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Gilmore Girls – the revival and me

Ich hab alle vier Folgen fertig, zweimal, komplett, außer dem Musical, das habe ich jedes Mal überspielt und die Szene der LADB sah ich dreimal.

Ich bin emotional immer noch verwirrt. Wenn nicht sogar angefressen.Ich hab inzwischen viele Reviews gelesen und noch mehr Kommentare von Fans. Geholfen hat es nicht.

Schon am Ende der ersten Folge fühlte ich mich komisch, irgendwas war aus der Balance. Ich kam nicht in das Stars Hollow Gefühl. Im Gegensatz zu vielen Kommentaren war es für mich nicht wie nach Hause kommen. Auch wenn ich es kenne nach längerer Abwesenheit wieder in die eigene Wohnung zu kommen, alles ist ein bischen fremd, anders, war es nicht das. Es waren die Bilder der bekannten kleinen heilen Welt und irgendwie doch nicht. Ich schob es erstmal darauf, dass das Anschauen von diversen nicht schlafen wollenden Kindern mehrfach unterbrochen wurde. Doch es wurde weder beim zweiten Durchgang noch bei den folgenden Folgen besser. Eher schlimmer.

Irgendwann dachte ich, ihr habt es kaputt gemacht, ihr habt es einfach kaputt gemacht. Natürlich spielte die Abwesenheit von Richard (Ed Hermann) eine große Rolle, seine „Nichtpräsenz“ war plastisch, Raum einnehmend. Gleichzeitig das Gefühl, dass durch seinem Verlust eine ausgleichende, beruhigende Kraft fehlte.

Und dann die drei Gilmore Girls.

Emily erschüttert durch den Verlust des Ehemannes, nachvollziehbar. Toll und überzeugend dargestellt. Trotzdem hatte selbst die Weiterentwicklung in die selbständige, alleine lebende, selbstbestimmte Witwe etwas zerstörerisches. Alle Brücken abbrechen, den ewigen Konflikt mit Lorelei aufrecht halten, mit der DAR brechen, das Haus verkaufen, wegziehen. Kein Zurück, alles auf Anfang. Damit fällt ein Fixpunkt der Serie weg, es wird keine Freitagsdinner mehr geben.

Apropos Zerstörung, wieso streiten sich Emily und Lorelei erbitterter als in den alten Folgen. Ich hatte den Eindruck, sie waren mit ihrer Beziehung in den alten Folgen schon weiter gekommen was Annäherung und Vergebung angeht. In den neuen Folgen scheinen die Auseinandersetzungen härter, tiefer unter die Haut zu gehen. Sicherlich notwendig, damit sie die Therapie erklärt, aber selbst die verkommt zur Farce und auch die hochgelobte Szene in der Lorelei der Mutter am Telefon an den Vater erzählt hat nicht den heilenden, versöhnlichen Effekt wie andere ältere Szenen der Serie.

Lorelei. Ja Lorelei, wie von den Fans gewünscht ist sie immer noch mit Luke zusammen, glücklich wie sie sagt. Es scheint sich jedoch eine gewisse Routine in die Beziehung eingeschlichen zu haben, eine Routine die irgendwann dazu führt, dass wichtige Dinge nicht mehr angesprochen werden. Was natürlich auch dran liegen mag, dass Beide miteinander ein Kommunikationsproblem haben. Weniger dramatisch (im Gegensatz zu den Fans und Emily,) finde ich hingegen, dass die beiden nicht verheiratet sind. Ein Trauschein kann doch nicht der endgültige Beweis für Verbindlichkeit sein. Wobei suggeriert wird, dass sich daran die mangelnde Verbindlichkeit von Lorelei festmacht. Nun gut. Auch Lorelei wirkt im Revival angeschlagen, das Dragon Fly existiert so vor sich hin, hat seinen Höhepunkt hinter sich und benötigt um eine Zukunft zu haben eine Erweiterung. Der Streit mit der Mutter eskaliert und die mangelnde oder falsche Kommunikation mit Luke, sowie ein Streit mit Rory führen dazu, dass für sie die Situation eskaliert und sie sich eine (wenn auch kurze Auszeit) nimmt. Irgendwie ungewohnt und anders als in den alten Staffeln, wo die Probleme angegangen wurden, sie mit ihrer Energie, Zielstrebigkeit und ihrem Optimismus es immer schaffte die Situation im Positiven zu lösen. Sicherlich führt die Auszeit dazu, dass sie einen Schritt auf die Mutter zu geht, sich mit Rory wieder versöhnt und endlich bereit ist Luke zu heiraten. Trotzdem bleibt das, was Lorelei in den alten Folgen ausmachte in den neuen Folgen etwas auf der Strecke oder wirkt gedämpft, müde. Sicherlich ist sie keine Frau mehr in den Dreißigern, trotzdem sollte die alte „quirky“ Persönlichkeit doch noch mehr zu spüren sein.

