Oh, laß mich mal den Produkttest schreiben – Bowers & Wilkins P3

Weil so unglaublich viele Menschen in diesem Internetz drin meinen, es ist interessant was der Mann schreibt und das auch noch lesen, sprich sein Blogg eine recht gute Reichweite hat, werden ihm immer mal wieder Sachen zugeschickt. Die gönn ich ihm auch meistens, ich meine, was soll ich mit nem Buddelschiff oder dämlichen Einmalrasierern oder diesem ganzen Schnatter? Wirklich, ein USB Stick oder Turnschuhe in seiner Größe, nö, kann er gerne haben. Aber wenn es an diese tollen glänzenden ausgefeilten Spielzeuge geht, da werd ich nervös. Letztes Jahr war Bower & Wilkins schon so nett ihm (nicht ganz uneigennützig natürlich) In-Ear-Plugs (Name vergessen, aber der Klang ist genial – nachträglich jetzt doch nach dem Namen geschaut) zu überlassen. Meine bis dahin von mir geschätzten waren für mich daraufhin abgeschrieben, der Klang war im Vergleich plötzlich unspektakulär.

Monatelang gab es immer wieder Diskussionen wenn ich mir mal seine schicken B&W Teile ausleihen wollte, das seien seine und er bräuchte die ja so dringend für die Dienstreisen. Paah dabei hör ich viel lieber Musik als er. Dies endete übrigens damit, daß er letztens lapidar meinte, er hätte sie mir doch geschenkt. Okay, das muß nonverbal erfolgt sein, aber ich sträube mich nicht.

Den Grund dafür habe ich nun gerade auf den Ohren. B & W ist nämlich nochmal so freundlich gewesen dem Mann ein schickes Gadget zukommen zu lassen. Und weil der Mann manchmal ein guter Mann ist und weiß wie sehr ich es liebe neues technisches Spielzeug auszupacken durfte ich das Paket öffnen.

Ich wußte ja nicht was mich genau erwartet, war aber davon ausgegangen, daß es diesmal ein Headset sei, fürs iPhone. Somit war ich zunächst über die Größe der Verpackung erstaunt. Ein schicker mattschwarzer Karton auf dem die P3 abgebildet sind.

Sehr hübsch und vom Design erinnert es mich an die Verpackungen von Apple, die ähnlich minimalistisch dafür aber recht stylisch daher kommen. In diesem Moment dämmerte es mir, daß es sich nicht um ein Headset handelt sondern um so Mickey Mäuse über die ich mich, wenn ich damit Leute auf der Straße sehe immer lästerlich amüsiere. Nun gut, dann eben nix, was ich dem Mann abschwatzen kann. Trotzdem öffnete ich den Karton und schaute mal.

Och ja doch, macht was her. Schönes, stabiles case, Die Kopfhörer gar nicht so riesig, ansprechendes Aussehen was mich an die 60er Jahre erinnert und dazu noch zwei kleine feature die mich Spielkind sehr erfreuen.

Man kann die Ohrmuscheln einklappen und außerdem sind sie in der Länge verstellbar, passen somit auf den Dickkopf vom Mann und auch auf meinen zarten Schädel.

Soweit zur Optik, die überzeugt, aber mit Optik alleine kommt man ja bei Kopfhörern nicht weiter, außer man trägt diese nur um als der ultimative Hipster auf der Straße aufzufallen. Diese Rolle werde ich aber auch mit den schicken Teilchen nie erfüllen könne, so mit drei Kindern um mich rum und meistens im angeschmuddelten (danke Kinder) Muttioutfit.

Genug geschwafelt, jetzt also zum Praxistest. Ausgefaltet und als erstes in mein Macbook geprökelt. Aufgesetzt und festgestellt, daß sie sich angenehm tragen, nicht zu schwer, schön weich, nichts drückt. Auf der oben verlinkten Website kann man sich auch durchlesen wie toll die Polsterung ist welche supidupi Klangeigenschaften sie hat. Aber sowas muß man ja individuell bewerten. Hier, paßt, sitzt, nervt nicht. Dann hab ich mir mal was mit spotify rausgesucht und gelauscht. Hmm fehlt ein bischen der “Wumms” wie ich den von den In-Ear-Plugs gewohnt bin. Also wechselte ich mal die App und testete Musik in Itunes, schon besser. Richtig gut war der Klang bei von mir gerippter Musik. Da ich aber der Ansicht bin, daß das McB nicht die beste Tonausgangsqualität hat und die P3 ja für unterwegs gedacht sind, setzte ich meine Testreihe mit dem iPhone fort.

