit dem Mann gesprochen, Zeichnungen angefertigt, Oberflächen überlegt und keine Lösung gefunden die ich bezahlbar fand. Immerhin hatte ich anfänglich gesagt, dass man mit 500€ doch gut was schaffen könne. Diesen Betrag erreichte ich aber schon fast mit dem Fußboden, wenn ich den kleinen Vorflur mitmachen lassen wollte.

Und dann war da noch die Arbeitsplatte, L-förmig sollte sie werden, damit ich die Nähmaschine da hinstellen kann und trotzdem die Arbeitsfläche frei habe. Ein sehr netter Besuch im Bauhaus war zwar aufschlußreich, aber mit Lieferung, Oberflächenbearbeitung, Fräsen und ähnlichem war die eigentlich günstige Arbeitsplatte gar nicht mehr so günstig.

Im Laufe des Prozesses, nachdem ich wiederholt versuchte den Mann in die Entscheidung mit einzubeziehen und seine Meinung zu bekommen sagte er entnervt, ich solle jetzt mal die Summe X in die Hand nehmen, die Platte und das Regal einheitlich gestalten, sprich von Holzconnection machen lassen und gut sei.

Also berechnete ich neu, entschied nochmal um, besuchte wiederholt den netten Fillialleiter bei HC und traf eine Entscheidung. Gegen Nußbaumanleimer, da die Platte in gleichem Holz zu teuer werden würde und für Buche.

Im Dezember dann der große Tag, ich nahm meine Zeichnungen, die Verkaufsgesprächnotizen und bestellte die Möbel. Im Januar entschied ich, daß der Boden braun wird, auch auf das Risiko hin, daß dadurch der Raum zu dunkel werden könnte, und bestellte diesen auch.

Im Februar war es dann so weit, die Lieferung sollte Mitte des Monats erfolgen. Also suchte ich mir einen Handwerker für die Bodenverlegung und machte den Montagetermin für die Möbel fest. Zeitgleich wollte die Große noch eine Faschingsfeier machen und das Baby seinen ersten Geburtstag feiern. Alles auf einmal ist mal wieder typisch für mich/uns.

Am Abend vor dem Montagetermin für den Fußboden sagte mir der Fußbodenleger ab und war nicht mehr erreichbar, und das obwohl am übernächsten Tag die Möbel kommen sollten, ich die Wohnung mit all dem Kram aus dem Zimmer vollgestellt hatte und überhaupt endlich mal wieder nähen wollte. Irgendwie schaffte ich es dann einen anderen Bodenleger einen Tag später zu bekommen und die Möbelaufbauer sagten dann eh den ursprünglichen Termin ab. Also gab es Freitags Boden und Montags die Möbel. Ich hätte zwar gerne das Wochenende zum Einräumen gehabt, aber nun gut.

IMG_0683 Man erkennt, wie der Raum schon durch den neuen Boden gewann. (Es mußten drei Schichten bzw zwei Schichten alter Boden rausgerissen werden!)

Dann kamen endlich die Möbel und der Raum war nach deren Aufbau plötzlich ein ganz anderer.IMG_0708

Dann folgte das Einrichten, das Zurückschleppen meiner Sachen in das Zimmer, das Aufstellen der Nähmaschine und dank des Rumgenöles der Düsseldorferin das Dekorieren. Zusätzlich hatte meine Mutter in der Woche des Umbaus noch gemeint sie wolle ihren Sesse loswerden, also blieb noch die Überlegung wie der da reinpaßt. Ich hatte im Vorfeld schon gedacht, daß an die Stelle wo die alte Nähmaschine stand eine Sitzgelegenheit hinsollte, damit man da auch mal lesen oder so kann, fand aber bis dato nix passendes.

Lange Rede kurzer Sinn, der meiste Kram ist zurück in dem Raum, es ist ein bischen dekoriert,  vernachlässigen wir mal die Tatsache, daß ein bischen Krempel in der Wohnung rumsteht und schauen lieber wie das Resultat der monatelangen Planungs- und Wartezeit aussieht.

IMG_7670Der Blick von der Tür zu meinem Arbeitsplatz

IMG_7671Der Schenkel der Arbeitsplatte auf dem sonst die Nähmaschine steht, dort unter der Lampe. Die Tüten liegen auf dem Fußhocker vom Sessel auf einem Stapel angefangener Nähsachen.

IMG_7672Der Blick von der Arbeitsplatte zum Regal, die Kartonagen werden noch ausgewechselt, wenn mein Bruder mir endlich welche gebaut hat. Die Stehsammler sind schon neu. Man sieht vielleicht wie die alte Nähmaschine in ihrem Schränkchen nun in das Regal geschoben wird.

IMG_7673Der Blick von der Arbeitsplatte auf die andere Wandseite, den Sessel und die Tür.

IMG_0782Und extra für die Düsseldorferin nochmal die dekorierte Fensteransicht.🙂

Auch wenn es in dem Raum gerade etwas kramig ist, ich bin mitten in zwei Projekten, ist er jetzt luftiger und wesentlich ruhiger als vorher, regelrecht gemütlich würde ich sagen. Zumindest so gemütlich, daß plötzlich der Rest der Familie ständig meint sich in diesem Raum aufhalten zu müssen. Der Mann meint das sei jetzt sein Arbeitsplatz wenn er daheim etwas arbeiten muß, die Kinder meinen wechselweise es sei ihr Leseort, Toberaum oder Hausaufgabenplatz, wenn sie nicht eh zu dritt meinen bei mir sein zu müssen wenn ich mich dort zurück ziehe. Ich hab zwar den relativ teuren Umbau damit gerechtfertigt, daß die anderen meinen Raum auch mal nutzen dürfen wenn sie es brauchen, aber das Betonung lag auf mal und meinen.

Aber es ist nunmal so wie es ist und im Grunde zählt nur, daß mir das Endergebnis sehr gut gefällt und die kleinen Baustellen die es noch hat, werden im Laufe der Zeit noch verschwinden.