Und dann Rory. Rory, die trotz guten Abschlüssen und einem guten Anfangsjob Ende der letzten Staffel die Welt vor sich zu haben schien, jetzt mächtig am Schwimmen ist. Eine regelrechte Quarterlifecrisis, auch wenn eine solche vielleicht nicht mit Anfang Dreißig erwartet wird. Andererseits finde ich es nicht unüblich und ungewöhnlich in der heutigen Zeit in diesem Alter nach einem erfolgreichen Job und erfolgreicher Free Lance Arbeit plötzlich da steht und nicht weiter wie?, wenn das bisher gelebte einem nicht mehr einfach in den Schoss fällt. Unangenehm fand ich jedoch, dass das was Rory in den alten Folgen ausmachte, ihr ruhiger Charme, ihre Intelligenz, ihre wache Ausstrahlung und vorallem ihr Ehrgeiz komplett verschüttet zu schein liegen. Sie wirkt ein wenig wie eine blasse Karikatur ihrer selbst. Die Geschichte mit Paul, geschenkt, ein Witz den ich nicht verstehen will und muss auch wenn es nicht zu der Rory der alten Folgen passt so gedankenlos über eine so lange Zeit mit einer Beziehung umzugehen. Die Geschichte mit Logan? Tragisch. Ich habe es so verstanden, dass sie hauptsächlich die Regeln („no strings attached“ „What happens in Vegas …“) festlegt, ja geradezu darauf beharrt. Dass Logan verlobt ist erfährt sie erst später. Dass eine laufende Verbindung dann nicht gleich gelöst wird, kommt vor. Moralisch mag ich das nicht zu verurteilen. Emotional sehe ich tiefe Zuneigung auf Beiden Seiten und denke, würde sie ein wenig mehr Verbindlichkeit wollen/einfordern, dann wäre Logan sofort an ihrer Seite. Wahrscheinlich soll dieses sich nicht Einlassen wollen auf etwas Verbindliches eine Parallele zu Ihrer Mutter darstellen. Gibt dem Ganzen halt die Tragik, die der Person Rory das ganze Revival anlastet. Mich trifft besonders, dass sie trotz aller Ausbildung und Möglichkeiten nicht den Job findet/gefunden hat, der zu ihr passt. Und dass sie nicht in der Lage ist sich dem anzupassen und ihre Erwartungen runter zu schrauben. Ich finde es super wenn man einen Traum hat und wenn man gewissen Ansprüche an eine Arbeit hat. Ich finde es auch nachvollziehbar, dass man um seinen Traum kämpft. Aber die Rory in den neuen Folgen kämpft nicht für ihren Traum, sie geht schlecht vorbereitet in Gespräche und sie geht nicht den Weg ihr Ziel zunächst auf einer unteren Ebene zu verfolgen um dann aufzusteigen. Ich finde das paßt nicht zu dem Charakter der uns 7 Staffeln präsentiert wurde und zerstört ein weiteres mal die „kleine Heile“ Welt die ich so lieben gelernt habe.

Unter dem Strich werden die drei Hauptpersonen für mich angeschlagen/kaputt skizziert ohne den für eine „Schneekugelwelt“ relativ einfachen easy way out. Ich finde Realismus in Serien durchaus gut, aber in dieser Serie wurde er für mein Gefühl falsch umgesetzt.

Apropos Umsetzung, maßlos geärgert hat mich, dass geliebte und vermisste Nebendarsteller zu einem großen Teil nur beliebig und sehr kurz in die Szene geworfen wurden, ohne Story ohne Hintergrund, ohne Sinn und Verstand. Was soll das? Die Story dreht sich zwar um die Gilmore Girls, aber Stars Hollow und seine Bewohner sind so etwas wie ein inoffizielles Gilmore Girl und somit nicht unwichtig. Gerade Laine, Miss Patty, Liz etc. hätten ein wenig mehr Liebe zum Detail verdient gehabt. Diese völlig bekloppte Szene mit April wirkte total überzeichnet und unstimmig. Genau so wie die Szene mit Lorelei und Rory am Pool oder Erklärung einfach nur albern und überflüssig war. Das Musical fand ich so schwachsinnig, das erwähne ich nicht weiter. Und der kurze Auftritt von Sookie? Der hat mich nicht überzeugt, er hatte etwas von den albernen Charakteren, die Melissa McCarthy nach Ende der GG in Serie in diversen Filmen zu spielen scheint. Die herzenswarme, tolpatschige und so liebenswerte Sookie war es für mich nicht.

In diversen Kommentaren wird kritisiert, dass der Auftritt der LADB überflüssig und zu lang war. Ich fand in großartig und stimmig. Freunde kümmern sich um eine Freundin der es mental nicht gut geht, ziehen sie einen Abend aus allem raus, zurück in die Leichtigkeit der Collegejahre und geben ihr ein Stück „Wir-Gefühl“ zurück. Weiterhin wird kritisiert, dass man mit Anfang Dreißig nicht mit Geld um sich wirft und solche Abende zelebriert, Bullshit. Wer in der heutigen Generation der Dreißiger ist denn wirklich niedergelassen und „erwachsen“. Außerdem war es ein Abend nicht ein ganzer Lifestyle.