Wie auch schon die In-Ear-Plugs erfordern diese Kopfhörer bei der Ausgabe mehr Lautstärke als meine alten eines anderen Herstellers. Aber der Klang ist dann wirklich wunderbar. Die P3 lassen mehr Umgebungsgeräusche hören, was aber auch logisch ist, da sie ja auf und nicht in dem Ohr sitzen. Auch nach längerem Musikgenuß bekam ich keine Ohrenschmerzen vom Klang und bei der richtigen Auswahl der Quelle, gab es auch schön definierte Bässe zu hören, ohne, daß die höheren Töne untergingen. Alles in allem kann ich nur sagen Daumen hoch.

Wie ich vorhin auf der Website nachlas, ist das weiterhin mitgelieferte Kabel nicht als Austausch/Ersatzteil zu verstehen. Das montierte Kabel ist nämlich doch mit Mikrofon versehen, so daß die P3 als Headset mit dem iPhone genutzt werden können. Das andere Kabel enthält kein Mikro und ist somit zur Nutzung an Mp3 Playern oder dem iPod gedacht. Da gerade niemand mit mir telefonieren will, konnte ich die Mikrofunktion nicht testen. Was ich aber getestet habe ist, wie man das Kabel austauscht. Wieder so ein Highlite für Spielkinder wie mich.

Man nimmt einfach das Pad vom Kopfhörer und darunter befinden sich die Stecker für das Kabel. Easypeasy und hasslefree.

Unter dem Strich kann ich nur sagen, wie auch die C5 überzeugen mich die P3 sehr. Im Alltag werde ich die sicherlich nicht oft aushäusig nutzen, denn wer die Brut dabei hat, sollte doch noch akkustisch mitbekommen was um ihn geschieht. Aber wenn man(n) mich läßt bin ich nicht abgeneigt mir diese daheim aufzusetzen um bei Anwesenheit des anderen Erziehungsbrechtigten eine Auszeit von der Dauergeräuschkulisse Nachwuchs zu nehmen, bzw. Musik zu hören, eine Serie auf dem Rechner zu gucken, ohne den Rest der Familie damit zu belästigen.

Danke Bowers & Wilkins, daß ihr dem Mann ein Testexemplar zukommen lassen habt und ich hoffe es stört euch nicht, daß ich mir die Produktbewertung unter den Nagel gerissen habe, das war natürlich ganz uneigennützig.

Und wer jetzt neugierig geworden ist und sich auch mal was gönnen möchte, der darf gerne diesen direkten Link zu einem bekannten Anbieter klicken.

7 Antworten zu “Oh, laß mich mal den Produkttest schreiben – Bowers & Wilkins P3

  1. Schon geschrieben, hat richtig Spaß gemacht zu lesen!

  2. Pingback: Bowers & Wilkins P3 – i can has bass? | admartinator.de | Reviews | B&W, Kopfhörer, P3

  3. Großartiger Bericht, Glückwunsch. Bei mir bleibt der P3 jetzt auch in der Familie, da das Gehör meiner besseren Hälfte ihn eidneutig klanglich angenehmer fand als meinen heißgeliebten Beyerdynamic DT1350, der zugegeben sehr analytisch ist und wesentlich heller klingt. Einzig die Einschätzung des Cases kann ich nicht teilen. Wenn man nicht aufpasst, ist der Schnappverschluss ein Fingerkiller, besonders kleine Kinder sollten davon ferngehalten werden. Auch finde ich es unnötig klobig. Aber nochmals: Toller Bericht !!!

  4. Pingback: Test | Bowers & Wilkins P3 Kopfhörer – Hipster Headphones? » Imaedia.de - Digital Lifestyle, Technik und Unterhaltung

  5. Pingback: Bowers & Wilkins Kundenservice, einfach nur toll. | Gestern, Morgen und Heute

  6. Pingback: Test | Bowers & Wilkins P3 Kopfhörer - Hipster Headphones? - IMAEDIA – Fachblog für Home Entertainment, Infotainment und Technikgadgets

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s