Ich mag die vier Folgen jetzt nicht komplett verdammen, es gab gute, es gab sehr gute, es gab witzige und rührende Szenen. Aber das was man erwartet hat, was einem emotional geliefert werden sollte das kam für mich nicht an. Es war eher wie das Schwingen eines Hackebeilchens über der geliebten Schneekugel, auf Teufel komm raus etwas negatives hier und da einstreuen ohne es zu Lösen. Es wurden viele Storylines angerissen ohne sie zu Ende zu erzählen und die letzten vier Worte, nunja, irgendwie erwartet aber für mich nicht wirklich stimmig.

Gilmore Girls and me

Vor 13 Jahren wurde ich Mutter, das stellte meine Welt ungeplant komplett auf den Kopf. Vor 12 Jahren kam das Kind in die KiTa, ich konnte nach einem Jahr endlich wieder Luft holen. Die ersten lichten Momente nutzte ich dazu wieder mit dem Stricken anzufangen. Stricken kann ich nur wenn ich dabei fernsehe. Ich könnte mich jetzt über meine tv Liebe auslassen, aber das würde zu weit führen. Lange Rede, kurzer Sinn, während einer meiner Strick/Glotz Sessions, vermutlich morgens, wenn das Gör in der KiTa war, wurde ich auf die Trailer zu Gilmore Girls aufmerksam. Das lief damals auf Vox. Immer wieder wurde diese neue Serie angekündigt und irgendwas daran packte mich.  Ich habe gerade versucht rauszufinden wann genau die erste Staffel auf Vox lief, aber das ist nicht ganz nachvollziehbar, irgendwas mit Herbst 2004.

Also sah ich mir die erste Folge an. Und die zweite und die dritte und die vierte usw. Da die Folgen nachmittags um 16 Uhr liefen wurde es mein Ritual nach dem ich das Kind aus der KiTa holte einen Tee zu kochen, Kuchen zu essen und Gilmore Girls zu schauen während das Kind nebenbei spielte. Irgendwann kamen keine neuen Folgen mehr nach, irgendwann wurde die Serie ins Abendprogramm verfrachtet. Ich bekomme es nicht mehr zusammen.

Es folgte unser Umzug ins Rheinland im Herbst 2005, das Ende von Friends (Bzw. unseres erneuten Friends Marathons irgendwann in 2006, denn ich bekam das Boxset mit allen 10 Staffeln zu Weihnachten), die Geburt unseres Sohnes und irgendwann das Bedürfnis nach geplantem, gewünschten Abendglotzprogramm. Aber mangels iTunes waren die Möglichkeiten begrenzt. Mir fielen dann die Gilmore Girls (zu er Zeit liefen die, wenn überhaupt nur einmal wöchentlich im Abendprogramm liefen) ein und ich hatte die Idee, dass diese dem Mann auch gefallen könnten. Da es noch jenseits jeglicher legaler Streamdienste war, kaufte ich die erste Staffel auf DVD und ihm zu liebe schauten wir sie auf englisch. Es war nochmal etwas ganz anderes die Folgen im Originalton zu schauen, alle Dialoge hatten viel mehr Witz und Charme. Daher war es mir auch egal nochmal von vorne anzufangen. Einige Folgen später war der Mann auch angefixt und wir schauten eine erhältliche Staffel nach der Anderen. Es kam der Rückzug nach Hamburg und irgendwann waren wir durch. Es war ein tränenreicher Abschied so in 2007 schätze ich.

Ich kann mich nicht erinnern ob ich die Folgen nochmal schaute bevor ich sie im Herbst/Winter 2013 oder 2014 anfing nochmal mit der Tochter zu schauen. Ja genau mit der Tochter, die bei meiner ersten Gilmorisierung ein gutes Jahr alt war. Ihretwegen schauten wir alles auf deutsch und es war gleichzeitig komisch, rührend und wunderschön diese Serie mit ihr zu teilen.

Abgesehen von den nostalgischen Gefühlen bezogen auf ihre Kleinkindzeit bemerkte ich auch wie ich mich verändert hatte. Fand ich es beim ersten Schauen noch nett, dass Mutter und Tochter beste Freundinnen sind, nervte mich das bei weiteren Durchgängen mehr und mehr an. Es mag sein, dass ich als Scheidungskind einfach immer die wegweisende und beratende Mutter vermisste, mehr aber stellte ich fest, dass ich meiner Tochter (inzwischen meinen Töchtern) keine Freundin sein will und kann. Wir sind nicht gleichberechtigt, sie ist nicht zuständig mit mir Kummer und Freude zu teilen, schon gar nicht wenn es Kummer und Freuden sind, die den kindlichen Horizont (oder den eines Teenagers) übersteigen. Sie ist nicht entscheidungsberechtigt wie ich das bin, denn sie kann noch nicht entscheiden wie ich das kann wenn es um gewisse Belange geht. Irgendwann kam mal die Sprache auf diese Mutter Tochterbeziehung und K1 sagte mir ganz deutlich, dass wir keine Freundinnen sind und sie ein solches Verhältnis zu mir gar nicht möchte. Dies bedeutet ja nicht, dass wir nicht gemeinsam kichern, oder mal weinen oder shoppen oder Quatsch machen, aber ab einem gewissen Punkt sind wir halt doch Mutter und Tochter und in gewissen Situationen braucht sie eine Mutter und keine Freundin.

Weiterhin wurde mir klar, dass mir das Verhalten von Lorelei in Bezug auf die eigene Mutter doch einige Male gehörig auf die Nerven geht. Da ist so ein kindliches, trotziges Verhaltensmuster, was die Annäherungsversuche von Emily (oder auch mal Richard) bzw. vielleicht doch gute Ratschläge mit Füßen tritt. So als Mutter denke ich dann, ja meine Güte sie haben (große) Fehler gemacht, machen sie noch, aber sie versuchen es, mit ihren Möglichkeiten, mit ihrem Hintergrund. Hätte ich früher vielleicht nicht so sehen können. Gleiches gilt übrigens auch für Loreleis Beziehungsverhalten, bei dem ich das ein- oder andere Mal dachte, Mensch Mädel Du bist doch kein Teenager mehr.

Was bleibt ist aber trotz allem meine uneingeschränkte und aufrichtige Liebe zu dieser Serie. Ich liebe die kleine heile Welt, ich liebe die Dialoge, die Charaktere und vor allem das Kleinstadtleben. Gilmore Girls sind und waren immer mein „Happy Place“ wenn es um mich rum anstrengend, wüst, traurig oder sonst irgendwie unzufriedenstellend war. Genau so wie sie dies in entspannten Zeiten sind, aber gerade in den aufreibenden brauche ich ein kleines bischen Rückzugsort in eine Welt in der es am Ende doch alles gut ist.

Und jetzt, nach so langer Zeit, endlich, unerwartet und doch erhofft gibt es vier neue Folgen. Seid der ersten Ankündigung fiebere ich dem entgegen. Der erste Trailer lies schon Tränchen kullern, die Spannung steigt und ich hoffe so sehr, dass es sich lohnt und der vibe der alten Folgen auch nach dieser Zeit noch transportiert werden kann und mein „Happy Place“ eine würdige Erweiterung erfahren hat.

 

Serienliebe und Fernsehkonsum

Meine Name ist S. und ich bin ein Serienjunkie.

Wie konnte es nur soweit kommen? Eigentlich begann meine Laufbahn als Seriensüchtling schon in früher Jugend. Wie damals en vogue befand meine Mutter, dass Fernsehen ungesund und daher nur in sehr kontrolliertem Maß für Kinder zu erlauben sei. Also durfte ich, wenn überhaupt nur ausgewähltes Programm schauen. Das waren erstmal nur die Sendung mit der Maus und die Sesamstraße, später Unsere kleine Farm, Timm Thaler, mit Papa zusammen Väter der Klamotte, Western von gestern oder Dick und Doof. Mit der Freundin, deren Eltern etwas mehr Fernsehkonsum gestatteten, schaute quasi heimlich ich in deren Omas Wohnzimmer. Perlen wie Das Haus der Krokodile, Die Vorstadtkrokodile, Das Geheimnis des Siebten Weges oder auch Komm Zurück Lucy. Nicht zu vergessen sind auch Die Märchenbraut und Luzie der Schrecken der Straße.

Zeitgleich habe ich immer viel gelesen, Unmengen, immer und immer wieder. Sich Geschichten erzählen lassen, das war immer meins. Mit zunehmendem Lebensalter kam das Kino dazu. Welch eine Offenbarung, diese riesige Leinwand, die Dunkelheit, der Sound der einen umhüllte, wie man in die Geschichte eingesogen wird, und am Ende des Films erst wieder ausgespuckt wird. Völlig absorbiert vom hier und jetzt. (Ich werde nie so ganz verstehen, wie man das Kino zum Knutschen und mehr nutzen kann :)) So ging ich anfänglich mit den Eltern, später mit Freunden oder auch alleine ins Kino und liebte es so sehr. Nicht nur großes Popcornkino, auch die kleinen feinen Filme, die wo man sich später, nach angemessenem Schweigen durch den Abspann hindurch, im Cafe über alle Feinheiten der Geschichte, der Bilder und der Inszenierung auslassen konnte. Natürlich las ich immer noch, immer noch viel, genauso durchwachsen wie das Kinoprogramm von Schmonzette und Krimi über Sachbuch bis hin zur anspruchsvolleren Literatur, Hauptsache Buchstaben, Hauptsache es interessierte mich auf der einen oder anderen Ebene. Und dann natürlich die Serien, meistens die am Vorabend, ich erinnere mich an Die glückliche Familie, Die Wiecherts, Gegen den Wind, 90210 und Dutzende andere. Immer wieder gerne, irgendwas mit fortlaufender Handlung. Jeder kennt bestimmt diese Frustration wenn eine Folge besonders spannend war und das Fernsehen einen auf die Folge nächste Woche vertröstete. Wie man dem neuen Sendetermin entgegenfieberte und einem nichts und niemand abhalten durfte das dann auch zu schauen. Da waren die ZDF Weihnachtsserien eine erfreuliche Ausnahme, da man dort meist sechs Tage am Stück täglich eine neue Folge bekam.

Fast Forward, inzwischen Studentin, immer noch lesend, immer noch Serien schauend, immer noch gerne ins Kino gehend versuchte mich der Mann (damals noch Freund) von seiner Lieblingsserie Friends, die er in den USA geschaut hatte, zu überzeugen. Im deutschen Fernsehen. Ich setze mich also dazu und versuchte, den Humor zu verstehen. Ich verstand nicht was daran nu so toll sein sollte, es wirkte alles flach und doof. Zufall wollte, dass ein anderer Freund diese Serie auf Video im Original besaß. Da ich eine gute Freundin war, lieh ich mir die Staffel aus, überraschte damit den Mann. Ihm zuliebe schaute ich sie mit. Eine Folge, ständiges Stoppen, Nachfragen, dann mit englischen Untertiteln, weniger Stoppen und dann angefixt. Die Serie war toll, er hatte recht und so hing ich das Wochende bei ihm auf dem Bett und schaute Folge um Folge. Die echte Geburt des Serienfans.
Dabei die Erkenntnis, dass die Inhalte im Original wesentlich besser transportiert werden, deutsche Synchronisation ist immer noch oft furchtbar. Was aber noch besser war/ist, ich konnte gucken und gucken und gucken und war auf keinen Ausstrahlungstermin angewiesen. Nur darauf, dass der Freund die nächste Staffel rechtzeitig wieder auf Video hatte und bereit war sie zu verleihen. (Momentan kreist für dieses Endlosschauen einer Serie der Begriff Binge Watching durchs Netz, aber so neumodische Begriffe waren uns damals nicht bekannt).

Noch weiter vorwärts wurden der Freund, nun Mann und ich Eltern. Das bedeutete, dass Kinobesuche quasi nicht mehr existent waren. Wir wurden zu regelmäßigen Kunden der Videothek und schauten was das Zeug hielt alle Filme mit leichter Verzögerung im heimischen Pantoffelkino mit Baby im Arm oder daneben oder nebenan. Zeitgleich setze sich in der Filmindustrie ein Trend fort, der mir persönlich ziemlich auf die Nüsse geht. Es wurden weniger Filme mit Inhalt, schönen Geschichten, guter Umsetzung gedreht, sondern der Fokus ging in Richtung aufwändige Technik, Superspezialeffekte und lauter, höher, schneller, weiter. Wenig befriedigend sich das anzuschauen, wenig entspannend.

Aufgrund von Schlafmangel und Erschöpfung kam ich kaum noch zum Lesen, die abendliche Konzentration reichte kaum noch, sich auf ein Buch einzulassen, der Wille unterhalten zu werden, war aber immer noch da. Ich kam zurück auf die Serien. Da traf es sich gut, dass mir der Mann, eben diese Serie (Friends), die meine erste im Original war, als DVD Box zu Weihnachten schenkte. Wochenlanges abendliches Unterhaltungsprogramm, unabhängig, selbstbestimmt. Diesen Faktor darf man als Eltern nicht vernachlässigen. Fernsehen, wenn der Sender meint es sei jetzt Sendezeit kann man getrost vergessen. Die wenigsten Kinder schlafen brav und zuverlässig wenn man sich unterhaltungswillig auf die Couch fallen läßt.

Irgendwann ist aber auch so eine DVD Box mit zehn Staffeln zu Ende und es bleibt die Frage was jetzt? Zurück zum Film? Das reicht ja auch nicht, so viele Filme die mich noch interessieren gibt es gar nicht, siehe oben. Zunächst besorgte ich damals eine Serie auf DVD die ich erstmal im TV angefangen hatte und um sie dem Mann nahe zu bringen schaute ich sie mit ihm ebenfalls im Original. (Gilmore Girls). Aber auch die Box war irgendwann zu Ende und wir überlegten wie die abendliche, mediale Unterhaltung zu retten sei. Zu der Zeit begann grad die Möglichkeit sich US-Serien legal/halblegal aus dem Netz zu besorgen und so fingen wir an aktuelle oder fast aktuelle Serien zu schauen.

Ein Grund, warum ich inzwischen Serien den Filmen vorziehe ist, dass die Handlung nicht auf ca.90 min limitiert ist. Bei Serien die ich liebe werden Charaktere, Handlungsstränge entwickelt, es gibt Zeit für unerwartete Wendungen, man kann sich sehr lange auf die Geschichte einlassen. Taucht abends in seine vertraute Geschichtenwelt. So wie in ein gutes Buch. Leider bin ich wenn hier endlich Ruhe ist, mit inzwischen drei Kindern, oft zu müde um mich in ein Buch zu versenken, die Konzentration auf die Buchstaben, mag die Geschichte noch so toll sein, klappt nicht. So ziehe ich mich in mein Bett zurück und schaffe mir im Dunkeln mit Kopfhörern und Bildschirm vor den Augen mein eigenes kleines Kino, versinke in der Geschichtenwelt und blende den Alltag aus. Entspannt mich ungemein.

Dank verschiedener Dienste bin ich fast nicht mehr auf DVDs, Sendetermine, Veröffentlichungsdaten angewiesen. Wenn ich eine Serie entdeckt habe, die nicht brandaktuell ist, kann ich ein, zwei, drei Staffeln weg gucken und wenn ich Glück habe, sind an deren Ende schon neue Folgen verfügbar. Da ich inzwischen so viele Serien schaue kann, ich damit leben nicht mehr von jeder Serie mindestens drei Folgen im Vorrat zu haben. Wenn nicht grad Saisonpause ist, gibt es fast täglich ein bis zwei Folgen für mich zu schauen und spätestens dann schlaf ich beim Schauen ein. (Kann ich auch erst seit ich Kinder habe, konnte früher nie beim Glotzen schlafen, oder es ist das Alter) Auch ein Vorteil des Schauens nach Bedarf, ich kann ja später weiterschauen, bzw. zurück spulen.

Das Thema Serien nach Bedarf zu schauen, entweder via Streamingdienst oder über iTunes wird grad an einigen Orten (sogar in der Tageszeitung) diskutiert (heute grad hierbei Gutjahr) und dabei als Aufhänger genommen sich zu fragen, ob das konventionelle Fernsehen damit dem Tod geweiht ist. Das sehe ich nicht so. Ja das deutsche Fernsehen nervt oft, das Programm ist nicht unbedingt auf mich als Zielgruppe ausgelegt. Gute Sachen kommen selten oder zu unmöglichen Sendezeiten. Meine Ungeduld (und damit bin ich nicht alleine) und die Möglichkeit es anders haben zu können, lassen mich Serien lieber wie genannt als nach Ausstrahlungsplan konsumieren. Trotzdem läuft hier der Fernseher noch oft. Als Begleitmusik, als Programm nebenbei, bei Sendungen die nicht meine volle Aufmerksamkeit brauchen. Serien im Original verstehe ich inzwischen fast fließend, aber ich kann und will wenig nebenbei machen. Zum einen wegen des Kinogefühls, zum anderen weil ich komplett alles andere abschalten will. Zum anderen möchte ich gar nicht immer durch einen fortlaufenden Strang unterhalten werden. Beim Stricken, beim Wäsche falten, beim irgendwas anderes machen, reicht mir ein bischen Infotainment aus dem regulären Programm, Nachrichten, Dokumentationen, all sowas. Ich schaue das gerne, ich mag das. Fernsehen und auch Radio sind für mich immer noch wie Wundertüten. Beim Radio, die Musik, die ich eben nicht bewußt gewählt habe, vielleicht ein Beitrag der meine Aufmerksamkeit fesselt. Beim Fernsehen, das Programm, das zappen, na was bietet ihr mir? Leider im letzteren Fall oft nicht genug, aber doch soviel, daß ich nicht darauf verzichten mag.

Eins darf man, glaube ich, in der ganzen Diskussion nicht vergessen. Das Internet ist kein Neuland, für viele alltäglich. Aber es gibt auch genug Menschen für die es eher noch exotisch ist, für die es nicht normal ist, sich Inhalte zur Unterhaltung aus dem Netz zu ziehen, sei es aus Desinteresse, aus mangelndem Wissen oder fehlenden technischen Möglichkeiten. Ich bezweifele, dass die Generation 60+ sich heute schon ihren Medienkonsum online besorgt. Diese Menschen schalten abends den Fernseher an um sich zu informieren oder unterhalten. Schade ist nur, das es oft scheint, das die Fernsehanstalten meine und jüngere Generationen bei der Gestaltung ihres Programmes vernachlässigt und somit quasi forciert, das wir zur Unterhaltung nach Wunsch abwandern.

College forever? Good bye Greek

Wie in diesem Artikel erwähnt bin ich Serien-Junkie. Vielen populären Serien kann ich aber nichts (mehr) abgewinnen. Zuviel Blut, Gewalt, Verzweiflung, Ausweglosigkeit, das geht seit dem ich Kinder habe nicht mehr. Ich brauche abends kuschelige Wohlfühlunterhaltung, gerne auch mit einem gewissen Identifikationsfaktor. (Ausnahmen bestätigen die Regel, siehe „the good wife“ oder „burn notice“)

Dann also Greek. Irgendwann in 2008 etdeckt, wahrscheinlich gab es den Pilot wieder umsonst. Skeptisch war ich, College, Studentenverbindungen (in den USA Greek-System), Alkohol, Liebschaften, Parties? Waren das noch meine Themen?

Egal, kostet nichts, guck ich mir mal an. Wohlwissend, daß so einige Teenie/Twen Filme mich ernüchtert und genervt zurück gelassen hatten. Es kam wie es kommen mußte, es gefiel mir.

Obwohl ich eine Abneigung gegen Studentenverbindungen habe, waren die in der Serie vorkommenden eher amüsant und auch anders als es mir aus unserem Land bekannt ist. Das bedeutet nicht, dass ich sie nun per se für gut befinde, aber sie störten auch nicht. Sie waren eher das Setting der anderen Handlungen als die Handlung an sich. Und ein bischen Ersatzfamilie der Hauptcharaktere.

Der da waren eine große Schwester, die Vorsitzende ihrer Verbindung ist, der kleine Bruder der ihr ans College folgt und eher der Außenseitertyp ist. Die beste Freundin, der Exfreund und der aktuelle, in wechselnder Rolle, das Biest(oder doch nicht). Diverse Mitstudenten, der schwule Freund des kleinen Bruder, der Baptist, auch Freund des kleinen Bruders ist. Und diverse Mitglieder der unterschiedlichen Verbindungen.

Diese alle machen, was man so macht wenn man am College ist, feiern, lieben, lernen, streiten, intrigieren und so weiter. Ja ich bin aus dem Alter raus, ja ich will auch nicht in das Alter zurück.

Seien wir aber mal ehrlich, die Themen, Freundschaft, Zugehörigkeit, die große Liebe, Homosexualität, Feindschaften, Parties und Musik verlieren ja auch im Nach-Uni-Alter nicht unbedingt an Interesse. Sie geraten vielleicht in einen anderen Fokus oder man lebt sie in einem anderen Kontext, aber präsent bleiben sie allemal.

Und so wie die Serie geschrieben wurde, locker und lustig einerseits, mit durchaus ernsthaften Themen auf der anderen Seite. Alles gut durchmischt, immer passend, getragen von guten Dialogen, herzzerreissenden Szenen,unterlegt mit toller Musik, so war sie einfach wunderschön, unterhaltend und genau das Seelenfutter was man (ich!) abends auf der Couch braucht.

Also College forever? Nein, aber ein bischen das Lebensgefühl erhalten und in das Hier und Jetzt transportieren, klar, immer. Und ohne diese Serie hätte ich niemals die Band „The Temper Trap“ entdeckt.

Nun ist die Serie beendet, aber wer Interesse hat findet die Folgen bei iTunes oder im englischen Amazon.

Texas Forever – Good bye Friday Night Lights

Fernsehserien sind mein „guilty pleasure“. Kinder im Bett, Tee gekocht, Sofa, Decke und bitte eine Serie. So sieht mein Feierabend gerne aus. Da ich den deutschen Serien nicht mehr so viel abgewinnen kann, schaue ich Serien aus den USA, gerne im Original. Angefangen hat alles damals mit Friends, spätere und immer noch absolute Herzensserie ist Gilmore Girls.

Nachdem wir vor einigen Jahren erst alle Folgen dieser zwei Serien durch und uns dran gewöhnt hatten selber zu bestimmen, was wir sehen, ohne Vorgabe durch das Fernsehprogramm, fing anschliessend die Suche nach guter Serienunterhaltung an. Dabei stiessen wir auf so einige schöne Serien, manche davon sind beendet, manche werden immer noch geschaut, manche sind dazu gekommen. So auch Friday Night Lights. Ursprünglich runtergeladen, da der Pilot als „free download“ bei iTunes zu erhalten war. Geladen, angefangen, ausgestellt. An einem langweiligen Abend nochmal begonnen, wieder keinen Zugang bekommen, wieder ausgestellt. Dann ein Abend mit dem Gatten, absolut nichts zu gucken im Haus, im Fernsehen nur Mist. Da der Gatte auf Football steht erinnerte ich mich an diesen Pilot der noch auf der Festplatte rumlag und bot ihm an, das nochmal mit ihm anzusehen.

Im Gegensatz zu den Gilmore Girls, wird hier nicht sofort eine Wohlfühlstimmung vermittelt, es gibt nicht  die dort aufgebaute kuschelige Kleinstadt im goldenen Licht, die einen abtauchen läßt und mit einem Seufzen zurück läßt. Die Eingangsszenen erscheinen eher im blassen, grauen Licht, ein wenig hektisch, ein wenig trostlos, nichts wie es schien um sich für 45 min in die heile (Serien) Welt zu flüchten. Eher erscheint es einem wie eine Doku aus einer etwas trostlosen Kleinstadt in Texas, wo es kaum Perspektive zu geben scheint diesen Ort erfolgreich zu verlassen. Und dann auch noch Football als zentrales Thema, super Sport, nichts mit dem ich mich identifizieren kann.

Trotzdem, ich schaffte es dieses mal länger als die ersten 10 min zu schauen, erwarb während die Folge noch lief die zweite und dritte, da der Mann sich zu amüsieren schien. Und dann passierte es, irgendwas klickte, es fing an mich zu packen. Ich kann nicht sagen was es war, aber die Charaktere bekamen für mich Farbe, die Schicksale begannen mich zu interessieren, die erzählten Geschichten wollten weiter verfolgt werden. Diese Geschichten von Schülern der örtlichen Highschool, die irgendwie so ganz anders waren als sonst in Filmen/Serien, die Geschichte des Coach Taylor und seiner Frau, sogar die Geschichte des Highschool Football Teams und aller anderen Personen die sonst so involviert sind.

Die Serie ist etwas ganz besonderes, sie vermittelt etwas authentisches, etwas real wirkendes, man fiebert, leidet, lacht mit und ja, das hat man bei Gilmore Girls auch, aber dort hatte man nie so das Gefühl es ist könnte real sein.

Dies liegt wohl auch an den besonderen Umständen wie FNL gefilmt wurde, kaum Mehrfachaufnahmen der Szenen, Gestaltungsspielraum der Schauspieler bezüglich der Rolle und der Szenen, die Kameraführung, das Licht, die Musik, etc.  wen es interessiert der lese bitte hier nach.

Wie man sieht, ich bin von anfänglicher Skepsis und Ablehnung zum absoluten „Fangirl“ mutiert. Und so inhalierte ich nicht nur alle Folgen der fünf Staffeln, sondernd saß gestern mit Tränen in den Augen vor der allerletzten Folge. Und damit diese wundervolle Serie nicht in Vergessenheit gerät lege ich sie euch mit diesem Recap-Video sehr ans Herz.

Clear Eyes, Full Hearts, Can’t Lose!

I am so gonna miss it.

Spaß am Wochenende

Irgendwie sollte hier ein anderer Eintrag stehen, aber die Kinder haben dem einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Es fing damit an, daß das kranke Söhnchen die letzte Folge Gilmore Girls boykottierte in dem er meinte an just diesem Freitag abend nochmal einen hefitgen Fieberschub zu bekommen und nicht schlafen zu können. Kurzfristig versetze er mich dabei in Aufregung als das Thermometer locker 40,4 C anzeigte. Glücklicherweise reagiert er gut auf Fieberzäpfchen und der Spuk war gut in den Griff zu bekommen.

Gestern wollten wir dann in die Stadt. Beim Anziehen stellte ich fest, daß die Katzen in meine geliebten Stiefel gepieschert haben, ich gehe davon aus, daß ich diese nun entsorgen kann.

Ich hatte so oder so schon mit dem Gedanken gespielt, da die Zeichen der Zeit nicht mehr weg zu diskutieren sind. Nun gut, die örtlichen Schuhläden waren leider nicht gewillt mir ein Paar Stiefel zu verkaufen, da bei diesem Wetter und zu dieser Jahreszeit nur Sandalen und Pumps angemessen sind.
Auf meine Nachfrage in der Kinderschuhabteilung, Töchterchen benötigt auch Schuhe, sagte man mir, daß wir bis spätestens Mai Sandalen gekauft haben müssen, danach sei die Saison vorbei. Ha, genau ich weiß jetzt welche Schuhgrößen meine Kinder im Sommer haben und kaufe schonmal ein.

Später in der Stadt reichte ein Moment Unaufmerksamkeit und das Söhnchen bekippte sich erfolgreich mit einem Becher klebriger Brause und mußte, da noch kränklich und fiebrig neu eingekleidet werden. Er hatte es geschafft bis auf die Unterwäsche naß zu sein.

Nun gut, somit haben wir das Thema Übergangsjacke wenigstens schon erledigt, ist ja auch was wert.
Erwähnte ich schon, daß er sich bekippte, als ich auf der Suche nach Unterwäsche war, das Hasse ich wie die Pest, aber ohne geht es ja nun auch nicht.
Keine Unterwäsche für mich aber ein Haufen neuer Klamotten für die Kinder, Hurra.

Immerhin schafften wir es noch das bestellte Ersatzgeschirr abzuholen und dabei aus Frust sechs Pastateller zu erwerben. Der Laden hat gerade eine Aktion zum Jubiläum, die 25% gewährt und so bekamen wir die Teller, die sich eh schon im Angebot befanden zu einem recht günstigen Preis, wenn das nichts ist.

Bis auf die üblichen Querelen mit dem Schlafen der Kinder verlief der Abend dann recht ereignislos.

Heute war es ruhig, bis die Tochter Kopfschmerzen vermeldete und anfing Temperatur zu bekommen. Während unseres sonntäglichen Mittagsausfluges schlief sie, doch nach dem Erwachen und wieder daheim wurden ihre Schmerzen so heftig, daß wir sie lieber dem Arzt vorstellen wollten. Sie fuhr also mit Papa in die Kinderklinik. Meine ärgsten Sorgen wurden nicht bestätigt, sie hat nur einen grippalen Infekt und darf (hurra) die nächsten Tage zu Hause bleiben.

Nach der ganzen Aufregung durften die Kinder in die Wanne, während das Essen kochte.
Wanne ist toll, aber anschließendes Haare föhnen eher nicht. Während ich der Tochter also den Schopf trockente und dabei mehrere Fluchtversuche vereiteln durfte wurde der Sohn erstaunlich still.
Ich sprach ihn, der hinter meinem Rücken wuselte an und bat ihn auch zum Föhnen zu kommen.
Seine Antwort beinhaltete irgendewas mit Creme. Ein Blick über die Schulter ergab folgende Ansicht:

Er hatte sich Papas Creme, die am Bett steht gegriffen und war wohl der Ansicht, daß das Eincremen durch die Eltern nach dem Baden nicht ausreichend gewesen war.

Mal sehen was der Restabend noch bringt …